Frage von DankeImVorraus, 41

Summiert sich Krebserregung auf?

Hallo, eine Frage die mich schon länger umtreibt ist, was genau -insbesondere bei Ernährung- krebserregend bedeutet. Ich habe eben erst über die Arsenbelastung in Reis und Reisprodukten beim Bundesinstitut für Risikobewertung gelesen. Esse seit ca. 2 Jahren sehr viel Reis (nahezu täglich abends 250-330gr Portionen da guter Stoffwechsel); ironischerweise eigentlich mit dem Gedanken mich dadurch gesunder zu ernähren, da ich den Weizenkonsum durch Nudeln nicht zu sehr in die Höhe treiben wollte. Jetzt plagt mich natürlich das schlechte Gewissen. Bedeutet (nicht zwangsweise mein konkreter Fall) wenn man krebserregende Stoffe durch Ernährung zu sich nimmt, dass man "sein Leben lang" gefährdeter ist, oder quasi nur während des Konsums ein erhöhtes Risiko trägt, in dieser Phase an Krebs zu erkranken?

Gruß

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EllenBandida, 21

An sich ist Krebs eine Krankheit, welche auf genetische Schäden in einzelnen Zellen herrührt.

Die Zellen sind allerlei verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, angefangenen von zelleigenen Giften wie z.b. freien Radikalen, aber auch äußeren Einflüssen wie z.B. durch Gifte, welche wir mit der Nahrung aufnehmen.

Vermutlich hat jeder von uns tausende solcher defekten Zellen, Krebs wird aber erst ausbrechen, wenn die Zelle nicht mehr sich selbst zerstören kann. Im Regelfall gibt es eine ganze Kette von Erkennungsmechanismen, welche der Zelle sagen, dass sie geschädigt ist, dann wird eine Selbstvernichtung eingeleitet. Wenn jedoch ein genetischer Schaden in einem dieser Gene vorliegt, welcher diese Erkennung durchführt, kann es zu Krebs führen. Im Regelfall sind dann Zellteilungsregulation gestört und die Zelle teilt sich unkontrolliert - während die Selbstzerstörungsmechanismen weitestgehend deaktiviert sind.

Als Ursache für solche Zellschäden wirken Schwermetalle sehr häufig, diese können entweder durch die Nahrung oder das Trinkwasser aufgenommen werden.

Aber auch zahlreiche Lebensmittelinhaltsstoffe , welche durch die Zubereitungsart so verändert werden, dass diese krebserregend wirken. Als Beispiel sei hier z.B. das klassische Holzkohlesteak genannt. Dieses enthält hochgradig krebserregende PAK,

Gleiche PAK können aber auch bei älteren Häusern durch Baustoffe in die Atemwege gelangen und Lungenkrebs verursachen, ebenso aber auch Asbest.

Es gibt eine ganze Reihe an Stoffen, welche krebserregend daher wirken können.

Ebenso ganz häufig in Wohnungen mit viel Holz gibt es Ausdünstungen von Formaldehyd - ebenso sehr giftig und krebserregend.

Aber auch die gute liebe Sonne mit Ihren UV Strahlen kann krebserregend wirken.

In der Summe zusammengefasst kann man sagen, dass externe Einflüsse den größten Anteil daran haben, dass Zellen geschädigt werden.

Irgendwann kann es dann spontan zu Krebs führen.

Ich habe mich mal bisschen schlau gemacht auf einer Laborseite kannst du dir anschauen http://www.inlabo.de  dort gibt es ziemlich viele Infos zu dem Thema.

Wegen der Ernährung ist das halt so eine Sache, Reis ist wirklich nicht das beste Lebensmittel, aber irgendwo muss man ja die Kohlenhydrate her bekommen.

Kartoffeln sind immernoch die #1 als Kohlenhydratquelle.

Wegen der oben genannten Seite kannst du dir ja mal eine Haarmineralanalyse machen lassen, darin wird eine Haarprobe von dir untersucht auf verschiedenste Schwermetalle, wäre evtl. eine Idee allgemein den Status mal zu checken.

Ansonsten kann ich mich anschließen Hirse ist auch sehr gesund.

Antwort
von Fielkeinnameein, 7

Hey,

gab ja schon viele Antworten dazu. Ich ergänze nur noch:

Ja, "krebserregend" summiert sich größtenteils auf. Wenn du also viel Alk trinkst, viel rauchst und dich ungesund ernährst, ist deine Chance Krebs zu bekommen sehr viel höher als bei jemmandem der sich nur ungesund ernährt. (falls sich beide gleich ernähren)

Wenn man allerdings aufhört mit rauchen und trinken nimmt das Krebsrisiko wieder ab.

Zudem besitzt jeder Mensch die "Veranlagung" für Krebs und jeder hat diese Zellen die dafür verantwortlich sind bereits im Körper. Wichtig ist, es nicht so weit kommen zu lassen das diese anfangen unkontrolliert zu wachsen.

Mfg

Antwort
von LunaNightingale, 41

Ich weiß nicht, ob es heutzutage überhaupt noch etwas gibt, dass uns nicht schadet. Es kommt halt scheinbar immer auf die Menge an. Reis ist ohnehin relativ Nährstoffarm. Ich kann dir Hirse empfehlen! Da sind super Nährstoffe drin und es ist schnell zubereitet. Auch Quinoa ist ähnlich gut.

Kommentar von DankeImVorraus ,

Ja dass heute irgendwo alles ungesund ist musst du mir nicht erzählen. Ich habe mich mal vor einiger Zeit etwas genauer mit Ernährung beschäftigt... Fleisch Antibiotikabelastung, Fisch Quecksilber, Weizenprodukte (und damit heutzutage quasi sämtliches Brot und Nudeln) Demenz, Milch Osteoporose usw usw. Hier gehts aber nicht um fragwürdige Studien, sondern um eine konkrete Warnung des Bundesinstituts für Risikobewertung über auffällig viel Arsen (dessen Wirkung resp. Schaden ist recht eindeutig^^) in Reisprodukten.

Reis gilt -mal von der Arsenproblematik abgesehen- aber sehr wohl als recht gesund und als Mineralstoff- und Vitaminlieferant. Dort verhält es sich aber wohl analog zu den negativen Studien und Ähnlichem. Alles ist irgendwo gesund und schädlich zugleich...

Kommentar von jimithechainsaw ,

Das Institut für Risikobewertung hat aber, eben wegen den tollen Inhaltsstoffen, nicht vom Reiskonsum abgeraten. Man soll halt maßvoll Konsumieren und das galt in Wahrheit doch schon immer und für fast alles....

Expertenantwort
von ArchEnema, Community-Experte für Ernährung, 18

Das ist natürlich eine sehr vielschichtige Sache, aber prinzipiell summieren sich, statistisch gesehen, die Einflüsse auf.

D.h. das Risiko, durch einmaligen Kontakt mit irgendeinem Karzinogen Krebs zu bekommen, ist für sich genommen verschwindend gering. Aber du hast unzählig viele Zellen und es gibt immer schädliche Einflüsse, selbst bei gesündester Ernährung. Schon alleine der Sauerstoff den wir atmen ist ziemlich aggressiv.

Da viele Tumore sehr langsam wachsen kann das 20 Jahre dauern, bis man wirklich was merkt. Arsen und andere Schwermetalle lagern sich zudem im Körper ein, sind nur langsam wieder loszuwerden.

Mach dir keinen Kopf. So "giftig" ist dein Reis nun auch nicht. Dein schlechtes Gewissen dürfte sogar dein Krebsrisiko mehr erhöhen als dein Reiskonsum! Also denk nicht soviel über vergangenes nach, sondern kümmer' dich um das Hier und Jetzt.

Antwort
von DieAntwort2100, 29

Krebs bleibt Krebs er kommt wann er will mein Uhrgroßvater wurde über 100 hatte keinen Krebs aber wenn einer Krebs Risiko hatte dann er denn er arbeitete auf dem bau mit Stoffen die heute streng verboten sind 

Kommentar von DankeImVorraus ,

nichts desto trotz muss man das Risiko ja nicht unnötig erhöhen ;)

Kommentar von DieAntwort2100 ,

Ja das problem ist nur ob du jetzt denn Reis ist oder auf der Strasse an einem Diesel vorbeigehst,,,

Kommentar von DankeImVorraus ,

Kann man wohl nicht vergleichen. Ernährung versus Luftqualität. Dazu kommt dass das Eine vermeidbar ist (->Reisproblematik), das Andere heutzutage quasi unumgänglich (->Diesel). Und nur weil man hinsichtlich eines Aspektes gesundheitlich schädlich lebt, muss man das nicht in anderen Lebensbereichen auch (im Gegenteil!).

Kommentar von Fielkeinnameein ,

Das ist wirklich wunderbar und freut mich sehr für deinen Urgroßvater aber Einzelfälle widerlegen keine Statistik und heutzutage bekommt wahrscheinlich jeder 3. oder 4. Krebs :/

Antwort
von 10Helmi10, 31

Es summiert sich, je mehr Arsen über die Jahre aufgenommen wird desto höher das Krebs Risiko. Das alles ist allgegenwärtig und du kannst dich dem nicht entziehen, egal wie gut du dich ernährst.

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