Frage von kiwi200794, 39

Strophenform Conrad Ferdinand Meyer: Abendwolke?

Leider komme ich beim Analysieren des folgenden Gedichts nicht weiter, eventuell kann mir ja jemand helfen. (:

So stille ruht im Hafen Das tiefe Wasser dort, Die Ruder sind entschlafen, Die Schifflein sind im Port.

Nur oben in dem Äther Der lauen Maiennacht Dort segelt noch ein später Friedfertger Ferge sacht.

Die Barke still und dunkel Fährt hin in Dämmerschein Und leisem Sterngefunkel Am Himmel und hinein.

Ich benötige keine Interpretation sondern die Strophenform (und das genau Metrum.) ??!!

Ich denke, dass es sich um reine Reime handelt und in jeder Strophe Kreuzreime sind. Wenn ich nicht falsch liege und es sich wirklich überwiegend um Jamben handelt, wären die Kadenzen abwechselnd männlich und weiblich.

Antwort
von GDichte, 29

Was du schreibst, ist in etwa richtig, kurz gefasst: Vierzeilige Strophen, reine Reime, dreihebiger Jambus (Abweichungen sehe ich nicht) und wechselnde Kadenz, erst weiblich, dann männlich.

Kommentar von kiwi200794 ,

Vielen Dank. Für mich ist aber vor allem noch wichtig, welche Form das Gedicht hat, also Sonett etc. 

Kommentar von GDichte ,

Es gibt eigentlich nur wenige Formnamen für Gedichte im Deutschen: Für diese einfache Form ist mir kein spezieller Begriff bekannt, man könnte eine Anlehnung ans Volkslied anbringen (wg. Kreuzreim und dreihebigem Jambus und der einfachen Sprache), ansonsten muss die Beschreibung der Formmerkmale reichen.

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