Frage von gigi88, 66

Studium Wirtschaftspsychologie Ratschläge, Jobs usw?

Hallo zusammen,

ich hoffe, es werden ein paar von euch melden, die Wirtschaftspsychologie studieren, studiert haben oder sich einfach (aus welchen Gründen auch immer) auskennen.

Ich habe mich entschieden, Wirtschaftspsychologie zu studieren. Das ist ein Teilzeitstudium, somit werde ich Teilzeit arbeiten gehen.

An Studierende / jemals Studierende: habt ihr auch nebenbei gearbeitet? Welche Branchen wären in den ersten Semestern interessant (da kann man wahrscheinlich noch keine Kenntnisse aus der Uni einsetzen).

Natürlich verstehe ich, dass es sehr stark variiert, wofür man sich interessiert. Aber vielleicht mal so kleine Tipps.

Ich selbst bin 28 Jahre alt, habe eine abgeschlossene Ausbildung als Bürokauffrau, habe jahrelang in der Dienstleistungsbranche gearbeitet und war ca 2 Jahre stellvertretende Filialleiterin.

Und natürlich im allgemeinen: was würde man einem Anfänger empfehlen, auf was soll man sich eventuell mehr konzentrieren usw.

Bin über jede Info unendlich dankbar.

THX :-D

Antwort
von Coriolanus, 41

Da Wirtschftspsychologen häufig im Personalbereich arbeiten, wäre es  sehr wertvoll, wenn Du jetzt weitere Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln könntest. Das könnten private Personalvermittlungsagenturen sein, Aus- und Fortbildungsinstitute oder Marktforschungseinrichtungen. Natürlich würdest Du dort eher als Hilfskraft arbeiten aber einen guten Einblick könntest Du erhalten. Ganz zu schweigen von wertvollen persönlichen Kontakten für später.

Antwort
von Wahnwichtel, 24

Hallo Gigi,

ich habe selbst Wirtschaftspsychologie studiert, allerdings in Vollzeit (hatte zuvor auch eine kaufmännische Ausbildung gemacht). Nebenbei hatte ich noch einen Werkstudentenjob von 15-20 Stunden in der Woche. Das war normalerweise machbar, nur während der Klausurenphase war es mit dem Nebenjob sehr stressig.

Die meisten WiPsy-Studenten wählen meiner Erfahrung nach einen HR-Schwerpunkt (Personalpsychologie, Arbeits- und Organisationspsychologie etc.). Viele arbeiten nebenher bei Personaldienstleistern im Recruiting oder absolvieren Praktika in Personalabteilungen.

Ich selbst würde empfehlen schon im Studium in deiner Studienrichtung so viel praktische Erfahrung zu sammeln wie möglich. Das erleichtert den Berufseinstieg ungemein.

Kommentar von gigi88 ,

Hey Wahnwichtel,

vielen Dank für deine Antwort.Ich wollte mich auf Change Management spezialisieren. Aber ich denke, ich kann mich vor dem Studium nicht wirklich festlegen.

Könntest Du ggf. mir ein paar gute Lernmittel bzw. Bücher empfehlen? Ich mache mir ein wenig Sorgen vor dem Studium. Wirtschaftsteil dürfte kein Problem sein. Jedoch in Psychologie habe ich keinerlei Kenntnisse. Bzw paar Tipps geben? ;-D

THX

Antwort
von JaniXfX, 34

Hallo Gigi,

Wirtschaftspsychologie kann ein sehr intensives Studium sein, in welchem man sich auch selbst verändert (man wird immerhin Psychologe)... Deshalb würde ich das Studium in Vollzeit empfehlen, sonst wird das Studieren eine Rand-Angelegenheit.

Auch in einem Vollzeitstudium bekommt man einen 20-std.-Job unter. Was das Arbeiten während der Studienzeit angeht, so gibt es ein wirtschaftlich-steuerliches "Loch" zwischen 20 und 30 Std. arbeitszeit. Das hängt leider damit zusammen, dass man bei 20er Stellen ein Werkstudent ist, der keine Steuern zahlt, da man ihm zugesteht, dass er 'hauptberuflich' Student ist. Wenn er die 20 std. jedoch überschreitet, ist er automatisch nicht mehr hauptberuflicher Student, sondern Arbeiter - das bedeutet, dass mit Mal Sozialversicherungen, Rentenbeiträge etc. hinzukommen. Das heißt wiederum, dass ab der 21. Stunde der Lohn sinkt und erst ab der ca. 30. Stunde sich wieder richtig lohnt.

Deshalb würde ich Dich auch an dieser Stelle motivieren, Vollzeit zu studieren und dafür nach dem früheren Studienabschluss mit höherem Gehalt zu arbeiten. Klar, die Finanzierung muss man irgendwie stemmen. Mit Bafög, Studienkredit und Stipendium ist das mittlerweile ganz gut möglich. Ja, Stipendium. Es gibt speziell für Leute, die vorab eine Ausbildung hatten bzw. mit höherem Alter studieren (und nicht mit 17/18) spezielle Stipendien. Und noch dazu werden 30% der Stipendien nicht vergeben, weil sich nicht ausreichend Leute bewerben.

Kommentar von gigi88 ,

Ja, ein Vollzeitstudium wäre die beste Alternative. Doch aus mehreren Gründen ist es nicht möglich :-( Somit gestaltet sich meine Situation folgendermaßen: entweder berufsbegleitend oder gar nicht.

Da ich berufsbegleitend studiere, bin ich keine Vollzeitstudentin und zahle Steuern. Ich kann es aber als erste Weiterbildung steuerlich absetzen.

Ich habe bereits ein Studium hinter mir. Mir ist der Zeitaufwand bewusst. Ich denke, es ist besser als gar nicht...

Kommentar von JaniXfX ,

Du wirst überrascht sein, aber: in vielen Fällen hat sich früher oder später gezeigt, dass es doch möglich (und oftmals auch rein finanziell sinnig) ist, ein Vollzeitstudium zu machen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dies zu realisieren. Die (versunkenen) Kosten für Studieren auf halber Arschbacke mit Arbeiten nebenbei sind höher, als wärest Du Vollzeit studieren gegangen und früher mit höherem Gehalt in einen Job eingestiegen.

Mit dem wirtschaftlichen und steuerlichen Loch meinte ich eigentlich: Krankenkasse, Sozialversicherung, Rentenabzüge. 

Trotz allem noch eine Antwort auf Deine Frage: Auf fachbezogene Nebenjobs wird nicht unbedingt geachtet. Warum? Wer in einer Agentur arbeitet und dort scheinbar wichtige Aufgaben erledigt, macht in wirklichkeit in den meisten Fällen Recherche... Dass man ohne das Fachwissen nicht eingesetzt werden kann, ist den meisten Firmen bewusst. Deshalb: Nimm, was Du kriegst und Dich vor allem interessiert.

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