Sündenbegriff im Johannesevangelium, wie kann man diesen interpretieren?

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5 Antworten

Hallo zweiEuro!

So wie du das geschrieben hast ist es für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter eine sehr anspruchsvolle Arbeit!

Ich kann mir vorstellen, ihr sollt eher von einer konkrekten Textstelle ausgehend schreiben, was da im Johannesevangelium über Sünde gemeint sein könnte. Ihr könntet euch dabei beispielsweise die Begegnung Jesu mit der Sünderin hernehmen: Joh 8,1-11. 

Als Fragen empfehle ich euch:
* Wie steht Jesus zu der tat, die offensichtlich nicht in Ordnung ist?

* Wie geht Jesus mit der Frau um?

Aber vielleicht erkundigst du dich noch genau, was denn eigentlich eure Aufgabe ist!

Ich hänge den Text in der Einheitsübersetzung an:

81Jesus aber ging zum Ölberg. 

2Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es. 

3Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte 

4und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. 

5Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du? 

6Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 

7Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. 

8Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 

9Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. 

10Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? 

11Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!] 

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Ein paar Ansatzmöglichkeiten für Eure Aufgabe:

Was ist unvergebbare Sünde?

Erkenntnis bringt größere Verantwortung mit sich. Die Sünde des Pilatus war nicht so groß wie die der geistlichen Führer der Juden, die Jesus dem Statthalter überliefert hatten, und auch nicht so groß wie die des Judas, der seinen Herrn verraten hatte (Joh 19:11; 17:12).

Jesus erklärte den damaligen Pharisäern, sie hätten keine Sünde, wenn sie blind wären, womit er offensichtlich meinte, daß Gott ihnen ihre Sünden aufgrund ihrer Unwissenheit hätte vergeben können; da sie aber vorgaben, nicht unwissend zu sein, ‘blieb ihre Sünde’ (Joh 9:39-41).

Jesus sagte, daß sie „keine Entschuldigung für ihre Sünde“ hätten, weil sie Zeugen der machtvollen Worte und der Machttaten seien, die er aufgrund des auf ihm ruhenden Geistes Gottes vollbringe (Joh 15:22-24; Luk 4:18).

Wer den dadurch geoffenbarten Geist Gottes willentlich und wissentlich durch Worte oder Taten lästerte, machte sich „ewiger Sünde“ schuldig, einer Sünde, die niemals vergeben wird (Mat 12:31, 32; Mar 3:28-30; vgl. Joh 15:26; 16:7, 8).


Der unechte Text aus Johannes 7:53 bis 8:11 .

Diese 12 Verse sind dem ursprünglichen Text des Johannesevangeliums offensichtlich hinzugefügt worden.

Sie sind weder in der Sinaitischen Handschrift noch in der Vatikanischen Handschrift 1209 zu finden, erscheinen aber in dem aus dem 6. Jahrhundert stammenden Codex Bezae und in späteren griechischen Handschriften. In den meisten früheren Übersetzungen fehlen sie jedoch.

Es besteht kein Zweifel darüber, daß sie nicht zum Johannesevangelium gehören. In einigen griechischen Handschriften stehen diese Verse am Ende des Johannesevangeliums, in anderen nach Lukas 21:38, was dafür spricht, daß sie unecht und nicht inspiriert sind.


Jesus, der Messias

Johannes stellte seinen Jüngern Jesus mit den Worten vor: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (Johannes 1:29).

Das war wahrhaftig eine gute Botschaft, denn Johannes wies damit in Wirklichkeit alle Menschen auf den Weg zu Leben und Glück hin — auf Jesus, der „die Sünde der Welt wegnimmt“. Als Nachkommen Adams und Evas sind alle Menschen von Geburt an der Sünde und dem Tod versklavt. In Römer 5:19 heißt es dazu: „So, wie durch den Ungehorsam des e i n e n Menschen [Adam] viele zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des e i n e n [Jesus] viele zu Gerechten gemacht werden.“ Jesus sollte wie ein Opferlamm ‘die Sünde wegnehmen’ und den traurigen Zustand, in dem sich die Menschheit befindet, ins Gegenteil umkehren. „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod“, sagt die Bibel, „die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn“ (Römer 6:23).

Als vollkommener Mensch — ja als der größte Mensch, der je lebte — begann Jesus, die gute Botschaft zu predigen. Aus dem Bibelbericht in Markus 1:14, 15 erfahren wir: „Nachdem nun Johannes in Haft genommen worden war, ging Jesus nach Galiläa, predigte die gute Botschaft Gottes und sprach: ‚Die bestimmte Zeit ist erfüllt, und das Königreich Gottes hat sich genaht. Bereut und glaubt an die gute Botschaft.‘ “

Alle, die Jesu Worten Gehör schenkten und Glauben an die gute Botschaft ausübten, wurden außerordentlich gesegnet. In Johannes 1:12 heißt es: „So viele ihn [Jesus] aber aufnahmen, denen gab er Befugnis, Kinder Gottes zu werden, weil sie Glauben an seinen Namen ausübten.“ Als Kinder oder Söhne Gottes hatten sie die Aussicht, mit ewigem Leben belohnt zu werden (1. Johannes 2:25).

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Hallo,

als "Strafe" für den Pauker solltest ihr euch alle verweigern, denn solches Verlangen (in diesem Zusammenhang) ist ungehörig von ihm. Zumindest solltet ihr ihm dies klar machen - als "mündige" Christen !

Ansonsten ist die Aufzählung der Stichworte mit "Sünde" im J-Evangelium wohl daneben.
Der Begriff "Sünde" kann garnicht johannes-spezifisch gedacht oder gefunden werden. Was bei solchem Bemühen herauskommt ist einfach nur Geschwafel. Auch hier - rote Karte für den Pauker.

Gruß Viktor

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Das liegt euer Lehrer wohl gründlich daneben. 

Johannes hat in seinem Evangelium vor allem die Liebe, die Christen untereinander haben sollten, herausgestellt (Agape-Liebe, die grundsatztreue Liebe).

Was ist eigentlich Sünde? 

Nach dem hebräischen und griechischen Text der Bibel buchstäblich ein Verfehlen des Ziels. Gott selbst legt das "Ziel" fest, das seine intelligenten Geschöpfe erreichen sollten. Dieses Ziel zu verfehlen ist Sünde. Sünde wiederum ist auch Ungerechtigkeit und Gesetzlosigkeit.

Sünde ist all das, was nicht mit der Persönlichkeit, den Maßstäben, der Handlungsweise und dem Willen Gottes übereinstimmt.

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Hallo,

ich habe dies gefunden, mach dir am besten Notizen, aber erstmals 2 oder gar 3 x lesen !

Alles Gute, Emmy

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