Tagesgeldkonto mit stabiler %-Rate und ohne extra Steuerabgabe?

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1 Antwort

Zunächst ein paar Worte zum Tagesgeldkonto selbst.

Derzeit wirst Du eher niedrigere als die von Dir benannten Zinsen für Tagesgeldkonten am Markt antreffen.

Nicht ganz unwesentlich für die Bewertung ist der Anlagehorizont.

Da Du von einem Zinseszinseffekt sprichst, vermute ich einen längerfristigen Anlagehorizont.

Grundsätzlich ist es bei der Kapitalertragssteuer so, dass diese direkt vom Kreditinstitut an das Finanzamt abgeführt wird.

Hast Du dem Kreditinstitut einen Freistellungsauftrag erteilt, musst Du so lange keine Kapitalertragssteuer zahlen, wie der im Freistellungsaufrag benannte Betrag nicht überschritten wird.

Für Alleinstehende sind das max. 801 EUR/a.

Diese würden bei einer 1 % Verzinsung nur überschritten, wenn mehr als 80.100 EUR zu 1 % verzinst werden.

Sowohl den Anlagebetrag selbst als auch die Verzinsung vermute ich in deinem Fal als nicht gegeben.

Eine andere Diskussion ist bei längerfristigen Anlagen die Sinnfälligkeit von Tagesgeldkonten.

Aufgrund der Tatsache, dass die EZB die Leitzinsen auf 0 % gesetzt hat, machen festverzinste Anlageformen aus meiner Sicht nicht wirklich Sinn.

Ich habe mich schon seit mehr als 19 Jahren zur Investition in Sachwerte entschieden, soll heißen Aktienfonds und Aktien undhabe es bis heute trotz auf und ab an der Börse zu keiner Zeit bereut.

Mach doch mal folgendes Experiment: Nimm eine Tageszeitung, in der die Kurse von Aktienfonds veröffentlicht werden.

Jetzt nimm einen Dartpfeil und werfe diesenin Richtung Kurstabelle.

Der Pfeil wird irgend einen Aktienfonds treffen.

Von diesem Fonds versuchst Du neben dem aktuellen Kurs den Kurs vor 5 Jahren zu recherchieren.

Dann rechne das mal in prozentuale Wertentwicklung um.

Günter

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Kommentar von IkeBinZ
19.10.2016, 15:28

Erstmal vielen Dank für deine Antwort.

Derzeit wirst Du eher niedrigere als die von Dir benannten Zinsen für Tagesgeldkonten am Markt antreffen.

Nein, das sind die aktuellen. Die ersten 3 Monate als Lockangebot für 1,00~1,10% p.a. . Ab dem 4. Monat 0,30~0,35% p.a. Innerhalb Deutschlands. Innerhalb der EU sind es durchweg (abgesehen von Kursanpassungen) 0,70%~0,90% p.a. 

Da Du von einem Zinseszinseffekt sprichst, vermute ich einen längerfristigen Anlagehorizont.

Jain. Fonds oder andere langjährige Anlagemöglichkeiten soll es nicht ersetzen/verdrängen. Es soll lediglich schnell verfügbares Geld für Notfälle hier abgelegt werden.

Hast Du dem Kreditinstitut einen Freistellungsauftrag erteilt, musst Du so lange keine Kapitalertragssteuer zahlen, wie der im Freistellungsaufrag benannte Betrag nicht überschritten wird.

Für Alleinstehende sind das max. 801 EUR/a.

Bedeutet für mich: Ich kann einen Freistellungsauftrag beauftragen und meiner Bank erteilen und muss keine Steuern zahlen wenn ich unter 800€ Zinsen pro Jahr bleibe? Woher bekomme ich diesen 
Freistellungsauftrag und ist der auch bei europäischen Banken verwendbar?

Ich habe mich schon seit mehr als 19 Jahren zur Investition in Sachwerte entschieden, soll heißen Aktienfonds und Aktien und habe es bis heute trotz auf und ab an der Börse zu keiner Zeit bereut.

Möglichkeiten zur längerfristigen Anlage stehen als nächstes auf meiner Agenda. Das Tagesgeldkonto soll nur einen Teil des Geldes beherbergen damit es zumindest ein paar €uronen gibt, im Gegensatz zum Girokonto.

Schöne Veranschaulichung von deinem Beispiel, das probiere heute Abend mal aus.

IkeBinZ

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