Frage von RappelzZocker, 38

Studiumabbruch, Depressionen... was nun?

Hallo. Bevor ich meine Frage stelle möchte ich noch kurz einige Hintergrundinformationen zu meiner Person angeben. Mein Name ist Michi, ich bin 18 Jahre alt und studiere seit diesem Semester Medizin, das Studium von dem ich seit über 10 Jahren träume. Was aber wenn sich dieser Traum zu einem Alptraum entwickelt? Ich studiere seit 2 Monaten und obwohl ich keinen Grund habe unglücklich zu sein zählen diese 2 Monate zu meinen schlimmsten. Noch nie habe ich mich so hin und her gerissen gefühlt. Von Verzweiflung zu Ehrgeiz und wieder zurück. So langsam weiß ich nicht mehr was ich überhaupt will. Studiere ich Medizin weil es mein Traum war oder der meiner Eltern? Meine Großeltern, Eltern und Geschwister sind alle Doktoren und dieser Druck macht mir zu schaffen. Man möchte ja nicht das schwarze Schaf.... der Versager der Familie sein. Aber was wenn ich nach 6 Jahren Studium bemerke dass ich unglücklich mit meiner Entscheidung war. Wie soll ich wissen ob es das richtige für mich ist? Wie kann ich mir sicher sein ob ich nur wegen vermasselten Prüfungen zweifle? Was mache ich wenn ich abbrechen würde? Momentan habe ich keinen besonders tollen Lebenswillen. Ständig frag ich mich wieso das ganze? Wofür lebe ich? Was will ich? Und meistens ist die Antwort auf letztere Frage die die mich am meisten bedrückt, denn am liebsten würde ich nichts machen. Habt ihr Tipps wie ich aus dieser Phase rauskomme? Wie kann man lernen zu wissen was man will?

Antwort
von nolove1, 38

Ganz ruhig. Zu viel nachdenken bringt leider nichts. Mach erstmal weiter.
Du kannst immer noch abbrechen und dir was anderes suchen. Keine Sorge.du hast scheinbar ein sehr gutes Abi, damit kannst du machen was du willst und deine Familie wird sicher auch hinter dir stehen

Antwort
von Virginia47, 14

Hallo Michi, 

so eine Phase macht so ziemlich jeder Studierende im ersten Studienjahr durch. Und bei mir war es leider so, dass ich das Studium abgebrochen habe, weil ich Angst hatte, es nicht zu schaffen. Das bereue ich heute noch. Vielleicht hätte etwas Großes aus mir werden können? 

Ich hatte auch eine depressive Phase. Leider wurde das damals nicht erkannt. In der DDR gab es ja offiziell keine Depressionen. Und so bin ich den Weg des geringsten Widerstands gegangen. Ich bin meinen Weg gegangen. Und habe mich später nicht gescheut, den schwierigeren Weg zu gehen. 

Wenn du wirklich Depressionen hast, lass dir helfen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, dass man alles grau bis schwarz sieht. So muss es aber nicht bleiben. Wenn du Hilfe annimmst, kannst du durchaus dein Medizinstudium noch erfolgreich abschließen. Es war ja schließlich dein Wunsch seit über zehn Jahren. 

Alles Gute

Virginia

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