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Sünde beichten

gefragt von sylo345 am 18.10.2007 um 2:26 Uhr

Wenn ich als Nicht-Christ (Kein Heide sondern andersgläubiger) zur Beichte in die Kirche gehe. Wird nach der Christlichen Religion meine Beichte vor Gott anerkannt oder darf der Pfarrer mir die Beichte überhauptnciht abnehmen?


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gerwitt
beantwortet von gerwitt am 18. Oktober 2007 08:29
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Nach katholischen Verständnis kann das 'Sakrament der Versöhnung' nur jemand empfangen, der getauft ist, also Christ ist.

Dazu sagt der Canon 959 des CIC (Katholisches Kirchenrecht): "Im Sakrament der Buße erlangen die Gläubigen, die ihre Sünden bereuen und mit dem Vorsatz zur Besserung dem rechtmäßigen Spender bekennen, durch die von diesem erteilte Absolution von Gott die Verzeihung ihrer Sünden, die sie nach der Taufe begangen haben; zugleich werden sie mit der Kirche versöhnt, die sie durch ihr Sündigen verletzt haben."

Dies ist aber auch einleuchtend, denn die Feier der Versöhnung ist eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche. Und die katholische Kirche kann ja nur für ihre Mitglieder Regelungen aufstellen, die für den Empfang dieser Sakramente gelten.

Unabhängig davon bin ich der festen Überzeugung, dass die Vergebung von Sünden auch auf anderem Wege erfolgen kann. Selbst innerhalb der katholischen Kirche gibt es die Überzeugung, dass man die Vergebung von Sünden z.B. durch Werke der Barmherzigkeit, durch geistliche Lesungen der heiligen Schrift, durch Teilnahme an Gottesdiensten u.v.a.m. erreichen kann.

Dies gilt - meiner Überzeugung nach - dann auch für die Nichtchristen, die durch Werke der Nächstenliebe usw. Vergebung ihrer Sünden durch Gott erhalten.

Einen Unterschied gibt es aber: Nur durch den Empfang der Feier der Versöhnung wird einem Menschen gleichsam 'auf den Kopf zugesagt', dass ihm seine Sünden vergeben sind. Dies bedeutet für den gläubigen Menschen ein größeres Maß an Gewissheit.

Unabhängig davon glaube ich aber auch, dass bei einem Gewissenkonflikt ein Priester ein guter Ansprechpartner sein kann, auch wenn man selbst nicht katholisch ist.

Und: in der Beichte ist es nicht üblich, jemanden zu fragen, ob er denn überhaupt katholisch sei`?

Ich denke, hier können wir es der Barmherzigkeit Gottes überlassen, wie er damit umgeht, wenn ein Nicht-Katholik zum 'Beichten' zu einem katholischen Priester geht.

Kommentar von 06bfae7f485c331637156f22b5adcda0smallStarbuck am 19. Oktober 2007 15:07

Sehr schöne Antwort. DH!


vollimleben
beantwortet von vollimleben am 18. Oktober 2007 08:03
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du brauchst weder eine kirche noch irgendeinen prister dazu gott ist überall auch in deinem zuhause da kannst du ihn auch um vergebung bitten denn weder die kirche noch ein prister können über dich richten

Kommentar von B751f2a0075628b54fa2207986e59cf1smallTeddylein am 19. Oktober 2007 22:57

DH!


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 18. Oktober 2007 07:06
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Ist die Einzelbeichte nicht nur etwas katholisches? Wenn Du die Beichte in Deiner Religion nicht kennst, brauchst Du auch nicht zu beichten.

Kommentar von 69d22410151448bb4977155a740ea7a9smallgerwitt am 18. Oktober 2007 08:31

Meines Erachten ist auch in der evangelischen Kirche die Einzelbeichte nicht grundsätzlich abgeschafft.


jkadauke
beantwortet von jkadauke am 18. Oktober 2007 07:41
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Die Frage ist ja auch, ob ein katholischer Pfarrer es merken würde, wen jemand nicht-katholisches seinen Beichtstuhl betreten würde. Allerdings weiß ich, dass Du als Gläubiger einer monotheistischen Religion besser dastehst, als ein Heide.

Kommentar von 69d22410151448bb4977155a740ea7a9smallgerwitt am 18. Oktober 2007 08:31

Korrekt, in der Regel wird der Priester nicht fragen, ob jemand katholisch ist.


barnabas
beantwortet von barnabas am 19. Oktober 2007 11:03
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Wenn wir über Religion (Re-ligio = Rück-Bindung) reden, besteht immer die Gefahr der Projektion. Wie Sylvia74 eben richtig ausführte, sind vor Gott alle Menschen gleich. Was soll die Beichte dann bewirken? Ist sie allein Teil eines mehr oder weniger ausgeklügelten Projektionssystems oder hat sie eine größere Tragweite und Bedeutung für mein Leben? Ich bin da eher Existenzialist und sehe die Beichte oder das persönliche Seelsorgegespräch als Chance, meine Seele zu entlasten, Gott wieder näher zu kommen (innerlich/seelisch/geistlich), mir meiner Abgründe bewusster zu werden und mir dann durch den Seelsorger die Vergebung Gottes zusprechen zu lassen. Das hilft mir, damit ich mir die Vergebung nicht selber denken oder erglauben muss.

Gruß Barnabas

"Die ausgesprochene, bekannte Sünde hat alle Macht verloren. Sie ist als Sünde offenbar geworden und gerichtet. Sie vermag die Gemeinschaft nicht mehr zu zerreißen."

Dietrich Bonhoeffer


anonym
beantwortet von Sylvia74 am 18. Oktober 2007 05:40
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Vor Gott sind alle Menschen gleich,warum sollte dann ein Pfarrer nicht die Beichte abnehmen,wenn jemand anders gläubig ist?

Kommentar von sylo345 am 20. Oktober 2007 19:57

Ich denke es geht nicht darum ob der Pfarrer die Beichte abnimmt oder nicht. Wie schon oben erwähnt kann man nicht 100 %iger Wahrscheinlichkeit sagen, ob dieser Mensch katholisch ist oder nicht. Es ging mir nur darum, ob der katholische Glauben die Sünden andersgläubiger annimmt oder nicht.


anonym
beantwortet von MaxderLachs am 29. August 2008 13:18
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Ein katholischer Pfarrer merkt es sicher nicht, ob und welchen Glauben Du hast. Deshalb wird er dich auch von den Sünden lossprechen!

aber vor Gott sind sie nicht vergeben, weil du nicht kastholisch bist.

Deshalb ist die ganze beichte auch sinnlos!

Ein Tipp von mir:

Wäre es auf Dauer nicht besser, Du würdest der katholischen Kirche beitreten, dann kannst Du auch die Vergebung der Sünden erhalten.

Zudem denke ich, hättest Du die beste Entscheidung Deines Lebens getroffen.

Denn schließlich geht es um Dein "ewiges" Leben.

Und was könnte wichtiger sein als nach diesem zu streben !


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