Frage von skyfly71,

Studium, Kindergeld und Einkommen

Hi Zusammen, hier kommt jetzt ein umfangreiches und kompliziertes Problem. Es geht um meine Freundin. Also:

Sie hat 3 Jahre lang Sozialarbeit studiert (Erstausbildung), während dieser Zeit keine Einkünfte gehabt. Im April ist sie mit Studium fertig geworden und arbeitet seitdem im sogenannten Anerkennungsjahr - Sozialarbeiter müssen nach dem eigentlichen Studium ein Jahr mit ca. 50% der Einkünfte das Anerkennungsjahr machen, um die staatliche Anerkennung zu bekommen.

Sie - bzw. ihre Mutter - hat dieses Jahr nun schon für 6 Monate Kindergeld bezogen. Da ihr von der Familienkasse die Auskunft gegeben wurde, daß sie evtl. noch einen Anspruch bis Ende des Jahres hat, hat sie einen Folgeantrag gestellt. Da klar war, daß ihre Einkünfte bei ca. 11.000-12.000 netto liegen werden (Bafög-Zuschußanteil ist ja auch Einkommen) haben wir möglichst viele Werbungskosten geltend gemacht. Leider hat es nicht für die 8004,- gereicht, nun hat sie einen Rückforderungsbescheid bekommen. Nun zu den Fragen:

1.) Die Familienkasse hat das Anerkennungsjahr zur Ausbildungszeit gemacht. Kann man das ggf. im Widerspruchsverfahren anfechten, um den Anspruch für Januar bis April zu behalten? Ist ein Anerkennungsjahr überhaupt Ausbildung?

2.) Besteht die Möglichkeit, durch einen Verlustvortrag aus den letzten Jahren (Studiengebühren etc.) noch das Einkommen weiter zu senken?

Hilfreichste Antwort von katsix,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

hatte das gleiche problem, vor gericht verloren! im Anerkennungsjahr verdient man zu viel

Kommentar von skyfly71,

Hast Du auch Sozialarbeit studiert? Jeztt wirds spannend... Hast Du denn auch versucht, das Anerkennungsjahr zur normalen Berufstätigkeit zu machen? Kannst Du mir vielleicht mal den Tenor des Urteils per Nachricht zukommen lassen?

Kommentar von katsix,

nein, ich habe ein anerkennungsjahr zur erzieherin gemacht,aber als kleiner tipp, das anerkennungsjahr muss nicht mehr bezahlt werden, rechne dir doch mal aus was dich mehr kosten würde auf lohn zu verzichten oder nachzuzahlen. in den meisten fällen lohnt sich ein lohnverzicht, da du dann nicht nur kindergeld, sondern auch noch denn kindergeldzuschlag bekommen könntest.

Kommentar von skyfly71,

Geht leider nicht, sie ist im Amt beschäftigt. Da ist es schon sinnvoller, die Werbungskosten durch berufsbezogene Ausgaben zu erhöhen. Aber trotzdem Danke für Deine Antwort. Und an dem Urteil wär ich eigentlich wirklich interessiert...

Kommentar von katsix,

frage meinen anwalt wegen dem urteil,

Antwort von blondie1705,

Das muss zurückgezahlt werden. Kann es nicht auf einmal bezahlt werden, dann schnell reagieren und Ratenzahlung vereinbaren. Es kommt sonst ein Mahnbescheid!

Antwort von babyos,

es muß zurückgezahlt werden

Antwort von skyfly71,

Und 3.) Gibt es noch irgend eine andere Möglichkeit, den Kindergeldanspruch zu erhalten, zumindest für Januar bis April?

Kommentar von Dea2010,

Nein. Wenn die Grenze überschritten wird, wird das gesamte Kalenderjahr an Kindergeld zurück gefordert.

Kommentar von skyfly71,

Na, DAS ist mir auch klar. Die Frage ist ja, ob es noch einen Weg gibt, das zu vermeiden.

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