Frage von Allegra1, 37

Tachomanipulation bei Autokauf?

Hallo Am 10.10.2016 kaufte ein Bekannter von mir bei einem Händler einen Opel Zafira OPC Bj. 2006 mit rund 78.000 km. Nach prüfung des Tachostandes mit der entsprechenden Software ob da auch nicht getrickst wurde einigten sie sich auf einen Kaufpreis von 6.000€. Anschließend Werkstattbesuch da kleine Mängel waren und neue Winterbereifung hat dort 1000€ für bezahlt . Da dort festgestellt wurde das der Turbo kaputt ist kam nun noch der Turbo mit 1000€ dazu. Egal war ja ein vermeintliches Schnäppchen .Am 21.10.2016 hatte er leider einen Wildunfall mit Totalschaden. Egal dachte er sich der Wagen hat ja einen höheren Wiederbeschaffungswert, also kein Problem und nun kommt es. Ein paar Tage später fragt die Versicherung an: ob den der Unfallschaden aus 2013 repariert wurde. Erste Schock das Auto hatte 2013 schon 150.000km runter.Weder der Unfallschaden noch der tatsächliche Km Stand war ihm bekannt.Vom Gutachter wurde ein Wert von 7000€ bemessen auf den Tachostand(210.000tkm) ermittelt. Um mir aber einen gleichwertigen Wagen mit ca 80.000 Km zu kaufen muss ich bedeutend mehr bezahlen. Auto zurück geben ?Geht das da ja nun Totalschaden. Bekommt er das Geld für die Reparaturen zurück. Hat er Anspruch auf den Wiederbeschaffungswert vom Händler zumindestens die Differenz. ER hätte das Auto mit der Km Leistung nie gekauft. Noch zu klären wäre ob die Dekra das Auto mit dem tatsächlichen km stand in die Restwertbörse gestellt hat oder den Tachostand. Woher nimmt die Versicherung die Laufleistung von 200.000tkm?

Antwort
von Kupferzupfer, 25

Hat Dein Freund eine Rechtsschutzversicherung?  Es dürfte nicht mal aussichtslos sein aufgrund der Kilometermanipulation den Kaufpreis und die Reparaturkosten zurückzuholen im Tausch gegen den Unfallwagen und das Kaskogeld für den Wildschaden einfach zu behalten, dann war der gedrehte Zafira ein echtes Schnäppchen

Kommentar von Allegra1 ,

Nein Leider keine RS.

Antwort
von Kamikaze2001, 21

Ich würde den Kaufvertrag anfechten. Dazu am besten einen Anwalt aufsuchen, im Idealfall hat man natürlich eine Rechtschutzversicherung dafür.
Die Laufleistung errechnet die Versicherung entweder oder kennt sie, weil sie den ja immer wieder mal abfragt.

Kommentar von Allegra1 ,

Auf welcher Grundlage errechnet die Versicherung die Laufleistung? Ich fahre z.B. gerade mal 10.000km p.a. Mein Mann 15.000km. Kenne Leute die fahren nicht mal 8Tkm weil zweitwagen.

Kommentar von Kamikaze2001 ,

Bei dir/euch mag das ja so sein. Aber wenn der Wagen ja scheinbar schon vor Monaten 150t Km runter hatte und der damalige Besitzer 50t Km Laufleistung pro Jahr angegeben hatte, dann kann es sein das die von einer ganz anderen Laufleistung ausgehen.
Also so würde ich mir das nun erklären...

Antwort
von Tronje2, 17

Dein Bekannter ist auf einen Betrüger reingefallen.

Diese Sorte hat sehr zugenommen, weil die digitalen Tachos leicht gefälscht werden können.

Nur die Autowerkstätten können in die Software rein in der der reguläre KM-Stand angezeigt wird.

Dein Bekannter kann mal versuchen den Verkäufer zu finden und ihn mit der Sachlage konfrontieren. Es wird nur ein Achselzucken  als Anwort bekommen.

Er sollte in jedem Fall eine Anzeige erstatten, er hat ja gerichtssichere Beweise, denn das sieht nach einem Dauerbetrug aus.

Ansonsten einen Anwalt beauftragen. Rechtsschutzversicherung???  MfG

Kommentar von Allegra1 ,

Man denkt ja bei einem offizellen Autohandel geht alles in Ordnung.

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