Symptome - unnormal, wer bestimmt das?

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2 Antworten

Erstmal unterteilt kein guter Psychiater in "normal" und "unnormal". Psychiater, von denen ich bereits gehört habe oder der, zu dem ich selber gehe wegen ADHS, diese bemühen sich, nicht von einer Störung zu sprechen, wenn sie mit den Betroffenen sprechen.

Bestimmte Normen lassen sich von der Beobachtung einer Menschenmasse herleiten. Vereinfacht gesagt gilt:

Man beobachtet eine Million Menschen und keiner von ihnen hat einen Mord während der Beobachtung begangen. Es ist also "normal" keinen Mord zu begehen, weil der Großteil der Menschen ein solches Verhalten nicht an den Tag legt. Wenn einer nun einen Mord begeht, dann ist dieses Verhalten "nicht normal", eben weil dieser eine Mensch sich aus der großen Masse mit seinem Verhalten abhebt.

Ich hoffe dieses Beispiel kann es dir etwas verwirklichen, aber setzen wir mal ein anderes Verhalten ein:

Menschen sind soziale Lebewesen, welche in Gemeinschaften leben. Menschen haben Freunde. Ein Mensch, der nun jeglichen sozialen Kontakt ablehnt, dieser fällt auf, weil er sich anders verhält als die breite Masse.

Und es werden immer Verhaltensweisen als "anormal" benannt, wenn diese von dem Verhalten der Masse abweichen.

Um eben zu verhindern, dass man eine psychische Erkrankung für eine Charaktereigenschaft diagnostiziert bekommt, werden psychische Erkrankungen eingegrenzt, sodass eine Reihe von Faktoren existieren muss, um von einer Erkrankung zu sprechen.

Nicht jeder der mal einen schlechten Tag hat, ist gleich depressiv. Für eine Depression gibt es eine Reihe von Symptomen, von denen viele erfüllt sein müssen, bevor man von einer Erkrankung spricht.

Ich hoffe das konnte dir helfen

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Kommentar von DrakonBukana
09.07.2016, 11:12

Hey, danke sehr für Deine Gedankenteilnahme. Kein guter Psychiater, aber ich bin mir sicher, dass es einige gibt, die es doch tun. Auf Dein Beispiel zugreifend, wer hat den diese Million ausgesucht? Abgesehen davon sind eine Million z.b. gar nichts im Vergleich zu der Welt. Es heißt ja auch das jeder 7. oder 10. ein Psychopath sei. Da ist es nicht weit hergerührt zu sagen, dass jeder 15. jemanden umbringen könnte/würde/will. Deshalb kann man es doch nicht an der "Norm" festlegen. Dieser sozial zurückgezogene Mensch fällt nur unter einem Lebendigen Umfeld auf, ansonsten wäre sein verhalten normal. Und das der anderen "anormal". Leider werden heutzutage schnell mit irgendwelchen Diagnosen rumgeworfen.Jemand mit einem Leistungsknick und introvertiertem Charakter wird zu schnell Depression zugeschoben. Ein Grund weiter, diese ganze "Normregel" zu hinterfragen. Aber danke schon mal.

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Sobald die Person sich selbst oder anderen schadet. Das ist natürlich auch Definitionssache.

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Kommentar von DrakonBukana
08.07.2016, 11:56

Ja aber wer urteilt den das es falsch ist? Würden wir nach der gewaltbereiten Gesellschaft gehen, ist es vollkommen normal einen Menschen zu schaden. Dennoch wird es als falsch/unnormal angesehen.

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Kommentar von DrakonBukana
09.07.2016, 11:03

Ich verstehe was Du meinst. Jedoch wer legt das Fest? Betrachtet auf die Masse, schaden sich sehr viele Menschen selbst. Vielleicht liegt das im Individuellen Interesse, bezüglich des Mobbings, wenn das Opfer darunter leidet, ist es nicht angemessen. Aber inwieweit ist es dann unnormal, dass das Opfer gewaltbereit wird und sich "rächt"?

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