Frage von ginamariee, 36

Tamron-Objektiv oder lieber das normale?

Ich will mir bald eine Spiegelreflexkamera holen, es soll die Canon EOS 700D werden. Hab mich im Laden ''Saturn'' beraten lassen und sie meinten sie haben zur Zeit im Angebot die Kamera mit Tamron-Objektiv usw. Und die Kamera mit dem ''normalen'' Objektiv, sag ich jetzt mal, kostet ca. 100€ weniger.. Meine Meinung: Das Tamron-Obj. ist ziemlich schwer find ich. Vorteil aber: es hat einen weiten Zoom. aber da ich Anfänger bin, würde mir eig. so ein normale Objektiv reichen, hab auch gehört, dass das Tamron nicht so gut sein soll, und beim filmen auch Geräusche machen könnte. Weiß nicht, was ich machen soll. Kann mir jemand helfen ? :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Airbus380, 16

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

:

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony NEX, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von alexbeckphoto, 33

Hab mich im Laden ''Saturn'' beraten lassen

Das würde ich schon mal als den ersten Fehler ansehen...

und sie meinten sie haben zur Zeit im Angebot die Kamera mit Tamron-Objektiv usw

Was auf gut Deutsch heisst: das ist es, was weg muss

Vorteil aber: es hat einen weiten Zoom.

Das ist kein Vorteil, sondern ein Nachteil. Denn das bedeutet schlechtere Qualität und geringere Lichtstärke.

Kommentar von ginamariee ,

Oh , Ok, dann weiß ich ja Bescheid :D

Expertenantwort
von judgehotfudge, Community-Experte für Kamera, 19

Hallo ginamariee,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl - und ganz besonders nicht auf die Verkäufer in den Elektromärkten.

Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen fotografischen Schwerpunkten und Ansprüchen passen, und die kennen wir nicht.

Auch wissen wir nicht, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dich für eine DSLR interessierst. Solltest Du in diesem Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme eventuell auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit Objektivwechseln zu plagen - und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt!), lässt Dich dort beraten und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität hat das Objektiv. Deshalb solltest Du auch das mit Bedacht auswählen, falls Du Dich für eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest. Am besten auch dies vor dem Kauf ausprobieren! Und vorher schon mal ein bisschen über Dinge wie Brennweite und Lichtstärke informieren.

In die Kategorie der Kameras mit Wechselobjektiven fallen auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht stören.

Hab mich im Laden ''Saturn'' beraten lassen

Du hast das falsche Wort in Anführungszeichen gesetzt. Richtig müsste es heißen: Hab mich im Laden Saturn "beraten" lassen. ;-)

hab auch gehört, dass das Tamron nicht so gut sein soll

Soso.... wer hat Dir das denn eingeflüstert? Tamron ist ein Objektiv-Spezialist und baut erstklassige Optiken. Aber natürlich gilt bei allen Herstellern: für 100 oder 200 Euro bekommt man keine Profi-Qualität.

Antwort
von torfmauke, 12

Mein Rat ist, das lichtstärkere Objektiv zu nehmen, auch wenn es (dadurch) etwas schwerer ist. Die Kitobjektive sind in der Regel sehr lichtschwach und würden Dir schnell missfallen, solltest Du Freude an der Fotografie haben. Mehr lässt sich aber bei der Informationslage leider nicht sagen.

Antwort
von prelude89, 33

Es gibt drei magischen Begriffe auf die jeder Fotografiebeginner wert legt.

DSLR
Zoom
Megapixel

Die Frage wozu kann leider keiner genau erklären.

Dann kommt die Lagerentscheidung. Also Canon oder Nikon. Weil Profis auch immer eins von beiden haben, wegen der Objektivauswahl und so.

Ja Profis mit Proficanon oder Profinikon und Profiobjektiven.

Und all das Wissen zusammen gibt dann die Kaufentscheidung zu einer Canikon für 600 € und einer 100€ Linse mit viel zoom. Dann geht es auf Bilderjagt im Automatikmodus und die ersten merken bereits, dass eine Digitalkamera seltsamerweise viel buntere Bilder kann als die neue DSLR und auch sonst dass das so garnicht ausschaut wie vom Fotografen.

Und nach einer kurzen Phase mit Bearbeitungssoftware liegt die DSLR letztendlich nach 6 Monate im Schrank und wird nicht mehr angerührt da man das Teil mit Monsterzoom auch nicht mehr im Urlaub mitschleppen mag. Die Fotos dort macht dann das Handy.

;o))

Kommentar von FoxundFixy ,

Gut erkannt

Kommentar von prelude89 ,

Mir selbst passiert und wie ich erfuhr den meisten anderen auch. ;o))

Ich hatte nur das Glück, dass ich für eins meiner DSLR-Fotos zufällig eine der ersten Sony Systemkameras gewann. Letztere hatte ich zuvor noch nie gesehen und hab gegoogelt und mich erstmalig mit Fotografie bewusst auseinander gesetzt. Auch über Objektivpreise und die Tatsache, dass an die NEX5 so ziemlich jedes Glas adaptierbar war, was es auf dem Markt gibt. Systemkameraforum sei Dank.

Das Resultat ist, meine DSLR mit Sigma 18-200 liegt mit wenigen hunderten Auslösungen immernoch im Schrank.

Kommentar von ginamariee ,

Hört sich ja nicht so gut an, aber ich träume halt schon seit Jahren von einer Spiegelreflex und will mir den Wunsch jetzt endlich mal erfüllen. Ich berichte dann, ob deine Vermutung war ist oder nicht :D

Kommentar von prelude89 ,

Lichtstarke Objektive sind das A und O für DSLRs genau das machten sie immer aus. Also kleine f-Zahl. Google mal nach Schärfentiefe, Bokey und Freistellen, dann weißt Du was ich meine.

Antwort
von mloeffler, 36

Tamron Ist ein Hersteller der Objektive aller Preisklassen für Kameras aller großen Hersteller anbietet. Genau wie bei Canon ist der Qualitätsunterschied zwischen den billigen Einsteigerobjektiven und den hochwertigen Optiken gigantisch. 

In der Regel wird bei einem Komplettangebot mit Objektiv nur ein sehr einfaches Objektiv dabei sein. Ich denke da kannst Du getrost zur billigeren Alternative greifen und die 100,- € die du sparst als Grundstock für Dein erstes hochwertiges Objektiv nehmen.

Antwort
von FoxundFixy, 21

Man kann sich bei Saturn "beraten " lassen? Der Witz war gut

Tamron soll nicht gut sein? Jede Firma hat gute und schlechte Objektive im Angebot auch Canon.

Einen großen Zoom empfinde ich nicht als Vorteil, solange es kein lichtstarkes (und teures) Objektiv ist.

Und Filmen bei einer Spiegelreflex wäre nicht gerade meine erste Wahl

Kommentar von ginamariee ,

Öhm ja ?..

Ja deswegen frag ich ja hier nach ^^

Ok?

Machen doch die meisten youtuber auch. (mit spiegelreflex)

Kommentar von FoxundFixy ,

Das ist alt ,viele sind auf die Canon Legria Mini umgestiegen

Antwort
von ecki2000, 29

Also ich habe nur normale Objektive und bin damit zufrieden.

Wenn du dem Volke erzählst, von was für Objektiven genau du sprichst, kann die vielleicht auch geholfen werden.

P.S. Was sind eigentlich unnormale Objektive?

Kommentar von ginamariee ,

Na ''normal'' also die Canon-Objektive. XD

Kommentar von ecki2000 ,

Hmm, bist du dir sicher, das ne Spiegelreflexkamera das richtige Werkzeug für dich ist? Dein Fachwissen, was zum Arbeiten mit einer DSLR einfach mal gebraucht wird, ist ja jetzt nicht sooooo riesig.

Canon, wie auch Tamron & Sigma hat ein paar Dutzend Objektive in Angebot. Sie sind mal Top, mal ganz okay, mal Schrott, aber normal sind sie alle. Als etwas unnormal könnte mal vielleicht noch die Tilt-Shift Objektive bezeichnen, hat aber Canon auch im Angebot.

Kommentar von ginamariee ,

Hab nicht umsonst geschrieben, das ich Anfänger bin. Wer lesen kann... ;)

Kommentar von ecki2000 ,

Ja lesen kann ich, aber du schreibst ja nichts. Und in deinen Kopf sehen kann ich nicht. Du fragst hier welches Objektiv besser ist, das Normale, oder doch lieber das Grüne? Und keiner hier kann dir darauf irgendne ne Antwort geben.

Damit dir hier irgendjemand ne vernünftige Antwort geben kann, brauchen wir hier die genaue Objektivbezeichnung deines normalen und deines unnormalen Objektives. Also z.B. Canon 18-55 / 3.5-5.6 IS STM

Antwort
von migebuff, 27

Solange du nicht sagst, welche Objektive du genau meinst, kann dir leider niemand helfen.

Kommentar von ginamariee ,

Da ich mich da noch nicht so gut auskenne, ist das eig. klar, das ich hier noch nicht alles so gut weiß, Ich weiß nur das die mir ein Tamron-Objektiv andrehen wollte, ich fand aber das von Canon besser. Allein schon irgendwie vom Gewicht her, aber sie meint das Tamron ist sehr gut und etc. und ich kenn mich da halt 0 aus bei Objektiven :D

Kommentar von migebuff ,

Tamron hat mit dem 17-50mm 2.8 VC ein sehr gutes Standartobjektiv im Angebot, dass jedem Kitobjektiv vorzuziehen wäre. Gleichzeitig gibt es aber auch Ramsch wie das 18-200mm.

http://www.tamron.eu/de/objektive/

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community