Frage von Konstellas, 323

Suizidversuch mit Antidepressiva - Folgeschäden?

Eine Freundin von mir hat versucht sich mit Antidepressiva das Leben zu nehmen. Sie ist im Krankenhaus und liegt im künstlichen Koma. Soweit ich weiß, hat sie die Medikamente Opipramol, Mirtazapin, Tavor und Buspiron genommen. Meine Frage nun - ist es möglich, dass sie Folgeschäden davon trägt, wenn sie wieder aufwacht und wenn ja, wie diese aussehen könnten?

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Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 146

Erst mal sind nicht alle Medikamente die du aufgezählt hast Antidepressiva. Opipramol und Mirtazapin sind Antidepressiva. Lorazepam (Tavor) ist ein Benzodiazepin und Busprion ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Azapirone.

Bezüglich Überdosis: Es kommt darauf an, wie hoch die Überdosis war. In extremen Fällen kann ein Serotonin-Syndrom auftreten, welches zum Tode führen kann (bei Antidepressiva). Bei Benzodiazepinen besteht die Gefahr einer Atemdepression bis hin zum Atemstillstand.

Über Langzeitschäden sind sich die Experten nicht immer einig. Sicher sind Leber und Nierenschäden ein Problem. Zu weiteren Langzeitschäden gibt es keine Hinweise.


Kommentar von Nunuhueper ,

Ein Parkinsonsyndrom kann sich als Folgeschäden entwickeln.

Antwort
von klausjosef1955, 123

Der Antwort von BucklHD begegne ich mit großer Skepsis.

Ob Folgeschäden da sind und wie sie aussehen, wird man erst beurteilen können, wenn sie aufwacht. Neben verschiedenen Organschäden könnte ich mir durchaus eine wie auch immer verursachte Hirnschädigung vorstellen.Also, Geduld haben, bis sie aufwacht, und dann möglichst fachkundig - also auch im Gespräch mit den Ärzten - die Lage abklären - und was zu tun ist.

Dass man alle Leute, die man erreichen kann, am Bett zusammentrommelt, fände ich gar nicht klug. Wie gesagt, man muss erst mal sehen, wie die Lage ist. Und wenn dann in so einer belastenden Situation eine oder zwei oder maximal drei wirkliche Vertrauenspersonen kommen, dann ist das schon mehr als optimal.

Und dass ich es nicht vergesse: Es muss vorgesorgt sein,dass sie nicht nach dem Aufwachen gleich wieder etwas macht, und dann richtig. Ein Suizidversuch kann eine positive Perspektive  bringen,wenn er überlebt ist, aber es kann auch anders laufen.

Antwort
von Lalala1718, 183

Theoretisch kann vieles sein.
Sie kann geistig behindert sein oder aber auch einfache andere Behinderungen bekommen haben. Sollte sie schnell gefunden werden ist die Möglichkeit hoch das erst ein paar der Medikamente gewirkt und der Rest nutzlos gemacht worden ist. In dem Fall kann es gut sein das sie nahezu unbeschadet aufwacht. Allerdings wird es ihr vermutlich wirklich dreckig gehen.
Viel Glück dir und deiner Freundin
Sie wird eine sehr schwere Zeit vor sich haben
Alles gute

Kommentar von BuckiHD ,

War selbst mal in einem (2 Tage) Koma, danach gings mir 2 Wochen extrem kott, ist aber auch normal!

Kommentar von Lalala1718 ,

Selbst ohne das Koma geht es einem Mega dreckig.
Ist auf jeden Fall nicht zu empfehlen
Und dir alles gute

Antwort
von Nunuhueper, 81

Mit der Überdosierung durch die in suizidaler Absicht eingenommenen Tabletten bringt man sich selbst in ein künstliches Koma. Wie schwer die Hirnschädigung.ist, kann hier keiner sagen.

Je länger das Koma besteht, desto ungünstiger ist die Prognose.

Spätfolgen sind nicht ausgeschlossen.

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