Frage von Pacaveli7, 90

SYRIEN:Warum greift keiner ein um den Krieg zu beenden?

Versuchen tut Europa es schließlich mit Luftangriffen, aber es sterben dort größtenteils Zivilisten. Wieso greift die Türkei, der Iran, die USA etc. nicht ein? Und wie steht Russland zum Krieg. Habe seit dem Jahr 2014 den Überblick über den Krieg in Syrien verloren.

Antwort
von nastaritianer, 60

Was willst du machen? Ne 'Lösung' von außen führt meistens zu nur noch mehr Toten. Beispiel währe z.B. Iran oder Vietnam.

Antwort
von Skeeve1, 32

Die Russen halten ihre schützende Hand über Assad, weil sie ihre Basen nicht verlieren wollen. Damit kann der fröhlich weiter morden und foltern, sowas interessiert Russland nicht. Im Gegenteil, die Flüchtlingsströme destabilisieren Europa, und das ist etwas, was Putin sehr gut gebrauchen kann. 

Wenn jetzt die Nato zu sehr gegen Assad vorgeht, riskieren sie bewaffnete Kämpfe mit den Russen, und das will keiner, denn gerade bei dem größenwahnsinnigen Putin kann sowas sehr schnell eskalieren.

Dann mischt noch der IS mit, und die Türkei ist dem IS durchaus gewogen, zumindest waren sie es bevor die Bematschten vom IS in der Türkei Terroranschläge verübten. Terroristen vom IS wurden z.B. in türkischen Krankenhäusern versorgt. Daß die Kurden in Syrien gewaltig unter Druck geraten sind ist ein weiterer Grund für die militärische Zurückhaltung der Türkei, denn Sultan Erdowahn fürchtet einen Kurdenstaat wie der Teufel das Weihwasser, und wenn die Kurden in Syrien vernichtend geschlagen werden ist das ganz im Sinne des sympatischen türkischen Diktator-Azubi.

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Mit der Realität haben sie es nicht so oder? Ihr erster Absatz ist einfach fürchterlich falsch. Vom 2ten mal ganz abgesehen.

Kommentar von JBEZorg ,

Liebe Grüsse in dein Paralleluniversum, in dem alles genau umgekehrt ist.

Antwort
von JBEZorg, 48

1.Die weltpolitische Lage ist so, dass viele beteiligte Parteien lieber patt stehen(USA/NATO) oder nicht in der Lage sind zur Zeit aktiv einzugreifen(Türkei, Saudi Arabien). Die Amis haben genug Probleme zu Hause, die Wahlen stehen an usw. Die Türken und die Saudis können sich nur verbal übernehmen. Iran sieht zur Zeit für sich keinen gesicherten Vorteil und wollte grundsätzlich das Aufsatteln der Türken und/oder Saudis in der Region verhindern.

2.Russland macht weiter wie bisher und unterstützt syrische Truppen aus der Luft im Krieg gegen die Islamisten. Aber Russland hat von Anfang an den Bodentruppeneinsatz ausgeschlossen um nicht in einen fremden Konflikt zu geraten. Das wurde Assad auch so zugetragen. Den Bodeneinsatz muss er aus eigener Kraft stemmen. Tut er auch.

3. Erst vor wenigen Wochen haben wohl die Islamisten wieder mal eine Tranche Geld und Waffen bekommen(wahrscheinlich aus üblichen Quellen: Türkei und Saudis) und haben ein Gegenoffensive gestartet, die zur Zeit gestoppt ist. Aber es ist eben keine leichter Sieg für keine Seite und es wird keiner werden.

Kommentar von Checkmate81 ,

Toll, wie die Russische Luftwaffe die Offensive gestoppt hat. Ach, haben sie gar nicht, die Offensive der Rebellen war ein voller Erfolg.

Kommentar von JBEZorg ,

Jetzt hast du dich geoutet, mein Lieber. Wenn für dich Islamsten "Rebellen" sind, dann wissen wir ja wo du stehst.

Und die Offensive ist mäctig schiefgegangen, aber das darf jemand aus dem Westen garnicht wissen, nicht wahr?

Antwort
von zetra, 34

Die Interessenlagen sind unterschiedlich.

1. Die Russen wollen ihren Stützpunkt erhalten, es ist der eine  Flottenstützpunkt den sie am Mittelmeer haben.

2. Die USA ist mit dem derzeitigen Zustand zufrieden, es werden Waffen  gebraucht, die ihr täglich Brot sind.

3. Um der Sache Herr zu werden, müssten Bodentruppen eingesetzt werden  davor scheuen sich alle beteiligten Akteure, keiner will den Aufschrei seiner  Bevölkerung in kauf nehmen, wenn massenweise Särge heim geführt  werden.

4. Somit bleibt es wie es ist, ein hin und her, aber ohne absehbares Ende. Das  wissen die Politiker genau so, allerdings sagen sie es nicht öffentlich.

5. Wo die Bevölkerung dabei bleibt ist zweitrangig, die Politik ist ein  heuchlerisches Geschäft.

Antwort
von Ortogonn, 49

Dort ist nichts zu holen. Traurig aber wahr.

Siehe bspw. auch die Jugoslawienkriege. Da ist auch kaum was / nichts gemacht worden.

Ganz anders sah's aus, als Saddam in Kuweit war. Da haben's alle gejammert, wie schlimm das doch wäre (und dabei aber nur an das Schlimme für sich selbst bzgl. des Öls gedacht)

Money makes the world go round ... :(

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