Frage von snoopy0510, 32

Studium Universale? Gasthörer?

Hallo, ich bin nächstes Frühjahr mit der schule fertig und will dann bald studieren weis aber noch nicht so rexht was. meine interessen sind weit gefächert, über Journalismus und mathe bis Biologie, Psychologie und Fotografie. ... ich habe was vom Studium Universale gehört (kann man sich wohl an fast allen unis einschreiben und da Veranstaltungen besuchen, bein googeln hab ich aber nichts soweit rausbekommen). oder kann man sich für ein semester als gasthörer einschreiben und sich einfach in alle Vorlesungen setzten die einen interessieren? oder gibt es da noch andere Möglichkeiten? also um praktisch in möglichst viele unterschiedliche Vorlesungen zu kommen um dann entscheiden zu können was mich wirklich interessiert und was ich studieren will...

Expertenantwort
von Ansegisel, Community-Experte für Studium, 7

Bei diesem Studium Generale (gibt es tatsächlich häufig, wenn auch manchmal unter anderem Namen) handelt es sich um einen Ergänzungsbereich zusätzlich zu 'normalen' Studienfächern. Das heißt, man kann dieses in der Regel nicht eigenständig studieren bzw. sich dafür einschreiben.

Eine Gasthörerschaft ist sicher eine gute Idee, informiere dich aber genau, ob du damit alles besuchen kannst, was dich interessiert. Oftmals sind diese auch auf bestimmte Fachbereiche begrenzt.

Du kannst aber auch versuchen, dich einfach so mal in eine Vorlesung zu setzen. Da sind oft Dutzende oder Hunderte Studenten drin, da fällt ein Einzelner nicht auf. In Seminare oder Übungen solltest du aber nicht einfach so gehen, weil diese wesentlich kleiner sind und die Dozenten deswegen ihre Studenten kennen.

Antwort
von laserata, 7

Was du so rausgefunden hast ist ganz richtig, wird aber wahrscheinlich nicht an jeder Universität haargenau gleich gehandhabt. Am besten wird's wohl sein, wenn du die Website der entsprechenden Universität aufrufst und das checkst.

Da wird aber kaum stehen, was noch viel simpler ist:

Beim Lehrveranstaltungstyp "Vorlesung" steht einer vorne und dann sitzen da je nach Fach so 40 bis 200 Studenten - wenn's z.B. Maschinenbau ist auch mal 1000 :-)

Das hat dann nicht den Stil wie in einer Schulklasse. Ein "Seminar" dagegen ähnelt schon eher einer Schulklasse, da dort viel weniger Leute sitzen und mit dem Dozenten richtig interagieren. Es gibt da also viel Dialog, und der Dozent kennt mehr oder weniger seine Studenten. Vorlesungen dagegen haben vor allem einen Vortragsstil, auch wenn natürlich immer wieder Rückfragen fallen. In einer Vorlesung hat der Prof. sehr viele Studenten vor sich, die er nicht unbedingt kennt und von denen viele auch nicht immer da sind. Wenn du da einfach so mitgehst und dich irgendwo dazusetzt, dann kratzt das absolut niemanden, um nicht zu sagen, dass sowieso niemand inkl. Prof. merken wird, dass du kein Student bist. Und WENN ein Prof. dich fragt "Sie kommen mir gar nicht bekannt vor, sind Sie denn nicht auch in meinem Seminar?" und du dann sagst, du wolltest dich mal umschauen, da du im nächsten Semester mit dem Studium anfangen willst, dann wird der das wahrscheinlich einfach nur gut finden und dir noch irgendwas Nettes sagen. Das ist ganz locker.

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