Frage von Tree12345, 48

Ist ein Tamponadestreifen nach dem Ziehen vom Weisheitszahn in der Wunde verblieben?

Vor ein paar Jahren (5 bis 6 Jahre) wurden bei mir alle 4 Weisheitszähne gezogen. Die unteren waren etwas entzündet und bei diesen wurden Tamponadestreifen (in Jod getränkt) in die Wunden gelegt. Den genauen Ablauf damals weiss ich nicht mehr, ob und wieviel diese gewechselt wurden, etc. Auf jeden Fall habe ich mir diese beim letzten mal noch selbst rausgeholt, dies war der Vorschlag des Zahnarztes, welchen ich rückblickend besser nicht angenommen hätte. Als ich die Tamponadestreifen gezogen habe, war ich zwar nicht 100% sicher restlos alles erwischt zu haben, jedoch konnte ich nichts mehr erblicken, grübeln brachte auch nichts, und da der Zahnarzt fand ich könne dies problemlos selber machen, ging ich davon aus, es müsste so gut sein. Einige Zeit, wenn auch nicht lange, danach fingen Beschwerden an welche ich lange nicht auf diesen Eingriff zurück führte. Hauptsächlich auf der linken Seite befinden sich diese, wo auch der stärker entzündete Zahn war. Es kamen Muskel Verspannungen, Herzpochen und vergrösserte Lymphknoten im linken Halsbereich auf, leichte Schmerzen und Knacken im Kiefergelenk, sowie Kopf- und Gesichtsschmerzen in diversen Variationen (auch vorallem links) und das Sehen von Punkten vorallem auf dem linken Auge, Abgeschagenheit, sowie weitere ähnliche Beschwerden. Die Beschwerden verändern sich, nehmen zu und ab, und halten bis heute an. Diverse Abklärungen, auch beim Hausarzt, etc. haben bislang nichts Brauchbares zu Tage gefördert, waren jedoch nie auf diesen Eingriff bezogen. Da ich vor kurzem etwas über vergessene Tupfer, Operationsbesteck, etc. las, und dort stand, dies werde häufig erst Jahre danach entdeckt und mache teilweise sogar gar keine Beschwerden, kam ich darauf, dass allenfalls bei mir ein Tamponadestreifen oder ein Teil davon zurück blieb. Jetzt meine Fragen: Ist es wirklich möglich, dass die oben beschriebenen Beschwerden von einem allenfalls zurückgebliebenen Tamponadestreifen stammen? Hätten sich diese verstärken müssen, oder müsste von aussen eine Veränderung sichtbar sein? Welches Vorgehen wäre gut um die Frage, ob da noch was drin ist, mit 100% Sicherheit zu beantworten? Wenn möglich natürlich ohne alles aufzuschneiden. Ausserdem möchte ich dies nicht bei meinem Zahnarzt und Hausarzt abklären, da ich eigentlich sehr zufrieden bin, und ich, da beide bereits sozusagen involviert, dies irgendwie unangenehm empfände. Am liebsten wäre mir sowieso ein richtiger Fachmann für so etwas. Das Internet habe ich schon komplett abgesucht, wirklich eine Antwort auf meine Fragen konnte ich aber nicht finden. Vielen herzlichen Dank für alle Antworten bereits im Voraus, vorallem für die, welche von Personen mit Fachkenntnissen stammen.

Antwort
von emily2001, 22

Hallo,

vor dem Ziehen der Fäden wird normalerweise die Tamponade ausgewechselt.

Das Röntgen der betreffenden Stelle, sowie ein großes Blutbild könnten Hinweise auf eine chronische Infektion geben.

Es könnte sich meines Erachtens um so was handeln:

https://de.wikipedia.org/wiki/Alveolitis\_sicca

Such dir einen guten ZA aus, der auch Oralchirurg ist.

Viele Zahnärzte wagen sich an Operationen heran, wofur sie eigentlch gar nicht geschult worden sind !!!

Ein Testen des trigeminus Nervs wäre auch vonnöten !

Wenn man sich die Weißheitszähne ziehen läßt, dann sollte man zumindest zu einem Oralchirurg gehen!

Persönlich habe ich die Dienste eines Mund-kiefer-Gesichtschirurgs vorgezogen, aufgrund einer Nervenbahn, welche, wenn sie verletzt oder durchtrennt worden wäre, zu einer Lähmung einer ganzen Gesichtshälfte geführt hätte.

Emmy



Antwort
von newcomer, 20

würde dir ein zahnmedizinisches Universitätskrankenhaus empfehlen. Wenn da noch was von der Tamponade sein sollte kann es mit Röntgen notfalls MRT angezeigt werden. Der Entzündungsherd ist auf alle Fälle sichtbar. Persönlich tippe ich aber nicht auf die Tamponade. Bei meiner Mutter waren ähnliche Probleme die du beschrieben hast. Damals hat sich heraus gestellt dass der Zahnarzt 2 Zahnwurzeln vergessen hatte und die hatten sich entzündet,
in der Nasennebenhöhle waren damals 14 cm³ Eiter.
Im Zahnarztklinikum Regensburg haben sie die Kunstfehler behoben und ab dieser OP ging es ihr spürbar aufwärts

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