Frage von Dreams666, 79

Suizidale Gedanken, Depression, Am Ende. Was kann ich tun?

Mit meinen fast 20 Jahren habe schon einige Zeit diese Müdigkeit vom Leben, diese Antriebslosigkeit und keine Motivation für irgendetwas. Deswegen gab ich schon sehr viel aufgegeben und habe jetzt auch mein Studium geschmissen. Leider hacken meine Eltern auch auf mir rum und sagen zu mir Sachen die mir echt weh tun. Sachen wie zum Bespiel: Du bist der Grund dass wir uns Scheiden lassen, oder Du bist eine Schande und was kannst du überhaupt und und und.. Dazu kommt dieser wahnsinnige Kontrollwahn. Ich flüchte gerne zu meinen Freunden um mich abzulenken, aber nach ein paar Stunden werde ich wieder kontrolliert. Mein bester Freund ist drauf und dran mit meinen Eltern zu rede, aber ich denke das würde alles verschlimmern.. Zudem verletzte ich mich seitdem ich 13 oder 14 bin. Dazu kommen noch meine Selbstmordgedanken, die ich etwas 2, 3 Jahre habe. Einen Versuch habe ich auch schon hinter mir. Ich bin echt verzweifelt, ich kann hier nicht länger wohnen bleiben. Jedoch habe ich keinen Job, verdiene kein Geld und gehe hier langsam aber immer sicherer kaputt. Ich habe keine Ahnung was ich tun soll. Das macht mich fertig. Meine Eltern wissen nicht dass ich mich verletzte oder wie es mir geht. Das Gespräch mit denen zu suchen bringt auch nichts, da die eine andere Meinung haben, dass es sowas wie Depression nicht gibt und und.. Ich habe über einen Psychiater nachgedacht, aber dann muss ich erst zu meinem Hausarzt und dem das alles erzählen und das kann ich definitiv nicht. Klinik wäre auch eine Möglichkeit, aber ich schaffe es nicht dort hin zu gehen. Ich wüsste aber auch nicht wie ich das meinen Eltern beibringen sollte. Gibt es irgendeine Hilfestellung für eine eigene Wohnung oder sowas in der Art? Mein bester Freund meinte er zieht mit mir zusammen, um mir ein bisschen unter die Arme zu greifen. Was kann ich tun?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von SocialMods, 23

Zu sagen "ich brauche Hilfe" ist nie leicht besonderes für Leute wie dich. Du ziehst dich selber runter, redest dir ein, dass du das nicht schaffen würdest. Aber um das schaffen geht es nicht. Es geht um das tun, nicht darüber nachdenken, einfach machen. Ich habe auch nach längerer Zeit geschafft "ich brauche Hilfe" zu sagen, und habe es nie bereut.

Du brauchst jemanden der dir wirklich Helfen kann und der dir auch deiner Situation helfen kann. Und an deine Eltern würde ich mich an deiner Stelle nicht mehr wenden. Wer dich so behandelt hat es nicht verdient mit dir noch was zu tun zu haben. Das ist ein riesiges No Go sein eigenes Kind für solche Sachen schuldig zu machen. Und solche Sachen gegen den Kopf zu werfe, sie machen dich ja sozusagen grundsätzlich nieder.

Einen Therapeuten brauchst du auf jeden Fall. Ein guter Freund der immer für dich da sein kann und der gerne hilft kann auch nicht schaden.
Ich denke, dass du diese Krise mit den nötigen positiven Gedanken ohne eine Einweisung in eine Klinik schaffen kannst. Ich rede aber jetzt nur von dem was du erwähnt hast.

Du brauchst jetzt einfach ein Umfeld was dir gut tut und nicht das, wie deine Eltern, für alles dir die Schuld gibt. Wahrscheinlich geben dir deine Eltern sogar die Schuld an Dingen für die du wirklich nichts kannst.
Du brauchst auch einen Ausgleich für den Alltag, wie Sport, oder dich bei jemanden so richtig auszukotzen.

Wenn du keinen hast der dir dabei effektiv helfen kann, dann kannst du auch mit mir privat schreiben oder so. Ich helfe gerne.

Hoffe ich konnte dir helfen. MFG- SocialMods ;)

Kommentar von SocialMods ,

Danke für den Stern :)

Antwort
von Nephthysxyz, 23

Hey Deams666,

Ein besonders schöner Text ist es ja nun einmal nicht, kann es aber sehr gut verstehen und mich in dich hinein versetzen.

Erstmal finde ich die Gedanken über die Distanzierung sehr gut.. zumal das Problem ja wohl in diesem "fremden" und "kalten" zuhause bei deinen Eltern liegt.

Für eine Distanzierung gibt es einige Möglichkeiten zumal du ja auch schon volljährig bist...

Zuerst möchte ich mal sagen, dass du nicht erst zu einen Hausarzt musst um eine Therapie zu bekommen. Ich bin damals einfach direkt zu einer Therapeutischen Praxis gegangen. Dort hast du erst einmal ein Vorstellungsgespräch wo du natürlich deine Lage schildern musst... Erst wenn ein Therapeut gefunden ist, der dir auch gefällt, musst du zum Hausarzt da er das Einverständnis für die Notlage und Einwilligung geben muss für eine Therapie.

Zudem gibt es Kliniken... klingt extrem ist aber eine echt gute Abwechslung! einfach mal informieren!

Versuch dich durch zu hangeln und eine Lösung zu finden. Ich kenne es selber und hasse diesen Satz, aber Hilfe gibt es mittlerweile echt viel!

Bei mehr Fragen, schreib mich ruhig an =) 

LG

Antwort
von Beimerin, 43

Es gibt anonyme Telefonseelsorge, die dir zuhören und dich kompetent beraten können: http://www.telefonseelsorge.de/

Alles Gute und viel Kraft :)

Antwort
von peti14, 37
Um eine Distanz zu schaffen ist der Umzug von Vorteil. Ein Gespräch mit dem HA wäre auch von Vorteil, da er dich zu einem Therapeuten vermitteln kann. Von Vorteil wäre es auch mit ihm zu sprechen um aus deinem "Sackgassen Denken" wieder heraus zu kommen. Wie du siehst, viele Vorteile. Jetzt liegt es an Dir ob du sie nutzt. Viel Erfolg und Gute Besserung!
Antwort
von denny99, 29

Normalerweise sollte man in einem solchen Zustand vor sich selbst geschützt werden. Aber hier hat wohl unser System mal wieder versagt... du könntest dir natürlich auch nen Betonklotz an die Beine binden und von ner Brücke springen... Also mal ehrlich, jetzt soll auch noch dein bester Freund ran. Mit ihm möchte ich nicht tauschen, sorry.

Kommentar von Dreams666 ,

Nette Antwort, hättest du dir auch sparen können.

Kommentar von SocialMods ,

Unmoralischer ging es nicht mehr, was?

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