Frage von burly99, 102

Suizid Gedanken und Depressionen?

Hallo bin 19 Jahre alt ,m und mache gerade mein 3. Lehrjahr in der Landwirtschaft. Seit dem sich meine Eltern letztes Jahr getrennt haben ( mir wurden teilweise Vorwürfe gemacht.) Geht es mir immer und immer schlechter. Freunde habe ich kaum und soziale Kontakte will und kann ich nicht mehr pflegen. Familiär läuft es auch nicht gut. Habe öfter suizidgedanken manchmal schwer manchmal weniger , einmal stand ich schon auf der Schiene. War auch schonmal bei einem Psychotherapeuten was aber nicht viel gebracht. Mit meiner Mutter kann ich und will ich nicht drüber reden. Genauso wie mit meinem Vater. Manchmal liege ich auf meinem Bett und weine einfach.Ich weiß nicht was ich machen soll besonders da ich noch in der Lehre fest sitze.

Support

Liebe/r burly99,

auch wenn es hier um einen guten Rat geht, ist es schwierig Dir einen zu geben, ohne Deine tatsächliche Situation genauer zu kennen.

Sprich bitte mit einem Menschen darüber, dem Du vertraust. Das kann ein guter Freund, ein Verwandter oder auch eine Vertrauensperson aus der Schule oder dem Beruf sein. Oder schau mal hier: http://www.nummergegenkummer.de

Herzliche Grüße

Eva vom gutefrage.net-Support

Antwort
von Giwalato, 20

Hallo Burly, 

Du bist bereits im 3. Lehrjahr und das geht auch noch vorbei. 

Wie kommen Deine Eltern dazu, Dir einen Teil der Verantwortung für ihre Trennung aufzuhalsen? Ich könnte mir eher vorstellen, das sie Deinetwegen so lange zusammen geblieben sind. Ich würde diesen Ball nicht auffangen.

Die Krise Deiner Eltern hat bei Dir Spuren hinterlassen und Du traust derzeit keinem von beiden, was ich gut verstehen kann. 

Wie sieht es mit anderen Familienmitgliedern aus, hast Du vielleicht einen Paten? Wenn nicht, solltest Du die begonnene Psychotherapie auf jeden Fall fortsetzen. 

Ein Psychiater kann Dir neben der Gesprächstherapie auch Medikamente verschreiben. Die sind zwar verschreibungspflichtig, machen aber nicht abhängig und unterstützen Deinen Genesungsprozeß.

Daß Du Dich zurückziehst und Deine sozialen Kontakte nicht mehr pflegst, ist ein Anzeichen für eine Depression.

Bitte gib Dich nicht auf. Du hast Dein ganzes Leben noch vor Dir, und es kann nur besser werden.

Liebe Grüße,

Giwalato 

Expertenantwort
von bodyguardOO7, Community-Experte für Arzt, Körper, Medizin, 9

Stresshormone bzw. psychischer Stress, infolge Leistungsdruck, Überforderung oder emotional belastende Situationen kann durch Verdrängung der Glückshormone viele psychische Beschwerden auslösen. Was über Jahrtausende sinnvoll war, um die volle Kraft für einen Angriff oder eine Flucht aufzubringen, verkehrt sich heute ins Gegenteil - denn Kampf oder Flucht bleiben aus, der Cortisolspiegel bleibt hoch und bewirkt neben der anhaltenden Anspannung zusätzlich eine vermehrte Ausscheidung von Magnesium über die Nieren. Genaueres dazu findest Du hier.

http://www.wasser-und-salz.org/blog/magnesium-das-salz-der-inneren-ruhe/

Daher ist es auch kein Wunder wenn z.B. Depressionen oder Psychosen zu den Mangel-Symptomen gehören.

http://www.dr-neidert.de/index.php/biomed/304-magnesiummangel-symptome-und-ursac...

Antwort
von gschyd, 31

Auch wenn Du (momentan) das Gefühl hast in der Lehre festzusitzen - sie gibt Dir eine Struktur (das ist sehr wichtig), eine Grundlage für Dein weiteres Leben (auch wenn Du danach allenfalls was anderes machst, Du hast dann aber eine abgeschlossene Lehre) - und, Du hast schon 2/3 absolviert und "nur" noch ein Jahr vor Dir (es hört sich vermutlich lang an, aber Du hast doch schon zwei hinter Dir :)

Und wie auch die anderen Dir raten - sprich mit jmd - niemand muss in einer solchen Situation alleine durch.

Hast Du allenfalls einen Hausarzt den Du vertraust - auch er könnte Dir u.U. weiterhelfen, oder auch jmd aus der Kirche ... einfach mal drüber sprechen, damit ist ein erster Schritt getan :)

Und/oder wende Dich an die Nummer gegen Kummer (Mo-Sa 14-20, auch email wenn Du nicht telefonieren möchtest) oder auch an die http://telefonseelsorge.de/ (Mo-So 24h! - wenn Dir nachts die Decke auf den Kopf fällt).

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft - Du wirst es schaffen (bitte glaub auch daran), Schritt für Schritt, Tag für Tag ... :)

Antwort
von TheTrueSherlock, 16

Achja, die Standardsätze vom Support.. Ist zwar sicherlich nett gemeint, aber ist in meinen Augen ein Witz.

Ich würde dir raten, es nochmal mit einer Psychotherapie und einem anderen Therapeuten zu suchen. Wie lange warst du denn beim alten? Eine Behandlung dauert lange und man sieht nicht immer gleich Erfolge. Habe etwas Geduld. Eine Therapie halte ich für unbedingt notwendig bei Suizidgedanken!

Wie ist es denn gerade? Willst du dich akut umbringen? Dann sollte man vielleicht doch noch andere härtere Sachen einleiten mit sich einweisen oder so.

Schreibe dir die Probleme von der Seele mit einem guten Freund oder einer Internetbekanntschaft. Notfalls kannst du auch einfach nur in Word dir die Sachen von der Seele schreiben. Das hilft auch schon etwas.

Versuche auch immer wieder mal was zu unternehmen und rauszukommen. Ziehe dich nicht komplett zurück, das verschlimmert nur die Situation!

LG :)

Antwort
von Philipp59, 2

Hallo burly99,

offensichtlich macht Dir die Trennung Deiner Eltern noch immer sehr zu schaffen. Solch ein Ereignis kann durchaus eine Depression auslösen. Auch wenn Du sehr Schweres durchgemacht hast, bist Du Deiner Depression nicht hilflos ausgeliefert.

Einer der wichtigsten Schritte im Kampf gegen Depressionen ist, dass Du mit jemandem darüber sprichst. Ich meine, Gespräche auch außerhalb einer Therapie. Warum ist das so wichtig? Nun, niemand kann wissen, wie es in Deinem Herzen aussieht, wenn Du nicht aus Dir herausgehst und Dich jemandem mitteilst. Außerdem ist es ein Heilungsprozess, Gefühle in Worte zu kleiden, denn allein über Deine schmerzlichen Erfahrungen zu reden, kann Deinem Herzen Erleichterung bringen. Wenn Du jedoch Deine Gefühle in Dich einschließt und unterdrückst, dann leistest Du Deinen Depressionen nur Vorschub. Doch ist hier auch ein Wort zu Vorsicht angebracht: Überlege Dir ganz genau, wem gegenüber Du Dich öffnen willst. Es sollte sich auf jeden Fall um eine vertrauenswürdige, mitfühlende und verständnisvolle Person handeln, die selbst stark genug ist, Dir wirklich beizustehen.

Auch man als Depressiver zu negativem Denken neigt, man sich darum bemühen, eine zuversichtlichere Einstellung zu entwickeln. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Es geht dabei darum, die Gedanken so zu kontrollieren, dass man nicht in eine resignierende Haltung verfällt. Letztendlich sind es die Gedanken, die bestimmte Gefühle hervorrufen. So kann man sich durch Gedanken entweder niederreißen, oder auch aufbauen. Was könnten denn solche Mut machenden Gedanken sein? Z. B. wenn man sich sagt: "Wenn das andere geschafft haben, schaffe ich das auch", oder: "Es ist zwar jetzt schwer für mich, doch ich werde eine Lösung finden". Auch, wenn man anfänglich anders fühlt und glaubt, sich selbst zu betrügen, wird man dennoch mit der Zeit neuen Lebensmut bekommen. Am besten Du trainierst immer wieder mit solchen Positivsätzen.

Auch, wenn manches in Deinem Leben heute nicht mehr so gut klappt, wie früher, dann halte Ausschau nach Wegen und Möglichkeiten, die Dir noch offen stehen. Das Gefühl, Wahlmöglichkeiten zu haben, kann verhindern zu glauben, nichts gehe mehr und Du stündest mit dem Rücken zur Wand. Eine weitere Strategie wäre die, an bisherige Erfolge anzuknüpfen. Erinnere Dich bewusst an das, was Du im Laufe Deines Lebens alles geschafft hast.


Ich möchte Dich auch noch auf die Hilfe aufmerksam machen, die uns die Bibel gibt. Obwohl sie kein medizinisches Fachbuch ist, gibt sie denen, die depressiv sind, Rat und spricht ihnen Mut zu.

Zum Beispiel spricht sie davon dass Gott ist denen, die ihm dienen und niedergeschlagen sind so naheist, als sei er direkt bei "den Zerschlagenen und Bedrückten, um den Geist der Bedrückten wiederaufleben zu lassen und das Herz der Zerschlagenen neu zu beleben" (Jesaja, Kapitel 57:15, Einheitsübersetzung). Ist es nicht sehr tröstend, zu wissen, dass Gott schwermütigen Personen so nahe ist?

Vielen hilft es auch, dass sie sich zu jeder Tages- und Nachtzeit an Gott im Gebet wenden können. Das Gebet ist nicht nur eine psychologische Krücke denn aufrichtige Gebete gehen nicht einfach ins Leere. Wenn Du Dich an Gott wendest, kann er Dir helfen, besser mit entmutigenden Gefühlen und Situationen, die Dich aus dem Gleichgewicht bringen umzugehen. Die Bibel fordert uns sogar auf, Gott unser Herz auszuschütten. Das ist besonders dann sehr wertvoll, wenn man das Gefühl hat, von niemandem sonst richtig verstanden zu werden. Auch wenn Gott das, was Dich belastet, nicht mit einem Mal beseitigt, kann er Dir jedoch die nötige Kraft geben, mit allem fertig zu werden - auch mit Depressionen!

Ich wünsche Dir, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Dein seelisches Gleichgewicht wiederzuerlangen! Wenn es sich nicht bessert, dann könntest Du auch erwägen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch wenn der Besuch bei einem Therapeuten nicht so viel gebracht hat, könntest Du es ja noch einmal versuchen. Bedenke dabei, dass depressive Gedanken und Empfindungen nicht nach einem einzigen Gespräch verschwinden können. Man muss sozusagen am Ball bleiben und eine Psychotherapie durchhalten, damit sie einem wirklich etwas bringt. Alles Gute!

LG Philipp


Antwort
von FelinasDemons, 35

Mach bitte weiter Therapie. So was braucht meistens etwas Zeit, bis es seine Wirkung zeigt. Etwas anderes bleibt dir wohl nicht:/
Hast du es mal mit einer Medikation probiert? Vlt besuchst du parallel zur Therapie eine Selbsthilfegruppe. Und darf ich fragen woran es bei der Therapie gescheitert ist?

Ich wünsche dir mal alles Gute:)🍀

Kommentar von burly99 ,

gescheitert ist es am Therapeuten , ich war der erste und einzige Patient und ich weiß auch warum .. der Therapeut hat mir innerhalb 1 Stunde 45 Minuten von seinem Auto erzählt..

Kommentar von FelinasDemons ,

Okay... ._. Ich hatte was ähnliches bei meiner ersten Therapeutin. Am Anfang ging's noch ziemlich gut und zum Schluss wurde es schlecht. Es ist nicht selten der Fall, dass der erste Therapeut nicht der richtige ist. Man muss dann einfach weiter suchen. Nur weil es beim ersten nicht geklappt hat, heißt es noch lange nicht, dass es bei anderen auch so wird.

Antwort
von scharrvogel, 2

du weißt wohl selber nicht genau wo dein problem liegt. ob du in ausbildung bist oder nicht spielt in der ganzen geschichte überhaupt keine rolle. es sei denn du lernst etwas, was du garnicht wolltest.

für die scheidung deiner eltern kannst du nix. menschen kommen zusammen und trennen sich, dass ist völlig normal. menschen waren nie für monogame beziehungen ausgelegt, sie brauchen abwechslung. also wenn du nicht gerade die ehe deiner eltern durch dein verhalten torpediert hast, dann hat das nix mit dir zu tun. vorwürfe machen alte menschen gerne um von ihren fehlern abzulenken. das betrifft dich also nicht. also mache dich mit dem zeug garnicht erst verrückt.

wenn du von deiner trauer nicht weg kommst, begib dich in therapie oder wenns ganz schlimm ist, geh in die klinik. leben ist kostbar, wirf es nicht weg.

Antwort
von excellrod, 11

Freu Dich das Du körperlich gesund bist! Es ist eine Sünde das mit den Suizid. Andere wollen leben und sind schwer krank, können dies aber nicht. Lese doch bitte mal Bücher wie "Ich fange jeden Tag neu an" oder "Positives Denken!

Es ist relativ normal in Deinem Alter, das man "tiefs" hat!!!!!!



Und man auch merkt, das das Leben nicht nur Zuckerschlecken ist. Aber nichts rechtfertigt es, das Leben wegzuschmeissen, weil es gerade in Deinem Alter, noch so viel Möglichkeiten gibt. Du wirst auch merken, das Dich eine unbekannte Kraft, früher oder später, da hinlenkt, wo Du relativen Erfolg hast, ob im Job oder im Privatleben. Geh da einfach gegen an, gegen diese "tiefs", momentan! Da musst Du einfach durch. Versuch da mal, Dir das positive denken bei zu bringen! Ob sich Deine Eltern nun getrennt haben oder nicht, ist vielleicht schade, aber es interressiert doch letztendlich garnicht. Sie sind doch gesund und leben! und auch bestimmt für Dich da.

Dir fehlt von vorne bis hinten, die Lebendserfahrung, und glaube mir (ich bin über 40), da musst Du durch und da kommen 100% wieder glückliche, geile, super Tage! Und Du wirst wirklich, eines Tage denken, man was habe ich damals bei GFN für ein blödsinn geschrieben. Denk an meine Worte.

Du hast dieses Tief nur, weil Du keine Lebendserfahrung hast, und wohl auch nicht richtig nachdenkst oder auch  eine Psychose hast, die aber auch nach ein paar Wochen vorbei geht. Plane doch mal irgentwas zu bauen! z.B ein schönes Vogelhaus! Erst mit GoogleSketchup (sehr leicht erlernbar) kontruieren, danach bauen. So habe ich mich abgelenkt.

oder lerne für die Prüfung so das du gut bestehst. Und hör auf mit diesen grübeln, und denk nicht zuviel über dich selber nach! sondern über andere nützliche Sachen! Plane Dein zukünftiges Leben u.s.w


Gleich kommt Anne Will im TV, das schaue ich immer gerne! somit höre ich nun auf!;)





Kommentar von scharrvogel ,

es ist sünde? wozu soll es sünde sein? wer sagt das?

Antwort
von Danyser, 15

Versuch dich von deinem Leben zu distanzieren und fang von vorn an

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