Frage von lavsixxterr, 126

Tabletten überdosis :/ ?

Hallo :) Ich war gestern nicht ganz bei der Sache und habe mich mit meinem Freund sehr heftig gestritten. In aller Verzweifeung habe ich etwas sehr dummes getan. Ich habe so cirka 11 - 12 Paracetamol Tabletten nacheinander geschluckt. Gestern habe ich noch nichts gemerkt, da ging es mir blendend. Doch heute morgen als ich aufgewacht bin, ging es mir irgendwie komisch.

Ich habe so ein lautes Piepen und Druck in den Ohren und mir ist schlecht und schwindelig. Ich kann fast nichts hoeren. Ich mache mir langsam etwas Sorgen dass ich da irgendwas mit meinen Ohren gemacht habe. Ich habe gestern ja keine Laute Musik oder irgendetwas gehoert.

Haben die Schmerzen und der Druck irgenetwas mit dem Vorfall gestern zu tun? Wenn ja, was kann jetzt noch passieren? Ich sitze in der Schule und habe echt Angst dass irgendwer etwas merkt, denn ich kann ja fast nichts hoeren.

Danke im Vorraus :)

Antwort
von DifferentWorld5, 99

Geh ins Krankenhaus aber sofort!

Wird ein Suizidversuch mit Paracetamol rechtzeitig entdeckt, sind die
Chancen auf Rettung ausgesprochen gut: Von den 4200 Fällen ging nach
Angaben der Giftinformationszentren nur einer tödlich aus. Ein Grund:
Die Vergiftung ist gut zu behandeln, wenn sie früh genug entdeckt wird.
Als Antidot steht N-Acetylcystein zur Verfügung. Die auch als
Hustenlöser bekannte Substanz wird hoch dosiert als Infusion
verabreicht. Einen Hinweis auf eine Vergiftung mit Paracetamol liefert
auch der Verlauf. Innerhalb der ersten 24 Stunden nach Tabletteneinnahme
sind die Symptome noch eher unauffällig: Übelkeit, Erbrechen, Blässe
und Oberbauchbeschwerden treten auf. Danach aber steigen die Leberwerte
typischerweise an, während die Gerinnungsfaktoren abfallen. Der Grund
dafür ist die Schädigung der Leber. Ein Abbauprodukt des Paracetamols,
das N-Acetyl-p-benzochinonimin, kann nicht mehr entgiftet werden, da die
Glutathionspeicher aufgebraucht sind. Statt an das unschädliche
Glutathion bindet der Metabolit nun an Proteine der Leberzellen,
woraufhin diese absterben. Klinisch äußert sich das in Symptomen wie
Gelbsucht, Unterzuckerung und gesteigerter Blutungsneigung. Nach etwa
fünf Tagen kommt es zu Krämpfen, Kollaps, Koma und schließlich zum Tod

Kommentar von passaufdichauf ,

Hier die Quelle, wenn du schon zitierst:

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=6126

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