Frage von Woelkchen1984, 34

Suche Gesetzestext bzgl. Geltungszeitraum Auszahlung von Resturlaub aus Beschäftigungsverbot nach Beendigung des Arbeitsverhältnis?

Liebe gutefrage.net-Nutzer Im Oktober 2013 kam meine Tochter zur Welt. Innerhalb dieser Schwangerschaft wurde ich auf Grund diverser körperlicher Probleme zum 08.04.13 arbeitsunfähig und zum 15.05.13 wurde das Beschäftigungsverbot erhoben. Im November 2015 kehrte ich an meinen Arbeitsplatz zurück, das Arbeitsverhältnis wurde jedoch im April diesen Jahres auf Grund eines Arbeitgeberwechsels gekündigt. In der Zeit von November bis Dezember wurde der Urlaub regelrecht in Anspruch genommen. In der Zeit von Januar bis April wurde der Urlaubsanspruch von 10,5 Tagen nur anteilig in Anspruch genommen (4 Tage = 6,5 Tage Resturlaub). Nach dem Arbeitsplatzwechsel wurde vom jetzigen Arbeitgeber eine Urlaubsbescheinigung des laufenden Jahres vom vorherigen Arbeitgeber angefordert, mit Angabe der bislang 2016 in Anspruch genommenen Urlaubstage. Im Zuge der Urlaubsplanung mit der Geschäftsleitung fiel dann das Gespräch zurück auf das Jahr 2013 und der Frage ob der Resturlaub aus Arbeitsunfähigkeit /Beschäftigungsverbot und Mutterschutz in Anspruch genommen oder abgegolten wurden. Ich war relativ perplex da ich mich mit Resturlaub und dem Anspruch darauf nie wirklich befasst hatte. Ich war auch nicht davon überzeugt das Resturlaub aus dem Jahr 2013 noch Bestand hat. Ein Gespräch mit der Arbeitskammer hat dies allerdings bestätigt. Da ich seither in Elternzeit gewesen wäre, hätte ich die Berechtigung den noch bestehenden Resturlaub von November 2015 bis Dezember 2016 in Anspruch zu nehmen bzw. nach Beendigung des Arbeitsverhältnis auszahlen zu lassen.

Nun meine eigentliche Frage: Ich finde über den Zeitraum des Anspruches den mir die Arbeitskammer genannt hat, sprich im laufenden Jahr nach Wiederaufnahme der Arbeit oder im Folgejahr der Arbeitsaufnahme, keinen Gesetzestext der das bestätigt. Hat jemand damit Erfahrung und kann mir eine Passage nennen welche diesen Zeitraum unterlegt?

Expertenantwort
von HelpfulMasked, Community-Experte für Schwangerschaft, 24

Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz - BEEG)

§ 17
 Urlaub

(1) Der Arbeitgeber kann den Erholungsurlaub, der dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin für das Urlaubsjahr zusteht, für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um ein Zwölftel kürzen. Dies gilt nicht, wenn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin während der Elternzeit bei seinem oder ihrem Arbeitgeber Teilzeitarbeit leistet.


(2) Hat der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin den ihm oder ihr zustehenden Urlaub vor dem Beginn der Elternzeit nicht oder nicht vollständig erhalten, hat der Arbeitgeber den Resturlaub nach der Elternzeit im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr zu gewähren.
(3) Endet das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit oder wird es im Anschluss an die Elternzeit nicht fortgesetzt, so hat der Arbeitgeber den noch nicht gewährten Urlaub abzugelten.
(4) Hat der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin vor Beginn der Elternzeit mehr Urlaub erhalten, als ihm oder ihr nach Absatz 1 zusteht, kann der Arbeitgeber den Urlaub, der dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin nach dem Ende der Elternzeit zusteht, um die zu viel gewährten Urlaubstage kürzen.

https://www.gesetze-im-internet.de/beeg/\_\_17.html

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen.

Lg

HelpfulMasked
Kommentar von Woelkchen1984 ,

Wahnsinn... so schnell und so hilfreich! Vielen vielen Dank!

Kommentar von Woelkchen1984 ,

Sie können  mir nicht eventuell noch bei der Berechnung des Resturlaub bzw. dem daraus resultierenden Auszahlungsbetrag helfen? :-D

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