Frage von Mariame, 45

Studium, Geld, Versicherung, Steuern, Unterhalt...was muss ich noch bedenken?

Ich habe vor kurzem die allgemeine Hochschulreife erreicht und hatte nun vor studieren zu gehen. Da der Studiengang der mir vorschwebt an den meisten Hochschulen/Unis mit (für meine Familie und mich) hohen Gebühren verbunden ist, habe ich mir überlegt erst einmal arbeiten zu gehen um diese Kosten stemmen zu können, statt mich schon vor dem Studium zu verschulden. Ist dieses Vorhaben realistisch?

Eine Freundin meinte, sobald ich über 450€ verdiene bin ich nicht mehr familienversichert. Dadurch müsste ich alle Versicherungen und Steuern selbst zahlen, was während eines Studiums dann nicht mehr machbar wäre. Kann mir vllt einer etwas genauer erklären was an Versicherungen/Steuern/etc im Falle eines eigenen Einkommens auf mich zu kommen? Ist es wirklich nicht möglich diese Kosten auch noch zu tragen in einem Studium?

Zudem ist mir ein Elternteil während meiner Schulzeit unterhaltspflichtig gewesen. Das ich darauf im Falle eines eigenen Einkommens keinen Anspruch mehr habe ist mir klar, aber wie sieht das bei Beginn eines Studiums in ein oder zwei Jahren aus? Muss dann erst das entstandene "Vermögen" aufgebraucht werden? Habe ich dann überhaupt noch Anspruch?

Danke für jegliche Hilfe im voraus!

Antwort
von schleudermaxe, 14

Suche beim Studentenwerk eine Bleibe mit Beginn Vormonat, denn da sind noch viele Unterkünfte frei.

Prüfe Nebenjobs an der Uni wie in der Bücherei, dem Chor und dem Orchester. Die suchen immer, so meine Erlebnisse. Prüfe ein Stipendium, ich denke an das ev. Studienwerk u.a. Einrichtungen. Viel Glück.

Antwort
von YStoll, 26

Die rechtlichen Hintergründe kenne ich leider nicht sonderlich gut aus, aber wenn du z.B. nur einen Ferienjob hast nimmt dir das viele Probleme.

Du kannst bis zu 70 Tage in einem Kalenderjahr arbeiten bzw. 8472€ verdienen, ohne Einkommenssteuer zahlen zu müssen.

Wenn du es perfekt anstellst machst du z.B. 50 Tage in 2016 und im Anschluss 60 in 2017.

Diverse Autohersteller suchen häufiger Ferienkräfte und zahlen ganz gut (Daimler mit mehr als 16€/h, Zuschläge für Wochenende und Nachtschicht).

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 19

Auch wenn du jetzt versicherungspflichtig arbeitest, kannst du ab dem Studienbeginn trotzdem wieder familienversichert werden.

Antwort
von sassenach4u, 16

Wenn du über 450,-- Euro verdienst, bist du sozialversicherungspflichtig und dien Arbeitgeber zahlt direkt abgezogen von deinem Gehalt die Steuern und die Sozialabgaben. Damit bist du aus der Familienversicherung raus.

Dort hinein kannst du dann wieder, wenn dein Einkommen unter 450,-- Euro sinkt und du ein Studium beginnst, bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres.

Von welchen hohen Gebühren sprichst du? Es gibt in Semestergebühren ja, aber wenn du dein Studium komplett vorher ansparen möchtest, dann dauert es mehr als 2 Jahre, bis das erreicht ist.

Und ja, wenn du "vermögen" hats, dann hast du dieses zunächst erst einmal einzusetzen, bevor wieder Anspruch auf Unterhalt durch deine Eltern besteht.

Also, beginn dein Studium gleich, jobbe nebenbei ein bisschen, das wird dir nur in geringem Maße auf den Unterhalt angerechnet.

Deine Eltern sind zum Unterhalt für die Erstausbildung verpflichtet- natürlich im Rahmen ihres wirtschaftlichen Leistungsvermögens. Reicht das nicht, kannst du BaföG beantragen oder einen Studienkredit.

Kommentar von schleudermaxe ,

... schon einmal etwas von Stipendien gehört, z.B. vom ev. Studienwerk?

Kommentar von sassenach4u ,

Na klar, aber das sind erst einmal die sicheren Möglichkeiten. Stipendien hängen immer an Bedingungen. Ich kenne den Fragesteller nicht, daher weiß ich nicht, ob er die geforderten Voraussetzungen hierfür erfüllt.

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