Sucht ihr auch nach kompetenter Hilfe in Psychose und Schizophrenie Foren im Netz, welche Erwartungen habt ihr daran?

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4 Antworten

Hallo!

Ich bin mir sicher, dass solche Foren hilfreich sein können (!), für Menschen die betroffen sind oder auch für die Menschen, die so jemanden in der Familie oder im Freundeskreis haben. Aber solche Internetseiten ersetzen keine Therapie und sind auch nicht immer ganz zuverlässig. Menschen sind individuell.

Ich bin seit meiner Geburt schizophren, bin also so aufgewachsen und es ist alles normal für mich, und irgendwie komme ich mit allem ganz gut klar. Aber würde mich zum Beispiel freuen, wenn mein Freund sich auf sowas mal erkundigt. Aber was findet man da? Was gibt es so zu berichten?

Gestern wollte ich zum Beispiel (hier) eine Frage stellen, ob es sowas wie Skills gegen zu lauten Stimmen/Geräusche gibt, da ich lange wach lag und ich echt nicht schlafen konnte. Gibt es überhaupt sowas wie Skills? Zurückreden hilft nicht immer.

Für mich wäre sowas (aktiv) nichts. Ich werde ziemlich schnell misstrauisch und paranoid und sicherlich würde ich keine gute Stimmung verbreiten. Aber trotzdem würde ich dein Forum gerne mal durchschnuppern, als Gast!

Liebe Grüße!

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Hi

Leider ist es so, das gerade bei diesen Problemen ein Forum, wohl zum gemeinsamen Gedankenaustausch über erlebtes, jedoch nie für Therapeutische zwecke genutzt werden sollte.

Gerade bei Schizophreniepatienten ist eine persönliche und spezifisch auf jeden einzelnen Patienten abgestimmte Therapie und Medikation unerlässlich.

Betreffend deiner Meinung nach, das gute Medikamente verwährt sind, kann ich so nicht absegnen. Eine Medikation wird und MUSS auf jede person einzeln abgestimmt werden. Was bei dir nützt, kann beim anderen erhebliche Schäden und leider auch das absolute gegenteil einer positiven Therapie bewirken.

Ich unterstütze die Ansicht, das gegenseitiger austausch, nach dem Selbsthilfegrüpchen prinzip, soweit hilfreich ist, da man auch merkt, mit seinenen Problemen und Sorgen nicht alleine da zu stehen. Jedoch bedarf es gerade in Kriesenzeiten unbedingt professionelle unterstützung.

Alles liebe und gute

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Kommentar von Maggi58
07.05.2016, 13:05

Wenn es diese professionelle Unterstützung bei den Psychiatern geben würde. Oft ist ja nach der Kriese wie vor der Kriese und medikamentös wird oft mehr falsch als richtig gemacht. 

Gibt viele Medikamente und nun wenige wären Sinnvoll und würden gebraucht, also kommt das in einen Konflikt mit der Pharmaindustrie wenn man wirklich Heilung anbieten wollte was man durchaus könnte oder zumindest starke Erleichterungen, dann müssten die Ärzte mit der Pharma brechen und selbst ihre Studien und Erfahrungen, Forschung mit den vorhandenen Wirkstoffen machen, also diesen Lügen und Täuschung etwas entgegensetzen.

Dazu wird es an Geld dann fehlen, weil die Milliarden nehmen eben die Pharmakonzrene ein und dafür werden sie von den Ärzten angebetet und viel mehr steckt hinter der Therapie kaum als das Betroffene sich abfinden sollen und ruhig gestellt werden.

Leider.

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Die Frage ist, welche Erwartungen man an Laien und Betroffene stellt aber Fachärzten und psychologische Psychotherapeuten aus den Weg geht bzw. es dem der Laienmeinung unterordnet. Da dürfte der Leidensdruck schlicht nicht groß genug sein um sich kompetent helfen zu lassen. Natürlich müssen aktive Psychosen und Schizophrenien medikamentös behandelt werden. Natürlich macht es Sinn dual eine Psychotherapie zu machen um die Auslöser der Erkrankung zu erkennen und zu bearbeiten, dass früher oder später eine Linderung der Symptome erfolgen kann. Von Heilung kann in der Psychotherapie nie gesprochen werden sondern wie schon beschrieben - von einer Linderung der Symptome, bestenfalls in dem Ausmaß, dass diese im Alltag weitestgehend nicht mehr einschränken. Ich persönlich würde mich mit einer solchen Erkrankung, oder besser gesagt, generell wenn mit meinem Körper etwas nicht stimmt, bestimmt nicht an Laien oder andere Betroffene wenden. Psychose ist nicht gleich Psychose, Schizophrenie nicht gleich Schizophrenie. Es spielen viel zu viele Faktoren eine Rolle um von den Beobachtungen anderer auf sich selbst zu schließen.

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Kommentar von Maggi58
07.05.2016, 12:39

Klar das man als Betroffener mehr oder weniger Laie ist, aber dennoch helfen Erfahrungen und der Umgang mit den Problemen weiter, zum Teil besser als es Ärzte und Psychologen je könnten, weil ihnen auch dieses private Erleben fehlt und diese eben oft nur einen Rahmen geben vom Fließband, also das ganze ist ja auch weniger auf Individuelle Behandlung ausgelegt das psychiatrische System, der Wunsch danach ist gut, aber die Einsparungen werden ja meist dort getroffen wo die Hilfe unerlässlich ist, gerade bei den Medikamenten wird oft lieber welche eingesetzt die 300-500€ kosten und wo auch für den verschreibenden Arzt in irgend einer Weise ein Profit zu holen ist als geeignetere Medikamente die schon für 50 € im Monat zu haben sind und die Verfassung sogut verbessern würden das man in einen Bereich kommt wo Psychotherapie und die Verarbeitung der Probleme eher möglich wären:

Sehe schon einen großen Mangel und denke da haben Foren derzeit mehr zu bieten als es die Psychiatrie tut, die lediglich Symptome unterdrückt und auch den Willen des Patienten, die Erkrankung ist kaum verstanden und das Wissen was Ärzte haben halten sie zurück um Macht auszuüben, also man steht doch in der Klinik auf weiter Flur wenn man über seine Probleme reden will, als Antwort bekommt man Medikamente die Gehirnwäsche betreiben und die Probleme belassen bis sie später mal wieder ans Licht kommen. 

Meiner Meinung werden Patienten eher allein gelassen und mit den Neuroleptika allein werden die Selbstheilungskräfte eher auch unterdrückt, man wird klarer. Mittel wie Bupropion die gegen Sucht und Psychose helfen würden ohne Neuroleptika zu sein zieht die Psychiatrie kaum in Betracht und das sehe ich als einen schwerwiegenden Fehler ebenso das man noch Zwang ausüben muss und typische Nls die Behindeurngen erzeugen einsetzt wo man hochpotente Atypische hat aber diese zu selten oder die falschen einsetzt, viel Ahnung über die Medikamente und welche Kombinationen überhaupt helfen uns Sinnvoll erscheinen können haben die nicht. Antidepressiva werden oft jene eingesetzt die Psychosen wegen dem Serotonin fördern, andere hilfreiche werden kaum beachtet fallen unter den Tisch. 

Meiner Meinung ist das was in Psychiatrien läuft ein schlechter Witz und die Hölle für jeden einzelnen an Psychose und Schizophrenie betroffenen, bei anderen psyischen Erkrankungen ist es ähnlich. Meiner Meinung nach sind das Systeme die wir vom 3. Reich kennen die da am laufen sind und es geht eher darum Sterilisation und Rassendenken mit Medikamenten die eigentlich helfen sollen durchzuführen.

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Ich persönlich würde mir bei so ernsthaften Erkrankungen niemals anonyme Hilfe im Internt suchen / holen. Jede Erkrankung / Störung ist individuell, es gibt keinen goldenen Weg der Therapie . 

Gerade psychisch / seelisch erkrankte Menschen sind sehr oft labil und verzweifelt. Potentiell also auch Opfer, was sehr gefährlich werden kann. Im Notfall kann keiner der Leute aus den Foren eingreifen und helfen, der Betroffene ist auf sich gestellt . Besonders so Kriesen sind gefürchtet und riskant. 

Auch deine Meinung das gute Medikamente oft verwehrt werden kann ich so nicht unterstützen. Was bei dir wirkt kann bei einem anderen fatale Folgen haben. Wechselwirkungen können sogar lebensbedrohlich werden. 

Hier muss reale Hilfe vor Ort absolute Priorität haben. 

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Kommentar von Maggi58
07.05.2016, 12:58

Ja aber die Hilfe die man als Psychotiker / Schizophrener bekommt ist ja sehr schlecht, also es wird da oft noch mit Zwang behandelt und Medikamenten die ebenso in KZs erfunden worden sein können, das kann sehr anstrengend für Betroffene sein und werden so das sie aus der Drehtür Psychiatrie schwer herauskommen. 

Diese Hilfe wenn es keine ist erscheint mir von daher eher unnötig die Psychiater vorgeben zu bieten. Schonmal mit einen gesprochen und den Wahrheitsgehalt herausgefiltert? Wenn man dinge Fragt zu den Medikamenten und Nebenwirkungen, Folgen, bekommt man nur ausweichende Antworten und Lügen präsentiert.

Von daher habe ich mich auch entschlossen ein Forum zu machen, weil das eben kaum auszuhalten ist das Betroffene im grunde nur ruhig gestellt werden und jedes Problem als Psychotisch und Krank abgetan wird, von der Gesellschaft kann man das ja erwarten, aber von Psychiatern und Ärzten erwartet man als Betroffener schon etwas mehr, vielleicht habe ich ja nur schlechte Erfahrungen gemacht und anderen erging es besser, mir erscheint es aber eher das es Systematisch so gewollt ist, das die lieben einen das Bein abnehmen als eine Wunde zu versorgen.

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