Frage von Psychii, 93

Suche nach Welpen in Wien, Österreich?

Hallo,

zuerst einmal: Ich suche einen Zweithund - schon seit einer geraumen Weile, und tue mir damit besonders schwer, da ich keinen aus einer Massenzucht haben möchte, oder über illegalen Welpenhandel. Ich möchte diese grauenhaften Sachen nicht fördern, war schon öfters bei vers. Auffangstationen und Tierheimen aber leider war nie ein Welpe dabei. Meinen ersten Hund habe ich ebenfalls vom Tierheim geholt, da war er bereits 1 Jahre. Das war die beste entscheidung überhaupt! :D

Aber nun zu meine Frage: Ich suche (bislang erfolglos) nach einem weibl. Welpen, dass nicht zu groß wird, max. 15 kg wiegt und ab 12 Wochen ist, aber nicht älter.

Ich hab schon überall nachgefragt ob wer evtl. einen Wurf erwartet und sie nicht behalten kann oder hergeben möchte, aber bis dato erfolglos.

Habt Ihr einen Rat? Eine Anlaufstelle? Je näher an Wien - am besten noch IN Wien... das wäre super-klasse :D

Vielen Dank für Eure Antwort!

Liebe Grüße, Psychii

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Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 46

Ich an Deiner Stelle würde mir zuerst mal überlegen, was für eine Rasse es sein soll. Anschließend würde ich mir über die ÖKV-Homepage (http://oekv.at/) ein paar Züchter suchen und dort anfragen.

Kommentar von Psychii ,

Das habe ich mir schon überlegt - mir is die Rasse nicht wichtig, oder das aussehen, es wäre mir nur wichtig mim Alter - da kann das kleine Schatzal sich leichter an die "neue Familie" gewöhnen. Außerdem sind diese Züchter meist so zieeemlich weit weg. Ich hatte die Hoffnung ob wer vl weiß/wen kennt der entw. selbst grad Nachwuchs bekommen hat, und/oder in der näheren Umgebung von Wien auffangstationen etc. kennt..

Danke Berni74 :)

Kommentar von Berni74 ,

Wenn es ein Rassehund werden soll, dann ist die Rasse schon ziemlich wichtig. Jede Rasse hat unterschiedliche Eigenschaften und Bedürfnisse. Da sollte man schon wissen, was einen erwartet und ggf. auch von der einen oder anderen Rasse die Finger lassen.

Oder Du gehst ins Tierheim. Frag mal bei Michaela Marschall vom Hundezentrum Wien (http://www.hundezentrum-wien.com/). Sie arbeitet mit dem Tierheim Buksi in Ungarn zusammen, da sind auch immer wieder jüngere Hunde oder gar Welpen in der Vermittlung.

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 22

Eine Anlaufstelle kann ich Dir leider nicht nennen, gebe aber zu bedenken, dass die Rasse nicht unwichtig ist, wenn es um einen Zweithund geht.

Stichwort Kommunikation: Zwischen "Langnasen" und "Knautschgesichtern" kann es z.B. sehr leicht zu köpersprachlichen Missverständnissen kommen.

Stichwort Auslastung: Ein Hütehund braucht eine ganz andere Auslastung als ein Jagdhund, so dass Du doppelte Arbeit hast, während zwei gleich getaktete Hunde gut gemeinsam ausgelastet werden können.

Stichwort Spielverhalten: Terrier z.B. spielen extrem körperlich und laut, was vielen anderen Rassen überhaupt nicht liegt.

Außerdem kann es sinnvoll sein, mit der Wahl der Rasse gezielt einzelne Züge des Ersthundes auszugleichen und zu ergänzen. Zu einem aufgedrehten Hund würde ich einen Zweithund mit ruhigerem Temperament setzen. Zu einem Hund mit starkem Jagdtrieb lieber kein zweites Jagdschwein, weil sich die Hunde draußen sonst gegenseitig anstacheln und extrem viel Training brauchen. Zu einem rassebedingt sehr territorialen Hund würde ich keinen zweiten setzen, wenn ich in der Stadt wohne. Sehr eigenständige Rassen können Dir im ersten Jahr das Leben sehr schwer machen, weil die Hündin spätestens in der Pubertät das Ruder übernehmen wird und Dir den Stinkefinger zeigen wird, wenn Du sie korrigieren willst etc.

An Deiner Stelle würde ich mir erst die Rasse aussuchen und dann nach einem Welpen Ausschau halten.  

Kommentar von Psychii ,

Danke Naninja für die ganzen nützlichen Infos und Nachdenkstuppser!

Du hast auf jedenfall recht mit dem, was du geschrieben hast. Vor allem das mit "Terrier" und "Jagdhund", da meiner genau ein Deutscher Jagdterrier ist..

Von dem her.. wird es wohl doch noch schwerer das passende Familienmitglied zu finden, aber ich werd mich sofort mal schlau machen, welche Rasse ihn ausgleichen würde, mit der er sich aber auch auf körperlicher und geistiger Ebene befassen kann, sprich ein
Chiwawa und ein Berner Sennenhund werden es wohl nicht werden.

Auf jedenfall noch einmal Vielen Vielen Dank!

Kommentar von Naninja ,

Gerne!

Als ich damals einen Zweithund zu einem Parson Russell gesucht habe, standen bei mir u.a. Cocker, Border Terrier oder Pudel zur Auswahl. Vielleicht magst Du ja mal einen Blick auf diese Rassen werfen, ganz so weit sind Jagdterrier und Parson ja nicht voneinander entfernt.

Ich wollte einen Hund, der selbstbewusst genug ist, um dem Terrier etwas entgegenzusetzen, der bei der Auslastung mitziehen kann (Dummyarbeit, Trailen, Jagility), der aber nicht ganz so schnell hochdreht und insgesamt ausgeglichener ist.

Geworden ist es schließlich doch ein zweiter Terrier. Damit habe ich mir das Leben sicher in vielen Punkten schwerer gemacht, als es hätte sein müssen (Jagdtrieb, schnelles Hochdrehen wird von beiden Hunden zusätzlich gepusht). Außerdem waren die Auseinandersetzungen zwischen beiden Hunden in den ersten Wochen und während der Pubertät des Zeithundes nicht ohne, weil beide Hunde terriertypisch immer wieder ihre Grenzen ausgetestet haben und sehr ruppig miteinander waren. Kritisch oder gar blutig war es zu keinem Zeitpunkt, aber extrem anstrengend und nervig.

Bei der Auswahl des einzelnen Hundes würde ich auch darauf achten, dass es einen Ausgleich gibt, was z.B. die Ressourcen anbelangt. Zu einem Ersthund, der sehr auf Futter fixiert ist, würde ich z.B. keinen Labbi oder Beagle setzen. Zu einem Hund, der sehr auf Bälle abfährt, keinen Jack Russell Terrier usw.. Dabei kommt es natürlich immer auch auf den einzelnen Charakter des Hundes an.

Falls Dein Hund einen starken Jagdtrieb hat würde ich Dir außerdem dazu raten, bei der Wahl des Züchters gut aufzupassen. Wenn es ein zweiter Jagdhund werden soll, würde ich keinen aus einer Arbeitslinie nehmen.

Noch ein persönlicher Rat: such Dir im Vorfeld einen Trainer, der sich Deinen Hund ansieht und zusammen mit Dir die Welpen aussucht, die in die engere Wahl kommen. Die erste Zeit als Mehrhundehalter ist u.U. sehr anstrengend, weil Du mit Problemen konfrontiert wirst, über die Du bis dato noch nicht nachgedacht hast. Dann ist es gut, einen Trainer zu haben, der beide Hunde kennt und Dir bei Fragen zur Seite steht.

Kommentar von Psychii ,

Hallo, also durch das "nachforschen" im Internet, TA und vers. Leuten bin ich bin noch unsicherer geworden als ich eh schon war. Ich hätte mir einen Zweithund nicht von einem Züchter geholt sondern entweder von einer Auffangstation oder einem Tierheim... Mir wurde geraten einen Welpen zu holen der 12-14 Wochen alt ist, damit sich beide leichter tun den andern zu akzeptieren.. Allerdings gibt es hier nicht die Möglichkeit dass die beiden sich vor der endgültigen Entscheidung mal beschnuppern könnten bzw. ist die Rasse des Welpens fraglich.. Was mir allerdings am meisten Kopfzerbrechen bereitet ist die Frage, OB mein 5 Jahre alter Hund ihn akzeptieren würde?! Ich konnte mir für die eingewöhnung max. 3 Wochen am Stück Urlaub nehmen. Auch könnte ich keinen von beiden wieder her geben... Und woher kann ich wissen das die sich verstehen werden?!

Nochmals Danke für deine Antwort und den tollen Tipps (:

Kommentar von Naninja ,

Grunsätzlich ist es mit einem Welpen leichter, weil er sich besser in das bestehende Gefüge einpasst und Du von Anfang an die Regeln festlegen kannst, nach denen das Zusammenleben funktioniert. Außerdem wachsen Ersthund und Welpe leichter zu einem Team zusammen, wenn sie gemeinsam aufwachsen.

Es kann in den ersten Wochen oder Monaten aber auch schwierig werden, falls der Welpe Deinen Hund nervt. Welpen sind ja oft distanzlos und da braucht es Management seitens des Halters. Drei Wochen reichen dazu niemals aus, weil Du z.B. das Alleinsein und die Stubenreinheit aufbauen musst und ein Welpe das innerhalb von drei Wochen nicht packt, sondern Monate braucht.

Allerdings finde ich drei Wochen Eingewöhnungszeit auch für einen Tierschutzhund viel zu wenig. Es gibt in der Anfangszeit immer Reibereien zwischen den Hunden und wenn die Hunde die unter sich klären müssen, kann das sehr böse enden.

Arbeitest Du Vollzeit? Falls ja, würde ich für den Ersthund eine Betreuung suchen und auf einen Zweithund verzichten.

Ich habe mir vor etwas über zwei Monaten einen Welpen geholt und kann ihn inzwischen (mit etwas über 5 Monaten) gut 30 min alleine lassen, obwohl er ja vierbeinige Gesellschaft hat. Länger funktioniert es noch nicht. Wenn ich länger weg muss, brauche ich einen Sitter. Unbeaufsichtigt würde ich meine Hunde noch nicht lassen, weil es immer noch kleine Rebeireien gibt oder Spiele, die sich hochschrauben. In meinem Beisein läuft das völlig harmlos ab, aber die Hunde ganz sich selbst zu überlassen, wäre mir noch zu riskant.

Ich finde Dein Zeitfenster leider viel zu knapp für die Eingewöhnung und Vollzeitarbeit alles andere als optimal. Letztendlich hast Du dann zwei Hunde, die den ganzen Tag alleine sind und auf Dich warten.

Kommentar von Psychii ,

Hallo,

das wäre mit ein Grund, WIESO ich einen Zweithund wollte/darüber nachgedacht habe.
Damit meiner oder dann beide - nicht alleine sind, sie können dann gemeinsam spielen, Fenster schauen, im Garten toben..

Grundgedanke war ja, dass ich die Befürchtung habe, bzw. Angst davor habe, dass meinem Langweilig ist und/oder er einsam ist, immerhin ist ein Mensch nicht so versiert in der Sprache von Hunden, also zumindest nicht so gut wie die Artgenossen.

Außerdem Alleine ist er ja nicht. Sowas wäre ja Tierquälerei, er ist bei meinen Eltern im Garten draußen. Sie sind sozusagen meine Hundesitter, ende des Monats wird Rechnung gestellt, immerhin will ich meine Eltern auch nicht ausnutzen.

Hmm... wenn ich mich recht erinnere... war meiner mit knapp 1/2 Jahr schon 6 Std. alleine, ohne das etwas passiert ist..

Kommentar von Naninja ,

Die Idee ist nett, aber nicht realistisch.

Dass zwei Hunde sich auf den ersten Blick so toll finden, dass sie beste Freunde werden, ist extrem selten.

Ich hab selbst Erfahrung mit der Mehrhundehaltung und auch einige Mehrhundehalter in meinem Umfeld. 90% der Hunde leben nach einer Eingewöhnungsphase (die teilweise bis zum einem halben Jahr dauert) gut miteinander. Sie spielen kaum oder gar nicht zusammen, sie liegen nicht zusammen, aber sie respektieren sich.

Abgesehen davon wird Dir ein Zweithund keine Arbeit abnehmen oder Zeit einsparen, sondern Zeitaufwand und Arbeit verdoppeln, wenn nicht verdreifachen. Auch das kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen.

Mit Glück wirst Du zwei Hunde haben, die gemeinsam 8 Stunden alleine sind und sich langeweilen. Mit Pech zwei Hunde, die sich in Deiner Abwesenheit in die Haare kriegen, weil sie sich um Ressourcen streiten oder ein Spiel eskaliert (auch das kann passieren).

Ich glaube, Du siehst die Mehrhundehaltung durch eine rosarote Brille. Es gibt einige Bücher zu diesem Thema. Ich würde Dir dringend raten, mindestens eins davon zu lesen, bevor Du nach einem Hund suchst.

Antwort
von Bitterkraut, 34

Versuche es bei Tierärzten. Die betreuen oft trächtige Hündinnen oder Welpen aus Upps-Würfen. Meine Tierärztin hat ein schwarzes Brett, wo Besitzer von Upps-Würfen ihre Würfe anzeigen.

Kommentar von Psychii ,

Super danke, ich werd auf jedenfall die vers. TA abklappern, danke!! :D

Kommentar von Bitterkraut ,

ja, da weiß man dann auch, daß die Welpen von einer ärztlich betreuten Hündin kommen und mutmaßlich aus guter Hand. Und natrülich, daß sie selbst auch tierärztlich betreut sind. Hundemafia schließt das schon mal aus.

Antwort
von Anna1230, 41

Versuche es doch mal über Animalcare, die haben immer auch Welpen auf Ihrer Webseite die zur Vermittlung stehen. Einfach mal bei Google eingeben und dann kannst du unter hunderten Hunden auch Welpen finden mit Angaben wie groß diese werden und wie alt sie sind. Die vermitteln Hunde in ganz Österreich.

Kommentar von Psychii ,

Ich werd auf jedenfall gleich mal schauen.. aber da wäre dann noch das kleine aber feine Hindernis vom Weg... Immerhin will ich meinen "Großen" gleich mitnehmen, damit er sich nicht herabgesetzt fühlt, immerhin gehört die kleine dann auch zu ihm.

Aber ich kann ja mal anrufen und nachfragen, danke Anna1230! :D

Antwort
von Buddha12, 42

Leider kann ich dir für diese Frage keine Information zu kommen lassen, aber ich finde deine Einstellung zu deinem Vorhaben super! ;-)

Kommentar von Psychii ,

Das macht nichts, vielleicht kommt dir ja noch was zu Ohren oder vor die Augen :)

Danke Buddha12 :D

Antwort
von DonkeyDerby, 37
Kommentar von Psychii ,

Danke! :)

Antwort
von Morpheus89, 50

hast es schon über ebay kleinanzeige versucht?

Kommentar von Psychii ,

Omg.. glaubst du denn das diese Leute ihre Hunde gut behandelt haben? Bzw das die da nicht einfach ein Geschäft machen wollen, ohne Rücksicht auf Verluste?

Sowas fördere ich nicht! Stell dir das mal vor, dann haben die nen Grund und ne Bestätigung sowas zu machen. Lieber fahr ich 5std mim Auto (was nicht geht, da das für das kleine Weserl kein Zustand wäre).

Trotzdem Danke Morpheus89 (:

Kommentar von Morpheus89 ,

ich finde daran nix verwerfliches...hab dadurch schon viel kontakte zu tierbesitzern gehabt, gut allerdings katzen, und hab nie was negatives erfahren

Kommentar von Bitterkraut ,

da inserieren auch die Hundehändler der Hundemafia, da muß man gut aufpassen

Kommentar von Psychii ,

eben u.a. Aber vor allem möchte ich ja dem kleinen ein besseres Leben schenken. Das wäre dann schon mal der perfekte Start. Mir wäre (Wunschdenken, ich weiß, aber hoffen darf man ja) am liebsten, wenn es so wäre wie bei meinem zweiten Hund - der wurde samt seinen Geschwistern in der Nähe von einer Autobahnraststation gefunden - im Juni bei +30°C !!

Er ist mittlerweile 5 stolze Jahre alt, aber man merkt dass er etwas ganz besonderes ist, er kostet das Leben voll aus...

Alles andere wäre sowas zu Fördern..

Kommentar von Berni74 ,

Da die guten von den schlechten zu trennen, ist oft sehr schwer. Ich würde einen Hund auf keinen Fall über so eine Plattform kaufen.

Entweder man holt sich einen aus dem Tierheim oder von einem seriösen Züchter. Die findet man auf den Internetseiten der jeweiligen Rasseclubs, und die wiederum kann man über den nationalen FCI-Dachverband erfahren.

Kommentar von Morpheus89 ,

gut  recht hast du aber irgendwo haben auch solch tiere ein schönes zu hause verdient

Kommentar von Psychii ,

Da stimme ich dir voll und ganz zu!

Aber es ist dann doch schwer, immerhin sind dann viele krank oder schlimmeres. Außerdem müsste ich mit meinem Großen mal die kleinen Besuchen gehen, immerhin sollten sie sich schon leiden können.

Ich bin leider kein TA um auf anhieb herausfinden zu können, ob die krank sind oder (in einer Doku gesehn: 6Wochen statt mind. 12 Wochen sind).

Aber sonst hat jedes Lebewesen (pi mal daumen der Mensch) ein Anrecht auf ein gutes Zuhause und eine liebende Family!!!

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