Frage von Juuuuliahe2, 39

Studiengänge im gesundheitlichen bzw. sozialen Bereich?

Hallo, ich habe im Sommer meine Fachhochschulreife in dem Bereich Gesundheit und Soziales Schwerpunkt Sozialpädagogik erreicht. Ich habe jetzt eigentlich vor ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sprachheilkindergarten zu machen, jedoch hat momentan das Studieren meine Aufmerksamkeit bekommen. Darum frage ich euch, ob ihr mir eure Erfahrungen oder ähnliches in dieser Richtung für Studiengänge erzählen könnt. Danke Danke Danke! :-)

Antwort
von circuli, 20

Also ich studiere momentan soziale Arbeit. Ich finde viele Inhalte sehr interessant, obwohl man sagen muss, dass es erst so richtig ab dem 3 Semester los geht. - ist aber auch logisch, davor ist es ja "nur" ein Grundstudium.
Das tolle an dem Studium ist, dass du danach echt in allen sozialen und auch sehr vielen gesundheitlichen Berufen tätig sein kannst! Du kannst auch deinen Master machen und dich auf etwas spezialisieren, aber das steht dir offen. Und du kannst oft dein Berufsbereich wechseln oder im mehreren gleichzeitig arbeiten.
Natürlich bist du jetzt nicht super bezahlt, aber so ist das halt in sozialen Berufen & die wenigsten stört das auch! Man arbeitet ja schließlich um zu helfen :)
Das erste Semester ist echt chillig! Da muss man wirklich nicht viel machen, aber ich weiß auch jetzt nicht, wie deine Anforderungen an dich selbst sind und was du an Herausforderung brauchst und willst. Aber im Vergleich zu den meisten Studiengängen, hast du da einen leichten Einstieg!
Du kannst im Laufe des Studiums ein Wahlbereich wählen der dich interessiert, aber du musst dich dann beruflich nicht darauf beschränken.
Wenn du es entspannter, offener und teamfreudiger, praxisorientierter haben willst, dann ist die FH genau richtig für dich!
Was mir halt auffällt ist, dass die meisten sehr offen sind - aber das ist ja auch irgendwie logisch bei SozialarbeiterInnen (bzw. sollte so sein)
Naja, schlussendlich muss es jeder für sich herausfinden, ob es dass richtige für einen ist! Viele lieben es und wenige werden nicht warm damit :)

Wünsch dir das Beste und die richtige Entscheidung! :) alles Gute!

Kommentar von CamelWolf ,



"Natürlich bist du jetzt nicht super bezahlt, aber so ist das halt in sozialen Berufen & die wenigsten stört das auch! Man arbeitet ja schließlich um zu helfen :)"

Das ist leider eine Ansicht, mit der man die immer schlechter werdenden Vergütungen in den sozialen Berufen zementiert. Hinzu kommt, dass diese Einstellung ohnehin nicht von Dauer ist - spätestens mit 30 Jahren jammert man dann ständig rum, dass die ehemaligen Klassenkameraden mit ihrem Ingenieursstudium mehr verdienen und pflegt dann frustriert sein burn-out. 

Also: 

Nicht so viel chillen sondern vielleicht mal eine Vorlesungen mit Inhalten zum Thema "Professionalisierung in der sozialen Arbeit" besuchen. Hilft garantiert und verhindert, das man irgendwann von ehrenamtlich tätigen Hausfrauen ersetzt wird.

Kommentar von circuli ,

Interessante Ansicht!

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 16

Mit Erfahrungen kann ich nicht so sehr dienen, aber warst Du schon mal im Berufsinformationszentrum? Dort kannst Du Dich in einem persönlichen Gespräch beraten lassen, welche Studiengänge es da genau gibt und welche für Dich persönlich geeignet wären. Diese Informationsgespräche sind kostenlos.

Mir hat das sehr bei meiner Berufswahl geholfen. Vielleicht ist das ja auch etwas für Dich. Einfach ans zuständige Arbeitsamt (oder neudeutsch "Jobcenter") wenden.

Viel Glück und Erfolg auf Deinem Weg.

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