Frage von Suse1965, 71

Studendin selber krankenversichern?

Hallo, meine Tochter hat 2015 ihr Bachelor-Studium abgeschlossen, war nicht selber krankenversichert, hatte aber einen Nebenjob. Diesen Nebenjob hat sie seit 2012 und da er von der Arbeit her etwas mit dem Studium zu tun hat, hat sie da auch immer ihre Studiumpraktikas gemacht. Er wurde vom Arbeitgeber als geringfügig verdienend eingestuft, obwohl sie zwischen 480 und 500 Euro verdient hat. Sie hat gedacht, dass sie sich als Studentin gar nicht selber versichern musste und hat sich da leider auch nicht erkundigt und wir leider auch nicht. Nun haben wir einen Erhebungsbogen für 2015 von der Krankenkasse bekommen und haben da wahrheitsgemäß angegeben, dass so im Durchschnitt 500 Euro verdient hat. Nun schrieben die uns zurück und meinten dass sie sich hätte selber versichern müssen und wir sollten Verdienstnachweise zuschicken und angeben, um was für ein Beschäftigungsverhältnis es sich handelt. Die Nachweise können wir natürlich einreichen, nur was hat das jetzt für Konsequenzen und hätte sie sich wirklich selber versichern müssen.

Antwort
von DerHans, 4

Zwischen 450 und 800 € ist sie in der Gleitzone pflichtversichert. Das ist für den Arbeitgeber sogar lukrativer als ein Minijob

Antwort
von wfwbinder, 40

Sie bekommt bei der Krankenkasse den Studententarif.

Der Arbeitgeber müsste schon Ärger bei einer Prüfung durch die Versicherung bekommen haben.

Kommentar von Suse1965 ,

Im Prinzip ist sie ja jetzt nicht mehr bei dem Arbeitgeber. Sie hatte zum 01.09. gekündigt, da sie aber jetzt ein Pflichtpraktikum in ihrem Masterstudium machen muss und dieses zum 25.07.16 begonnen hat, ist sie bei dem Arbeitgeber bis zum Ende beurlaubt. Von daher kann es schon sein, dass der Arbeitgeber schon ärger bekommen hat. Aber trotzdem ist es jetzt so, dass sie die gut 20 Monate nachzahlen muss, auch wenn es der Studententarif ist, der ja trotzdem nicht günstig sein wird oder?

Kommentar von wfwbinder ,

Ganz schlechte Situation. 20 Monate a 85.- Euro sind 1.700,- Euro.

Kommentar von Suse1965 ,

Na Super!!!! Danke für die Info.

Sie macht ja jetzt ein Pflichtpraktikum, dass 6 Monate dauert. Muss sie sich da auch selbstversichern? Sie erhält 700 Euro brutto monatlich.

Kommentar von wfwbinder ,

Für die Krankenversicherung ja. Sie ist Studentin und da wird die KV-für Studenten erwartet.

Der Arbeitgeber zahlt da noch den Rentenversicherungsbeitrag (der Arbeitnehmerbeitrag wird ihr abgezogen). Krankenversicherungsbeiträge werden ihr nicht abgezogen. Auch keine Arbeitslosenversicherungsbeiträge.

Ich verstehe auch gar nicht, warum Studenten 450,- Euro Jobs annehmen. Bei Studenten ist (auch für den Arbeitgeber) die Beschäftigung als Werkstudent besser.

Kommentar von Suse1965 ,

Wieso was ist denn der Unterschied zwischen einen Minijob und Werkstudent? Ist Werkstudent nicht sowas wie ein Duales Studium? Sie hatte den Minijob ja schon, bevor sie studiert hat. Allerdings studiert sie etwas Soziales und der Minijob war bei der Caritas. Man hatte sie ja als Erziehungshelfer eingestellt. Sie hatte da allerdings auch ihre Praktika im Bachelor gemacht, bzw. hat die Uni ihre Arbeit als Praktikum angerechnet. Könnte es sein, wenn sie das nachweisen kann, dass sie dann weniger Krankenkassenbeitrag nachzahlen muss?

Kommentar von Suse1965 ,

Laut der Krankenkasse dürfen wir für 2 Jahre und 8 Monate nachzahlen. Meine liebe Tochter hat nämlich , warum auch immer, Weihnachtsgeld bekommen und damit ist sie drüber. 

Antwort
von Apolon, 26

@Suse1965,

deine Fragen wurden ja schon beantwortet.

Aber noch ein Hinweis für die weitere Beschäftigung deiner Tochter.

Die mtl. Beiträge als Studentin bei der GKV liegen bei ca. 85 €.

Die Höhe der Einkünfte spielt keine Rolle, wenn sie nicht mehr als 20 Stunden die Woche tätig ist - dann zahlt sie auch nicht mehr als ca. 85 €.

Gruß N.U.

Kommentar von Suse1965 ,

Na ja zur Zeit macht sie ja ein Pflichtpraktikum, verdient dort 700 euro brutto und arbeitet natürlich mehr als 20 Stunden, nämlich 40 Stunden. Es ist aber ein Zwischenpflichtpraktikum, dass sie für ihr Masterstudium benötigt und dauert 6 Monate. Danach ist evtl. erst mal Arbeitslos bzw. halt "nur" Studentin.

Wir mussten bei der Krankenkasse die gesamten Verdienstbescheinigungen für 2014, 2015 und 2016 einreichen und da sie über den Satz von 450 Euro (wenn auch teilweise nur gering) mussten wir auch die Fahrten zur Uni und Arbeitstätte aufführen. Die wollen jetzt prüfen, für welchen Zeitraum wir nachzahlen müssen. Ich befürchte allerdings schlimmes. Uns wurde bei der Krankenkasse mitgeteilt, dass sie sich hätte auch gar nicht selbstversichern müssen, allerdings hätten wir als Eltern das angeben müssen und dann hätte mein Mann in der Familienversicherung mehr bezahlen müssen. Also stimmt es ja zum Teil, als man meiner Tochter sagte, dass sie sich als Studentin nich selbstversichern muss. Leider haben wir nur anfangs, als sie noch unter 400 Euro verdient hat, einen Anhörungsbogen der Krankenkasse bekommen und eben jetzt erst, wo sie mehr verdient. Uns ist klar, dass es bestimmt irgendwo gestanden hat und auch das "Unwissenheit vor Strafe nicht schützt", also müssen wir da jetzt durch. Wir warten jetzt bis die Aufrechnung kommt und werden dann weiter sehen. Ich weiß gar nicht, ob Krankenkassen Ratenzahlungen anbieten.....

Kommentar von Apolon ,

Für den Zeitraum wo der Krankenkasse eine Immatrikulationsbescheinigung vorgelegt wurde, und keine Tätigkeit über 20 Stunden die Woche erfolgte dürfen die Beiträge nur über die KVdS (Krankenversicherung der Studenten) abgerechnet werden - Beitrag ca. 85 € mtl.

Kommentar von Suse1965 ,

Kennst du dich auch mit Kindergeld aus. Das hat sie nämlich bis jetzt auch erhalten. Mir wird schon ganz schlecht  😨

Kommentar von Apolon ,

Kennst du dich auch mit Kindergeld aus.

Kommt darauf an was du wissen willst!

Kommentar von Suse1965 ,

Wie sich das mit dem Kindergeld verhält. Sie hat ja die ganze Zeit (bis heute) Kindergeld bezogen. Hat, wie wir nun wissen, leider durch ihr Urlaubs- und Weihnachtsgeld (warum die ihr das bei einem 450 Euro-Job bezahlt haben, weiß ich nicht) zuviel für die Krankenkasse verdient und wir dürfen jetzt für 2500 Euro zurückbezahlen, obwohl sie nur 9 Stunden die Woche gearbeitet hat. Wie ist das mit dem Kindergeld. Ich habe gelesen, dass da wohl egal ist, wie viel ein Student verdient, hauptsache er arbeitet nicht mehr als 20 'Stunden die Woche. Wie verhält sich das mit dem Masterstudium und vorallem, mit dem Pflichtpraktikum? Sie hat ja bei dem "Mini-Job" gekündigt, weil sie ja ein Pflichtpraktikum für 6 Monate absovieren muss und da arbeitet sie ja 40 Stunden die Woche und verdient Brutto 750 Euro. Bekommt sie da auch noch Kindergeld? Oder bekommen wir auch noch irgendwelche Hiobsbotschaften?

Kommentar von Apolon ,

Wenn das Kind (junge Studentin) noch keine 25 Jahre alt ist und noch in der Erst-Ausbildung steckt, bekommt es Kindergeld.

Bitte diesen § durchlesen:

http://www.gesetze-im-internet.de/bkgg_1996/__2.html

Kommentar von Suse1965 ,

Also wir hatten der Kindergeldstelle den Bachelorabschluss do wie die Immatrikulationsbescheinigung fürs Masterstudium hingeschickt und damit war ja auch gut. Bin nur verunsichert, weil sie ja im Praktikum mehr verdient und mehr arbeitet. Würde sie Kindergeld bis zum vollendeten 25. Lebensjahr Kindergeld bekommen?

Kommentar von Apolon ,

Wenn es sich um ein Pflicht-Praktikum handelt, ist es doch ein Teil der Ausbildung, oder etwa nicht?

Kommentar von Suse1965 ,

Ja das stimmt. Danke :-)

Antwort
von Messkreisfehler, 33

Ja, sie hätte sich selbst versichern müssen und mit 480-500 Euro im Monat liegt sie auch über der Grenze als "geringfügig Beschäftigte". Mich wundert es, dass die Knappschaft sich da noch nicht längst gemeldet hat, sonst sind die da immer ganz schnell wenn man über 450 Euro im Monat liegt.

Kommentar von Suse1965 ,

Es hat sich niemand gemeldet, dass jetzt die Krankenkasse. Ich weiß auch gar nicht, wie sie der Arbeitgeber angemeldet hat. Was sind denn jetzt die Konsequenzen? Muss sie jetzt für das Jahr 2015 bis jetzt (hat zum 01.09.16 den Job gekündigt) Krankenversicherung nachzahlen und wie viel ungefähr?

Kommentar von Messkreisfehler ,

Ja, da wird wohl eine Nachzahlung fällig werden.

Über die Höhe kann ich dir leider nichts sagen.

Kommentar von sassenach4u ,

Die Knappschaft meldet sich nur, wenn ein Arbeitgeber dorthin meldet- und die sind nur für die Fälle BIS 450,-- Euro zuständig.

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