Frage von Madmoisele, 64

Kennt ih Kategorien nach denen man seinen ganzen Krempel aufräumen kann?

Nachdem ich aus einer großen Wohnung in ein kleines Haus umgezogen bin, ist mein bestgehüteter Krempel total durcheinander geraten, da es sehr schnell gehen mußte. Nun ist, wie man früher so schön sagte, "der Kamm in der Butter" und "die Ziege auf dem Dach". 

Habt Ihr vielleicht Ideen wie ich alles in Kategorien einteilen könnte, wie z.B. Putzzeug oder Unterhosen. (Letztere nur mal so als Spaßbeispiel. Die sind natürlich geordnet.) 

Also, wenn Ihr Kategorien oder natürlich ein noch besseres System habt: Bitte her damit. Vielen Dank!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dea2010, 20

Als erstes überlegen, wo was hin soll.

Ich habe zB sehr viel Handarbeitszeug, sprich auch Wollvorräte, Stoffe usw. Ich habe mir in einem Zimmer eine regelrechte Handarbeitsecke eingerichtet: 2 Billy-Regale und einen Tisch mit Stuhl. Daneben einen Standspiegel und als Letztes (geplant) kommt noch ne Schneiderpuppe hin.

Die Nähmaschine ist arbeitsfertig aufgebaut und mit ihrer Hülle lose abgedeckt. Die ganzen Schnittmuster sorgfältig in Aktenhüllen, die dann in einem Sammler (Box). Daneben die ganzen Bücher... der Rest von den Regalen ist voll mit dem rest. Schön geordnet nach Handarbeitsart (Wolle/Stoffe/Stickereien).

Das als Beispiel, wie man EINE Ecke einrichten kann.

Generell: Mach dir nen Plan, wo was hingehört. In jeden Raum ne große Kiste (Umzugskarton) stellen.

Da, wo dein Zeug aktuell lagert, zusätzlich zwei Kisten hinpacken für: "Brauch ich nicht mehr/hab ich länger als 1 Jahr nicht angefasst/kaputt" und "Vielleicht noch brauchbar"

Und dann ganz konsequent Stück für Stück in die Hand nehmen, wenn es gebraucht wird, in den Raum bringen, wo es hin soll. Entweder sofort verräumen oder in die jeweilige Sammelkiste. Ja, da läuft man einige Kilometer!

Dann Raum für Raum vorgehen. Genau überlegen: Wo kommt was hin... Beispiel (Mein Wohnzimmer): An der kurzen Wand steht die Heimorgel. In die regale links und rechts davon kommt alles, was mit Musik zu tun hat. Über der Heimorgel hängen meine beiden Gitarren und da sind auch die CD-Sammler.

Gegenüber ist die lange Wohnwand. Mittig steht das Glotzofon. Darunter in den Fächern sind alle DVDs, die Konsolen (2 Stück) sowie die dazugehörigen Spiele. Rechts vom TV sind in den Regalen die Bücher. Links davon habe ich meinen Schreibtisch, also findet sich in der Wohnwand das entsprechende...Aktenordner, PC-Programm-CDs, Fachliteratur usw.

Und so geht das Raum für Raum. Man nimmt sich jeden Tag nur ein wenig vor, zieht das aber konsequent durch. Allein für meine Musikecke habe ich 1 Tag gebraucht! Aber dafür sind alle Noten sortiert, die CDs aufgeräumt etc.

Nach eingien Tagen kann man dann sagen: JETZT ist alles verstaut, was ich behalten will.

NUN erst geht man an die "Vielleicht"-Kiste und sortiert die nochmals durch. Alles was man behalten will, sollte auch in Ordnung sein oder man bringt es SOFORT zur Reparatur. Ansonsten ab in die Restekiste. Oder in eine dritte Kiste: Versteigern bei Ebay

Ist die "Vielleicht"-Sammlung weg sortiert, geht's an die Müllkiste. Hier sortiert man nach Müllart und entsorgt dann auch sofort! Adressen kann man googeln oder telefonisch bei der Gemeinde erfragen.

Batterien raus und ab in den Sondermüll, Elektrik/Elektronic auf einen Haufen packen und ab zum Recyclinghof. Plastik klein brechen und in gelbe Säcke packen, bei nächsten Abholtermin dann rausstellen. Kleider in Mülltüten sammeln und zu nächsten Kleidercontainer bringen. Nach und nach lichtet sich der Müllhaufen und irgendwann steht man vor der letzten LEEREN Kiste und hats geschafft!

So eine Entmüllungsaktion sollte man regelmäßig machen, der Mensch sammelt und hortet nun mal gerne.

Kommentar von Madmoisele ,

Vielen Dank !

Wow, bei Ihnen möchte ich mal reinschauen. Das ist beneidenswert! Mir ist momentan sehr peinlich wenn jemand kommt. Aber ich werde der Sache einfach nicht Herr. Na ja, bin auch körperlich und psychisch sehr angekratzt, durch einige Schicksalschläge.

Kommentar von Dea2010 ,

lach... klingt perfekter als es ist!

Aktuell nehme ich gerade die Wohnwand "auseinander"... weil ich meine Bücher digitalisiere und bei allem, was ich als ebook dann habe, den Paperback verticke.

Und die Handarbeitsecke... im Moment rattere ich täglich mit der Strickmaschine, um die Wollbestände zu reduzieren. 3-4 Pullover und mindestens 6 Paar Strümpfe/Socken werden es wohl.

Kommentar von Madmoisele ,

Nochmals Wow! Sie haben sicher einen 25-Stunden-Arbeitstag.

Kommentar von Dea2010 ,

Nö. Ich mache jeden Tag ein klein wenig was.

Dadurch, dass ich immer wieder hier und da was aufräume, ist die Bude vernünftig und strukturiert aufgeräumt und man kann Besuch rein lassen...

Antwort
von Katharsis036, 35

Hallo.
Also, zunächst die große Einteilung in "Brauch ich unbedingt" "Brauch ich möglicherweise" "Brauch ich gar nicht".
Letztere Gruppe entsorgen, dann bei der zweite Gruppe das Spiel nochmal durchführen bis nur noch die Gruppe "Brauch ich unbedingt" bleibt.

Dann in verschiedene Bereiche unterbringen, wo es gerade passt bis alles weg ist.

Antwort
von Apfel2016, 26

Hmmm wenn du wirklich ein sehr großes Chaos hast würde ich das ganze erstmal in Zimmer sortieren (Bad, Küche, Schlafzimmer) oder in so Sachen wie Textilien (Bettwäsche, Handtücher, Kleidung), Freizeit (Bastelmaterial , Spiele, Bücher), Alltagsgegenstände (Geschirr, Putzzeug), Papiere (Ordner, Briefe...) und dieses dann in die passenden Zimmer räumen von da dann in die Schränke/Regale

Kommentar von Nirakeni ,

Find ich auch gut.

Antwort
von Nirakeni, 18

Zuerst Kategorie: Themen, z.B. Schreibtisch, Kleidung, Schuhe, Sport, Haushalt, Handwerk Fahrrad, Diverses. Dann jeden Stapel für sich. Thema Schreibtisch: Unterteilen, Schule/Beruf, Behörde, Privat usw.

Genauso mit den anderen Kategorien vorgehen. Macht Spaß und geht gut voran.

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