Frage von lsfarmer, 20

Studium und Freizeit?

Nach längeren "breche ich ab oder doh nicht" Gedanken habe ich beschlossen doch weiter zu machen.

Also setze ich mich schön immer nach der Uni zu Hause hin und wühle die Ganzen Sachen nochmal durch.

Das funktioniert auch soweit ganz gut, nur habe ich bemerkt, dass dadurch Soziale Kontakte echt absterben. Hochhalten tu ich das, indem ich wenigstens noch in den örtlichen Verein gehe und dort mit einem Schulfreund was mache.

Aber sonst kennt man mich fast nur noch von hinten am Schreibtisch.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Studium mittlerweile fast den ganzen Alltag einnimmt,

So nach Schema Aufstehen -> Essen -> Lernen ->essen -> Lernen -> Freizeit -> noch etwas tun -> Schlafen.

Ist das vorallem in den ersten Semestern normal oder bürde ich mir da einfach zu viel auf? Bin im Materialdesing.

Expertenantwort
von Ansegisel, Community-Experte für Studium, 3

Ganz grundsätzlich ungewöhnlich ist die Situation, so wie du sie beschreibst nicht. (Ich lese auch heraus, dass du wegen des Haderns mit einem Abbruch vielleicht auch bisher nicht mehr alles gegeben hast und jetzt deswegen viel nachholen musst.) Gerade am Anfang des Studiums muss man ja erstmal seinen Rhythmus finden und sich in seinen Lebens- und Lerngewohnheiten umstellen. Das geht nicht bei allen gleich schnell.

Ohne jetzt natürlich genau zu wissen, was du aufarbeiten musst und wie dringend das alles ist, rate ich dir aber trotzdem zu einem "gesunden" Gleichgewicht zwischen Uni, zu Hause lernen und Freizeit.

Natürlich sollte man auch während des Semesters kontinuierlich Lernen, um Verständnislücken aus den Veranstaltungen zu schließen und vor allem, um nicht erst kurz vor den Prüfungen wie wild zu büffeln und dann nach zwei Wochen wieder alles zu vergessen.

Du solltest dir aber auch einen Ausgleich schaffen. Es kann schon genügen, sich abends etwas vorzunehmen - Sport, mit Freunden Treffen, ins Kino oder was auch immer -, damit du etwas hast, worauf du hinarbeiten kannst. Wenn du (dauerhaft) nur im Stillen vor sich hin büffelst, ist die Gefahr groß, dass du früher oder später wieder demotiviert und gedanklich erneut beim Studienabbruch bist.

Außerdem solltest du über deine Lernstrategien nachdenken, wenn du das Gefühl hast, zu nichts anderem mehr zu kommen. An vielen Unis gibt es dazu kurze Seminare oder andere Beratungsangebote. Empfehlenswert ist außerdem immer die Bildung einer Lerngruppe.

Denn es gibt einen durch Lern-Studien belegten Punkt, bei dem erhöhter Lernaufwand nicht mehr mit besseren Noten einhergeht. Der Lernstress und die damit sinkende Aufnahmefähigkeit machen den zeitlichen Mehraufwand irgendwann zunichte.

Zusammenfassend: 1. Versuche, mehrmals in der Woche auch deinen sozialen Kontakten nachzukommen und so einen Ausgleich zu deinem Lerntrott zu schaffen. 2. Überdenke deine Lernstrategien und schaue dich nach Unterstützung um.

Viel Erfolg!

Antwort
von JanHH80, 13

Bei mir war das im Studium auch so und ich habe mich in den ersten beiden Semestern auch extrem schwer damit getan. Meine ganzen gewohnten Freizeitaktivitäten blieben auf der Strecke. War nicht so schön. Es braucht einfach eine Weile, bis man sich an den neuen Alltag gewöhnt hat.

In den späteren Semestern hatte ich zwar auch nicht mehr Freizeit, aber es hat mich nicht mehr so sehr gestört. Im Endeffekt geht es hauptsächlich darum, dass Gewohnheiten geändert werden müssen und das ist immer mühsam und anstrengend.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen :)

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