Frage von FelinasDemons, 153

Suizid begehen um ein Statement zu setzen?

Folgendes: Eine Person leidet an Depressionen. Erzählt Familie und Freunden davon. Ihr anfängliches Interesse erlischt schnell und die Person ist wieder auf sich alleine gestellt. Therapien, Selbsthilfe etc bringt nichts und niemand ist da, um sie zu unterstützen. Irgendwann beschließt die Person aus Verzweiflung, sich das Leben zu nehmen. Sie möchte aber auch etwas damit erreichen. Und zwar, dass die Leute in Zukunft besser auf ihr gegenüber achten und Warnzeichen nicht aus Bequemlichkeit ignorieren. Das Probleme nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden und Betroffene Hilfe/Unterstützung von Familie/Freunde bekommen, nachdem sie sich offenbart haben. Ihr Ziel schreibt die Person in ihren Abschiedsbrief.

Gab es so einen Fall schon mal? Und was haltet ihr davon?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tritopia, 27

Ob es schon mal solch einen Fall gab, fragst du? Mit hoher Wahrscheinlichkeit :/. Kennst du den film...f#ck, hab den Namen vergessen xD...ich denke nach...ich denke immer noch nach...merke dass ich ein idiot bin...ich verzweifle >~<!!...ich nutze mal google...oh...der Film heißt ja wirklich "Ben x":,D. Das Ende wird dich vielleicht interessieren ;)!


Trotzdem, was bringt es? Solange du kein Amoklauf oder etwas ähnliches veranstaltest, werden es nur Leute in deiner Region sehen, wenn überhaupt. Und auch dann werden dich die meisten eher verachten, oder sich selber die ganze Schuld geben:/. 

Du musst dir mal öfters selbst die Fragen stellen und versuche diese so zu beantworten, als wärst du ein User, der diese Frage hier gelesen hat. Und dann frag uns, nachdem du mehrere Blickwinkel (/antworten) zu deiner Frage möchtest :D.

Aber...wie würdest du dich eigentlich fühlen? Ein Mensch, jemand besonderes in deinem Leben...vielleicht ja dein Kind bringt sich um und in ihrem Abschiedsbrief steht "Es ist alles eure schuld!! Ihr hättet es verhindern können, aber das habt ihr nicht getan...". Du wirst es natürlich anders formulieren, aber das ist doch die Kernaussage, egal wie man es dreht oder wendet, oder nicht:/? Wieso versuchst du es dann nicht einfach mal anders. Statt zu hoffen das jemand von selbst kommt, rufe doch einfach nach Hilfe. Vielleicht erhört dich dann jemand und zieht dich aus der tiefen Schlucht hinaus, in der du gefallen bist...

Kommentar von Tritopia ,

Danke für den Stern ^^!!!

Antwort
von Hayns, 32

Vor allem würde man nicht die erreichen, die sich nicht genügend gekümmert haben, denn die sind doch... xxxxxx na ja!

Im Gegenteil, die würden Dir in diesem Falle noch anlasten, dass Du Dich so aus dem Staub machst.

So schon geschehen.

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Ich schreibe das jetzt so "platt", weil ich davon ausgehe, dass Du wirklich nur eine fiktive Situation beschreibst.

Wenn Du doch Hilfe benötigst, dann sofort zu einem Neurologen gehen und Deine Probleme schildern, der kann Dir helfen und Dich weiterleiten.

Helfen kann man nur dem, der sich helfen lässt.

Kommentar von FelinasDemons ,

Der Abschiedsbrief wäre wohl informativ genug. Ohne Schuldzuweisungen. Und einen Neurologen brauche ich nicht.

Kommentar von Hayns ,

Der Abschiedsbrief an die, die sich nicht gekümmert haben? Was glaubst Du (?), dass die sich dann die größten Vorwürfe machen?

Ich fürchte nicht. Doch solche Leute gibt es leider.

Nun, dass Du in einer Therapie bist, habe ich erst gerade in Deinem Kommentar gelesen, dann hast Du den Neurologen ja bereits konsultiert. Ich habe den auch hinter mir...

Kommentar von FelinasDemons ,

Den Abschiedsbrief an alle richten. Und einen Neurologen habe ich nie gebraucht und werde ich auch nie brauchen.

Kommentar von Hayns ,

Wie sollen denn alle erreicht werden?

Was oder warum, machst Du denn für eine Therapie?

Kommentar von FelinasDemons ,

Ja stimmt😐Wie sollen alle erreicht werden?...Keine Ahnung, soweit habe ich um ehrlich zu sein nicht gedacht...Ich mache eine Therapie, weil es dumm wäre keine zu machen.

Kommentar von Hayns ,

Das ist ja das fatale daran, Selbstmörder möchten ein Zeichen setzen - berechtig oder nicht - doch denken sie nicht daran, dass nur ein kleiner Kreis überhaupt mitbekommt, was passiert ist.

Kaum kann ich mich erinnern, wann ich eine solche Nachricht in meiner Tageszeitung gelesen habe.Wann auch immer mir im Internet diverse Nachrichten auf den Monitor prangern - von Selbstmord keine Spur.

Klar, wenn man gezielt googelt kommen genug Beiträge. Aber googeln die, die (angeblich) Schuld auf sich geladen haben?

Haben denn die anderen die Schuld?

####

Keine Therapie machen, wenn es erfoderlich ist, wäre wirklich dumm. Ich kenne Dich ja erst seit heute, was ist der Grund für Deine Therapie?

Kommentar von FelinasDemons ,

Ich habe eine diagnostizierte soziale Phobie und Depressionen.

Antwort
von Ameriise, 10

Ich denke viele Suizidler handeln aus diesem Grund zu Teil. Ich selbst bin manchmal depressiv und fantasiere mit solchen Absichten über Suizid und Selbstverletzung.

Antwort
von AnnaSCV, 27

Sowas bringt gar nichts, da Selbstmord hier immer unter den Teppich gekehrt wird. Es wird vermutlich gar nicht erst an die Öffentlichkeit geraten, solange die Person nicht Prominent ist.

Wenn sich jemand vor einen Zug schmeißt ist das einzige, dass die Menschen mitbekommen: "Der Zug wird aufgrund eines Polizeieinsatzes wenige Minuten verspätet eintreffen, wir bitten um ihr verständnis."

Kommentar von AnnaSCV ,

Stattdessen könnte diese Person z. B lieber einen Blog eröffnen, und ihre Erfahrungen mit anderen Teilen und zusätzlich nochmal versuchen eine Therapie zu beginnen oder sich jemandem vom Sozialpsychiatrischen Dienst zur Unterstützung holen.

Kommentar von FelinasDemons ,

Du hast die Frage nicht ganz verstanden. Der Hauptgrund für ihren Suizid ist die Depression. Wenn man schon alles versucht hat und nicht mehr kann, erscheint Suizid am besten. Niemand ist da, der einen davon abhalten könnte. Auch habe ich kein Wort über die Suizidmethode verloren. Was ist, wenn die Person sich im Schulklo das Leben nimmt? So was kann man schwer vertuschen, wenn ein Mitschüler die Person findet...Es kommt also ganz darauf an Wie/Wo die Person sich umbringt.

Kommentar von AnnaSCV ,

Ich habe die Frage schon richtig verstanden und ich verstehe das auch. Ich verstehe auch den "Sinn" dahinter. Ich selbst bin momentan in einer ähnlich Situation bzw. habe ich in den letzten Jahren immer wieder versucht Hilfe zu bekommen und keine Erhalten, bis heute nicht. Ich habe selbst alles in meinem Leben verloren und kann wie gesagt den Gedankengang bestens nachvollziehen.

Ich habe sehr lange Emails an Einrichtungen und Ärzte geschrieben, indenen ich mich beschwere bzw in denen ich auch sage, was hier falsch läuft und dass mich das traurig macht, dass den Menschen nicht geholfen wird usw. (Es gibt nämlich sehr viele die keine vernünftige Hilfe erhalten)

Das mit dem Zug sollte ein Beispiel sein. Das Thema Suizid wird hier nun mal bewusst nicht thematisiert, da das Risiko auf Nachahmer zu hoch ist. Kannst dir ja mal ne Statistik anschauen im Internet, es sind viel mehr, als man denkt.

Antwort
von pattiplatsch, 25

solche fälle gibt es zu genüge und es ist ziemlich dumm sich das leben zu nehmen um ein statement zu setzen

mal ehrlich...es interessiert nicht wirklich jemanden, so hart wie das klingt.

diese person sollte einfach mal ne therapie machen und darauf sch**** was andere davon halten

Kommentar von MKausK ,

naja der arabische Frühling wurde durch einen Selbstmörder der sich verbrannt hat ausgelöst, das gab es schon öfter, Selbstmorde die aufgerüttelt haben... ich rate davon aber ab, da man seinen Erfolg ja nicht mehr feiern kann

Kommentar von FelinasDemons ,

Wenn man nicht mehr kann, dann kann man nicht mehr. Meistens wird man nur gehört, wenn man schockt. Und wenn sowieso alles egal ist...

Kommentar von pattiplatsch ,

du wirst überrascht sein was du alles kannst, das wird dir aber erst in ein paar jahren bewusst werden.

Antwort
von einfachichseinn, 17

Schwachsinn.

Tut mir leid, aber ich glaube nicht, dass das etwas bringen wird.

Zum einen weiß ich durch meine eigene Familie, dass ein Selbstmordversuch nicht zwangsläufig dazu führt, dass Familienmitglieder Warnzeichen besser wahrnehmen.

Auf der anderen Seite werden sich Menschen, die sich zu deinen Lebzeiten schon nicht für dich interessiert haben, wohl auch nicht nach deinem Tod für dich interessieren.

"Sie hatte Depressionen. Sie war krank. Da können wir uns gar keinen Vorwurf machen."
Das ist eine "typische" Reaktion.

Kommentar von FelinasDemons ,

Du hast Recht. Diese Kranke Welt überrascht mich immer wieder auf's Neue.

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