Frage von roromoloko, 180

Syrien - Zukunft mit Assad?

Assad ist kompromisslos und auch Russland ist auf seiner Seite. Es sieht nicht so aus als würde er noch gehen. Aber wie soll die Zukunft in Syrien aussehen? Wird Assad weiterhin Diktator oder wird er an einer Übergangsregierung teilnehmen?

Antwort
von voayager, 100

Hier wurde schon erwähnt, dass Syrien ein Flickenteppich ist. Da es gar zu unterschiedliche Kräfte gibt, die aufeinander einwirken, ist es sehr schwer einzuschätzen, wie es mit diesem Land weitergehen wird. Beim Parallelogramm der Kräfte hat man es meist mit 2 oder höchstens 3 Vektoren zu tun, hier aber sind es mehr als drei, kommt hinzu, dass diese "Vektoren" nicht wirklich in ihrer Stärke einzuschätzen sind. 

Kommentar von roromoloko ,

Es wird ja momentan über eine Übergangsregierung diskutiert. Meine Frage lautet also, ob Sie es sich vorstellen können, dass Assad an der Übergangsregierung teilnimmt oder sogar weiterhin der Staatsoberhaupt bleibt?

Kommentar von voayager ,

Ich vermute mal, dass sich Assaf vorerst noch halten kann, wenn auch nur für einen Teil des Landes. Es gibt oppositionelle Kräfte, die der Al Quaida nahe stehen, daher keine Alternative für den Staatspräsidenten sein können. Dann muß sich noch zeigen, wie die einzlenen Oppositionsgruppen zueinander stehen, nur gegen Assad zu sein, egibt keine konstruktive Lösung, siehe Irak, siehe Libyen. Weil das m.E. alles vorerst nicht wirklich überschaubar zu sein scheint, ist eine Prognose mittelfristig und erst recht nicht langfristig möglich.

Kommentar von roromoloko ,

Danke für die Antwort. Also muss abgewartet werden oder glauben Sie, dass es jetzt schon mal Maßnahmen ergriffen werden müssen. Meiner Meinung nach ist der Waffenstillstand ein wichtiger Schritt.. Aber gibt es politische Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden müssen?

Kommentar von voayager ,

Es gibt ja Verhandlungsgespräche, mehr ist z.Z. nicht möglich. Es wird sich noch herausstellen, ob die Verhadlungsteilnehmer guten Willens sind.

Antwort
von Nunuhueper, 45

Jeder Regierungschef würde so handeln, wie es Assad tat.

Erdogan ist auch nicht zimperlich, wenn er angegriffen wird.

In Zeiten des Terrors muss er bekämpft werden, das geht nicht mit Zureden. Die Terroristen sind Staatsgegner und setzen sich an keinen Verhandlungstisch. Mit Boykott, Abschottung und Lügen arbeiten sie.

Assad hat viele Syrer hinter sich, die ihn unterstützen.

Nur durch Wahlen mit allen Parteien/Ethnien, einschließlich der Baath-Partei, kann es eine Zukunft für Syrien geben.

Kommentar von TatyanaIgor ,

Wie schnell hast du vergessen, dass Assad sein eigenes Volk getötet hat. Chemiewaffen, Luftbombardierungen durch rissche Armee,... Deswegen haben wir eine Flüchtlingskrise! 

Bist einfach unmenschlich.

Kommentar von SowjetSocialist ,

Shut up Troll das Chaos begann 53 im Iran 

Kommentar von Nunuhueper ,

Al Nusra und die angeblich von Assad eingesetzten Chemiewaffen:

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1492

Antwort
von HansH41, 84

Ich war mehrmals in Syrien, als Vater und Sohn Assad uneingeschränkt geherrscht haben. Da war Syrien ein ordentliches Land, in dem man leben konnte, wenn man die Verhältnisse akzeptierte. Und die Frauen hatten Rechte und keine Kopftücher.

Jetzt ist ein Chaos entstanden. Warum? Konnte man das Land nicht in Ruhe lassen? Eine Demokratie nach westlicher (US-amerikanischer) Vorstellung wird Syrien nie, genau so wenig wie Afghanistan, Irak, Kuweit, Ägypten, Tunesien usw.

Zu deiner Frage: Am besten wäre eine Regierung unter Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen ohne Rücksichtnahme auf deren Religion. Religion bringt nur Übel, das haben wir gesehen.

Kommentar von roromoloko ,

Danke für die Antwort. Und sollte Assad an dieser Regierung teilnehmen? Sollte er vielleicht sogar die Garantie bekommen daran teilzunehmen, damit Kompromisse zwischen ihm und den Oppositionellen erreicht wird?

Kommentar von HansH41 ,

Ja auf beide Fragen.

Kommentar von Nunuhueper ,

Die Einbeziehung aller Ethnien unter einer Regierung -das gelang ja Assad. Nur wenn einige Ethnien revoltieren, was dann?

Tito konnte das. Nach ihm kam das Chaos. 

Antwort
von Nunuhueper, 54

Ja, nur mit einer demokratisch gewählten Regierung.

Wir sollten kein Interesse an einer Aufteilung Syriens haben, daher sollten wir die Syrer nicht bei uns integrieren und ihnen einen deutschen Pass geben, sondern ihnen helfen, ihr Land wieder aufzubauen.

Kommentar von roromoloko ,

Wieso sei es schlecht Syrien aufzuteilen?

Kommentar von Nunuhueper ,

Denk mal nach. Deutschland wurde auch mal aufgeteilt. Von der Kleinstaaterei zur EU....

"Gemeinsam sind wir stark"--- das ist nicht nur eine Floskel

Antwort
von hummel3, 59

Ich stelle zum Nachdenken die Gegenfrage:

Syrien - Zukunft ohne Assad?

Ich glaube kaum, denn das Land ist inzwischen religiös-ideologisch so gespalten, dass nur eine sehr starke Hand, wenn überhaupt noch einmal möglich, das Land zusammenhalten könnte. Ich wüsste dazu keine führungsstarke Persönlichkeit, ähnlich Assad. welcher ich zutrauen würde diese Mammutaufgabe zu lösen.  

Sicher, Assad hat durch den Bürgerkrieg inzwischen auch viel Blut an seinen Händen. Aber denken wir zurück. Unter seinen straffen Führung haben immerhin viele Glaubensgruppen relativ lange relativ friedlich unter einem "Staatsdach" zusammen gelebt. 

Ich kann mir schwer vorstellen, dass dieser Zustand in absehbarer Zeit je wieder erreicht werden könnte. Heute  wütet dort der Islam mit allen seinen überwiegend gewaltbereiten Schattierungen und Vertretern. Damit ist auch eine demokratische Einigung auf einen gemeinsamen Führer oder eine gemeinsame zukünftige Regierung welche das Land wieder in "ruhigeres Fahrwasser" führen könnte, absolut illusorisch.   

Kommentar von roromoloko ,

Also sollten die Rebellen sich damit zufrieden geben, dass Assad weiterhin Staatsoberhaupt ist. Würden Sie jemanden als Staatsoberhaupt zulassen, wenn er einige deiner Familienangehörigen getötet hat?

Kommentar von Nunuhueper ,

Assad hat keinen getötet, FS.

 Du fragst ja auch nicht, wen die Rebellen getötet haben. Die Blutrache ist bei uns verpönt.

Antwort
von marylinjackson, 62

Es wäre völkerrechtswidrig, wenn man Assad bei Verhandlungen ausschließt.

Assad ist doch der rechtmäßíge  syrische Staatsmann. Unter ihm wurden  keine Ethnien aus religiösem Grund verfolgt, es gab bis 2011 kaum Flüchtlinge, die aus Syrien wegen Assad zu uns wollten. 

In einem quasi Stellvertreterkrieg seit 2011 kämpft der Westen mit dem Osten um die Vorherrschaft in Syrien, weil der Westen gegen Assad, der Osten für Assad ist.

Bis 2011 wurde in den Medien nichts Negatives über ihn gemeldet.

Der "Arabische Frühling" war nur ein willkommener Anlass, diesen Stellvertreterkrieg ausbrechen zu lassen, getarnt als Bürgerkrieg, denn sofort war die Opposition mit fremden Waffen versorgt..

Was in der gleichen Zeit in Bahrein passierte, war ähnlich, jedoch schaute man dort nicht mehr hin:

aus Wiki:

In den Protesten vom März 2011 demonstrierte die schiitische Opposition Bahreins gegen die sunnitische Regierung. Diese ersuchte Saudi-Arabien um Hilfe, das etwa 1000 Soldaten und 500 Polizisten entsandte. Der Iran protestierte scharf dagegen.

Doch darüber regte sich keiner auf.

Antwort
von 1988Ritter, 87

Assad ist kein Diktator.

Stelen wir das Ammenmärchen doch mal richtig.

Die syrischen Machthaber sind vergleichbar mit europäischen Adelshäuser. Dieser Anspruch leitet sich zudem aus der Religion ab. 

Das Königshaus in Syrien ist der Glaubensgruppe der Alawiten zu zu ordnen. (Bitte nicht verwechseln mit Aleviten). Die Alawiten leiten ihren Anspruch auf die Landesführung aus der Erbfolge Mohammeds ab.

Die Alawiten sind zudem im Glauben verwandt mit den Schiiten.

Und nun kommen wir dem Rätsel mal langsam näher.

Die Sunniten, als erklärte Feinde der Schiiten, haben die Religionsfreiheit der Alawiten dazu genutzt, sunnitische Einwanderer in Syrein zu etablieren, und zwar in einer Bevölkerungsstärke, dass die sunnitischen Einwanderer Regierungsansprüche gestellt haben.

Aus den Ansprüchen der Sunniten ist sodann der Bürgerkrieg entstanden.

Warum sollte man also jetzt den Anspruch der Assad-Familie in Zweifel ziehen ?

Das wäre ja vergleichbar damit, dass den Türken Visafreiheit gewährt wird, diese dann in Deutschland eine neue Heimat begründen, und dann aufgrund einer Bevölkerungsanzahl das deutsche Kalifat begründen.

Kommentar von roromoloko ,

Das sind letztendlich alles sunnitische Syrier und sie haben ein Recht darauf an der Poltik teilzunehmen. Zudem haben die Alewiten Vorteile genossen und der Großteil der Bevölkerung wünschte sich mehr Freiheiten. UND DAS IST IHR RECHT. Assad hat aber gegen sein Volk Fassbomben und Chemiewaffen benutzt und ist somit ein Kriegsverbrecher! Theoretisch ist er der Staatspräsident, dennoch ähnelt sein Verhalten eher das eines Diktators. Wenn sie so denken, dass es die Ansprüche der Adelshäuser sind, dann sollte wohl heute noch der Adel in Europa herrschen !? Auf die Zukunft mit Assad sind Sie gar nicht eingegangen. Das war ja meine Frage.

Kommentar von 1988Ritter ,

Die Frage beantwortet sich durch meine Antwort von selbst.

Assad oder seine Familie wird in Syrien Herrscher bleiben.

Sunniten sind Einwanderer in Syrien.

Andere Bevölkerungsteile, Drusen, Christen, Schiiten, Alawiten halten doch an Assad fest.

Es sind die Sunniten die den Bürgerkrieg zu verantworten haben. Sie sind die Verbrecher. Sie haben das Land unterwandert und stellen unrechtmässige Ansprüche.

Kommentar von atzef ,

Widerliche Beschönigung eines Völkermordregimes! Bäh...

Kommentar von marylinjackson ,

Du solltest ähnliches Geschehen zur gleichen Zeit in Bahrein berücksichtigen: Schiiten wurden 2011 von Sunniten bekämpft.

Es ist widerlich, dass immer nur einseitig etwas verabscheut wird.

aus Wiki:

In den Protesten vom März 2011 demonstrierte die schiitische Opposition Bahreins gegen die sunnitische Regierung. Diese ersuchte Saudi-Arabien um Hilfe, das etwa 1000 Soldaten und 500 Polizisten entsandte. Der Iran protestierte scharf dagegen.

Kommentar von atzef ,

Woher hast du dir denn diesen Quatsch zusammengelutscht? Lies erstmal das Wiki-Stichwort zu Syrien...:-)

Kommentar von Nunuhueper ,

Wiki hat nur Assad-Gegner-Sprüche gesammelt wie "Assad muss weg" , selbst die Chemiewaffen-Anwendung werden ihm untergejubelt. 

Al Nusra aber war durchaus in der Lagen Giftgasbomben abzufeuern:

http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1492

Die Bewaffnung der "friedlichen"Opposition erfolgte so schnell, weil die radikalen sunnitischen Scheichs ihnen die Waffen gegen ihren Erzfeind Assad lieferten.

Und wer noch immer nicht versteht, dass es syrische Alaviten  und nicht Aleviten sind, sollte hier still bleiben.

Kommentar von semaram ,

Soll das ein Scherz sein? Die Sunniten in Syrien bilden 75% der Bevölkerung und du stellst sie hier als unrechtmäßige Fremdkörper dar? Hör auf die Tatsachen zu verdrehen, Syrien ist eine Minderheite- Diktatur und die Alawiten sind eine privilegierte Gruppe in Syrien, die Ursache dafür geht bereits auf die französischen Kolonialisten zurück. Syrien gehört den Sunniten, zu sagen Syrien solle unter alawitischer Herrschaft stehen ist so ähnlich wie zu sagen Muslime sollen Deutschland regieren und alle Schlüsselpositionen besetzen.

Kommentar von marylinjackson ,

Auch Dir, semaram, sage ich, dass es nicht auf die Mehrheit im Volk ankommt, wer die Macht im Land hat.

Bahrein wird überwiegend von Schiiten bewohnt, dennoch griff das sunnitische Minderheiten-Regime hart gegen seine Bevölkerung durch:

In den Protesten vom März 2011 demonstrierte die schiitische Opposition gegen die sunnitische Regierung. Diese ersuchte Saudi-Arabien um Hilfe, das etwa 1000 Soldaten und 500 Polizisten entsandte. 

Kommentar von Nunuhueper ,

Semaram, es ist bitterer Ernst. 

Fremdkörper sind doch wir in Syrien, wir haben dort nichts zu suchen. Der heilige muslimische Boden wird von den fundamentalistischen Islamisten verteidigt und von allen Ungläubigen gesäubert werden, wie zuvor in Afghanistan.

Die Alawiten werden keinesfalls von uns privilegiert, eher sind es die reichen Öl-Scheichs in Saudi-Arabien.

Wer in Syrien privilegiert wird, sollte uns nichts angehen. Syrien ist ein souveräner Staat, der sich dagegen wehrt, dass sich der Westen in seine inneren Angelegenheiten gemischt hat.

 Und wenn es einen moderaten Islam jemals geben sollte, dann  nur unter der Regierung von Assad.

Wir sollten in Syrien genau so wenig was zu sagen haben, wie wir es von den aus Syrien kommenden muslimischen Flüchtlinge bei uns voraussetzen.

Kommentar von roromoloko ,

Würde Assad nicht von Russland oder dem Iran unterstützt werden, würde er ganz bestimmt nicht noch an der Macht sein...

Kommentar von marylinjackson ,

Assad bekämpft Terror.

Das ist auch in Ordnung. Terror im eigenen Staat duldet keine Regierung auf der ganzen Welt, auch nicht Russland und der Iran.

Was also spricht dagegen, wenn sich endlich alle an einen Tisch  setzen und verhandeln?

Kommentar von earnest ,

Aber sicher ist Assad ein Diktator, auch wenn er eine nettere Frau hat als die meisten Diktatoren.

Antwort
von atzef, 73

Assad ist Geschichte.

Eine weitergehende politische Lösung wird es mit ihm nicht geben. Über kurz oder lang wird er vielmehr das Bauernopfer geben (müssen).

Syrien ist ein Flickenteppich und unterteilt sich grob in die vom Assad-Regime kontrollierten Gebiete, die vom IS und die Territorien, die die syrischen Oppositionskräfte beherrschen.

Das Assad-Regime wird mittelfristig finanziell ausbluten und auch den Russen auf Dauer zu teuer werden. Das  wird auch innerhalb des Assad-Lagers zur nötigen "Bereitschaft" führen, konstruktiv über politische Lösungen ohne Assad nachzudenken ud sich aktiv an ihnen zu beteiligen...:-)


Kommentar von roromoloko ,

Danke für die schöne Antwort :) Ich denke nur nach wann das geschehen soll? Syrien braucht ja endlich eine Lösungen und mit dieser Einstellung ( "Syrien ohne Assad" ) wird es nicht zu Kompromissen kommen.. Es ist also an der Zeit über die jetztige Übergangsregierung und den jetztigen Präsidenten zu diskutieren. Ich denke, dass der Weg ohne Assad für die nächste Zeit nicht möglich ist, zumal Russland, ein wichtiges UN Mitglied, momentan Rebellen Stützpunkte angreift.

Kommentar von atzef ,

Momentan herrscht doch eigentlich Waffenstillstand und die armen Russen haben aus Geldmangel doch schon einen Großteil ihrer Luftstreitkräfte abgezogen.

Ich denke, die syrische Opposition wird niemals mit Assad verhandeln. Ich meine auch schon einmal aufgeschnappt zu haben, dass Assad selber seinen Posten angeboten hat, wenn es denn einer dauerhaft friedlichen Prozesslösung förderlich wäre...

Mit Assad wird es jedenfalls keinen Lösungsprozess geben. Der muss erstmal weg. Passiert das nicht, werden sich im Assad-Lager Kräfte und Wege finden, ihn zu entsorgen...:-)

Kommentar von atzef ,

Mein persönlicher Lösungsansatz wäre ohnehin ein grundsätzlich ganz anderer...

Ich würde Syrien verständiger wie das nach der Grenzziehung nach dem Ende der türkischen Kolonisierung Syriens geschehen ist in "Befriedugszonen" einteilen und diese Garantiemächten mit Polizei- und Militärhoheit zuordnen, also ähnlich verfahren wie nach 45 in Deutschland.

Die Russen bekämen dann die Polizeigewalt im Territorium des Assad-Regimes, die USA und die EU in anderen Teilen.

Das setzt natürlich erstmal die Vernichtung des IS voraus.

Diese drei oder meinetwegen auch mehr Zonen bilden dann einen Zonenrat und wahren über den erstmal die territoriale Integrität Syriens. Perspektivisch ermöglicht dieser Ansatz aber auch die Entstehung neuer Teilstaaten...

Kommentar von roromoloko ,

Also denken Sie damit auch, dass es keine Friedensverhandlungen geben kann mit Assad? Muss also abgewartet werden bis er geht? Jeder Tag bringt Tote mit sich, abwarten wäre da wohl einer der schlechtesten Lösungen, wie ich denke..

Kommentar von roromoloko ,

Und wie soll diese Grenzziehung ermöglicht werden? Besitzt die NATO oder UNO dazu Möglichkeiten? Dann würde also doch Assad seine "Mini-Diktatur" erlangen oder?

Kommentar von atzef ,

Tun wir so, als ob der IS militärisch vernichtet worden wäre - das ist sicher die Vorbedigung - dann verliefe die grenzen im Wesetlichen entlang der jetzigen Waffenstillstanndsgrenzen.

Im Detail mag man sich dann dabei auf praktikablere Grenzverläufe verständigen.

Die Assad-Diktatur müsste sich dann eben mit der russischen Zonenhoheit arrangieren... Da wäre dann die Frage, ob die mit Assads Folterknechten kumpeln oder die an die rechtsstaatliche Kandarre nehmen...

Der Tenor ist doch, dass auch Assad von der Bevölkerung in den von ihm kontrollierten gebieten unterstützt wird...

Zumidest wäre aber so erstmal der Bürgerkrieg beendet und die einzelnen teile könnte dann in normaler Konkurrenz um bessere politische, wirtschaftliche und soziale Lösungen friedlich ringen.

Damit wären auch stabile Rahmenbedingungenn für eine Rückkehr der Flüchtlinge geschaffen...

Kommentar von atzef ,

Na ja, zur Zeit herrscht ja Waffenstillstad. Insofern hat sich die Lage ja schon etwas beruhigt und stabilisiert und es wird zumindest viel seltener gestorben...

Kommentar von marylinjackson ,

"Es ist immer gut mit eines fremden Mannes Ar sch durchs Fegefeuer fahren"

der alte Spruch passt doch haargenau auf diese Diskussion von Außenstehenden.

Es sollten nur die Syrer selbst entscheiden, was aus ihrem Land wird. Das Zerstückeln a la Kononialherrschaft brachte doch nichts ein! Kossovo-Krieg, Krieg in Libyen und Irak-alles Länder, die nach dem Krieg zerstückelt wurden.

Vor allem, wer soll bloß Syrien wieder aufbauen, seine Bürger sind doch alle bei uns.

Kommentar von roromoloko ,

Sollen nur vorläufige Grenzen gezogen werden oder sogar Staatsgrenzen?

Kommentar von atzef ,

In dieser region sind die aktuell gültigen Staatsgrenzen willkürlich durch die ehemaligen Kolonialmächte ohne jedwede Rücksichten auf natioale Zusammengehörigkeiten gezogen worden.

Insofern wäre tatsächlich u.a. auch mit allen Beteiligten darüber zu diskutieren, ob man nicht grundsätzlich auch neue Staatsgrenzen mit Selbstbestimmungsrecht für nationale Bevölkerungen errichtet.

Gerade dari könnte eine Lösung liegen für dauerhaft friedlichere Verhältnisse.

In der Hinsicht würde ich keine Denkverbote und Tabus aufstellen...

Kommentar von Nunuhueper ,

Man kann Ethnien zwar durch Grenzziehungen trennen, doch befriedigen lassen Sie sich dadurch nicht.

Die betroffennen  Menschen selbst müssen friedlich sein.

Kommentar von atzef ,

Die sollen auch nicht "befriedigt" werden, sondern befriedet! :-) Ansonsten sind die zerfallene Sowjetunion und das zerfallene Jugoslawien sehr wohl gute Bsps. dafür, dass man mit der Zubilligung von Eigenstaatlichkeit zwangsweise unter ein Staatsdach gepferchte natioale Minderheiten sehr wohl Situationen entspannen und befrieden kann.

Kommentar von marylinjackson ,

 Mal einen Anschlag auf Assad verüben, das meinst Du wohl?

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