Subjekt bei Fragen?

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5 Antworten

Alle Sätze und Fragesätze mit "sein" (oder bspw. auch "werden") als konjugiertem Vollverb sind kompliziert, weil es hier quasi zwei Nominative gibt - den Nominativ (als Subjekt) und den Gleichsetzungsnominativ. Nach dem Gleichsetzungsnominativ fragt man mit "Was ist/sind...?"

Beispiel: Der Mann ist Lehrer. 

  • Frage nach dem Gleichsetzungsnominativ: Was ist der Mann? > Der Mann ist Lehrer. 
  • Frage nach dem Subjekt: Wer ist Lehrer? > Der Mann ist Lehrer.

Aber natürlich hat jeder vollständige (Frage-)Satz ein Subjekt! Einfachere Beispiele: 

  • Kannst du die Aufgabe erklären? Wer kann die Aufgabe erklären? > du. Subjekt des Satzes. 
  • Wann fährt der Bus nach Bremen? Wer fährt (wann) nach Bremen? > der Bus. Subjekt des Satzes.
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Das Fragewort entspricht bei Fragen stets dem Satzteil, nach dem gefragt wird. Wenn du mit "wer oder was?" nach dem Subjekt fragst, ist auch das Fragewort das Subjekt des Fragesatzes. Kannst du erneut "wer oder was?" fragen, handelt es sich um das Prädikatsnomen.

Wer kommt da?      Fragewort wer ist Subjekt.     Antwort z.B.: Tim kommt da.

Was ist ein Kunstgegenstand?    Fragewort was ist Subjekt.
                                      Antwort: Die Vase ist ein Kunstgegenstand.
 
Was ist die Vase?   Fragewort was ist Prädikatsnomen.
                                Antwort: Die Vase ist ein Kunstgegenstand.

Statt nur allein was fragt man besser immer: wer oder was?

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Kommentar von Volens
20.09.2016, 09:37

Nochmal in aller Deutlichkeit für dein Beispiel:
In dem Fragesatz "(Wer oder) was sind deine Argumente?" wird nicht nach dem Satzteil "deine Argumente" gefragt, sondern nach den Argumenten selbst. Das Fragewort "was" vertritt das Subjekt des Aussagesatzes nur.
Eine (sehr platte) Antwort könnte sein: "Meine Fäuste sind meine Argumente." Dann ist "meine Fäuste" das Subjekt, nach dem gefragt worden ist.

Will man nach einem anderen Wort fragen, darf eben genau dieses in der Frage nicht vorkommen!

Also wie schon gesagt: die Frage nach "deine Argumente" wäre:
Wer oder was sind deine Fäuste?
Antwort: Meine Fäuste sind meine Argumente (Prädikatsnomen).

Die Frage nach "meine" entwickelt sich so:
Wessen Argumente sind deine Fäuste?
Antwort: Meine Fäuste sind meine Argumente.
Das ist (am Fragewort sichtbar) keine Frage nach einem Subjekt.
Es kommt ja auch keins.
(Das gefragte deine kam in der Frage nicht vor, es war das andere.)

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Nach Wem oder Was wird gefragt? Nach den Argumenten.

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Ja. Außer Befehlssätzen ("Nimm!") haben alle vollständigen Sätze ein Subjekt.

Du musst dich einfach an die Merkwürdigkeit gewöhnen, dass das Fragewort eines Fragesatzes selbst das Subjekt sein kann, nach dem du wiederum mit "wer oder was?" fragst.

Einfach in:

Fragesatz: Wer ist krank?

Frage nach dem Subjekt des Fragesatzes: Wer oder was ist krank?
  
            - Antwort: Wer.


Etwas verwirrender in:

Fragesatz: Wer ist der Betrüger?

Frage nach dem Subjekt des Fragesatzes: Wer (oder was) ist der Betrüger?

Zu diesem Fall hat LolleFee bereits geantwortet.

Auch hier ist das Subjekt "Wer";

"der Betrüger" ist Subjektsprädikativ (in älterer Terminologie Prädikatsnomen im Nominativ), also nicht Subjekt.
Ich frage in diesem Fall:
"Wer ist was?" und nicht: "Wer ist wer?"

(Alles unter Vorbehalt. Ich bin kein Germanist.)

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Subjekt wäre bei der Beispielfrage, "deine Argumente".

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Kommentar von Wazzupp
19.09.2016, 22:56

und wie wäre die Frage danach?

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