Frage von Kirrrsche, 55

Stromversorgung...Wer ist dafür verantwortlich?

Hallo. Ich hätte eine Frage zur Stromversorgung. Wer kauft den Strom auf der Strombörse?Der Stromlieferant oder der Bilanzkreisverantwortliche und welcher von den beiden versorgt letztlich die Haushalte mit Strom ?

Antwort
von herja, 35

Der Stromlieferant

https://de.wikipedia.org/wiki/Bilanzkreis

Kommentar von Kirrrsche ,

Ich hatte mir das schon durchgelesen aber mir ist der Unterschied zwischen den beiden noch nicht ganz klar. Woher weiß den der Bilanzkreisverantwortliche wie viel in seinem Bilanzkreis Ein und Ausgespeist wurde ?

Kommentar von herja ,

Steht doch alles da, also nochmal lesen und verstehen:

Der Begriff Bilanzkreismanagement wird nicht immer einheitlich verwendet. Gemeint sind in der Regel folgende Aufgabengebiete:


Die Lastprognose von Verbrauchern und die Planung des genauen Ausgleichs mit eigenen Kraftwerken oder Handelsgeschäften durch den BKV. Die Ergebnisse dieser Tätigkeit werden in der Form von sogenannten Fahrplänen an den Übertragungsnetzbetreiber gemeldet. Diese Tätigkeit findet in der Regel
täglich für den Folgetag statt.

Die nachträgliche Ermittlung der tatsächlich stattgefundenen
Verbräuche, aufgeteilt auf unterschiedliche Verbrauchergruppen, durch den Verteilnetzbetreiber

Die Abrechnung der zum Ausgleich zwischen tatsächlichen Verbräuchen und Einspeisungen aufgewendeten Regelenergie durch den Übertragungsnetzbetreiber an die BKV.

Das Abschließen und die Verwaltung der Verträge zwischen BKV, Übertragungsnetzbetreibern und Verteilnetzbetreibern.
Antwort
von EnergieAndi, 11

Hi,

Einfach ausgedrückt kann man folgendes sagen:

Derjenige, der Dir die Rechnung schreibt, ist dein Lieferant, also das von Dir gewählte EVU (Energieversorungsunternehmen).

Das EVU macht 3 Dinge: 1) er meldet den zu erwartenden Jahresverbrauch mit Nennung der Branche an den örtlichen Netzbetreiber,  2) Er kauft/verkauft selbst die von seinen Kunden benötigte Energie an der Börse in Leipzig. 3) Er schreibt Dir die Rechnung, mit den Zählerständen, die ihm der Netzbetreiber mitgeteilt bzw. bestätigt hat.

Beliefert werden wir quasi vom Netzbetreiber, abgerechnet über das EVU.

Die Übertragungsnetzbetreiber und der örtliche Netzbetreiber sind ausschließlich für die Durchleitung der benötigten Mengen an Energie, zum richtigen Zeitpunkt, ins richtige Netz verantwortlich und sorgen mit dem zu/abschalten von Kraftwerken für die benötigte Netzstabilität. - Und natürlich für die korrekten Zählerstände.

Wenn Du jetzt weniger Energie abgenommen hast, als erwartet, rechnen die Netzbtreiber untereinander ab, und teilen das deinem EVU mit. Folge: das EVU muß den Überschuß wieder an der Börse verkaufen. Brauchst Du mehr, gilt gleiches nur umgekehrt. - Geh mal von aus, das jeder Netzbtreiber an den Übergabepunkten (z.B.) zum Übertragungsnetz auch entsprechende Messeinrichtungen installiert hat. Eine davon ist Dein Strom/Gaszähler.

Bei Großverbrauchern wird nicht jährlich, sondern Viertelstündlich per Datenleitung ausgelesen, so weiß der Netzbtreiber wann und wieviel Energie gerade benötigt wird. Diese Lastgänge, auch die von Privathaushalten, sind bereits aus der Vergangenheit bekannt und Branchenspezifisch, damit können die Netzbetreiber frühzeitig reagieren und "vorausschauend" planen.

Antwort
von wollyuno, 19

tatsächlich werden die haushalte vom örtlichen netzbetreiber versorgt.alles andere ist rumschieberei durchleitung und so quatsch nur das jeder anbieter etwas verdient,viel haben nicht mal ein netz und schreiben nur rechnungen.als es den käse noch nicht gab war er preiswert und jeder konnte ihn bezahlen

Kommentar von EnergieAndi ,

Das die gestiegen Kosten an der Liberalisierung Schuld sein soll, stimmt nicht! Es liegt eher an den gestiegenen Netzkosten (Ausbau) und Umlagen wie. z.B. EEG.

So erhält derjenige, der Strom ins Netz einspeist mind ca. 12 ct/kWh, vom Grundversorger. - Ich kenne sogar welche, die noch 40 ct/kWh u.mehr erhalten. Der GV kann diesen Ökostrom aber nur für ca. 3-4 ct/kWh verkaufen. Den Verlust bezahlen wir mit der EEG-Umlage. - Energiewende sei Dank.

Dank der Liberalsierung kostet der Strom bei einem preiswerten Anbieter heute z.B. 4 ct, und beim RWE schnell mal 7,5 ct/kWh. Natürlich immer zzgl. identischer Abgaben, Umlagen, Netzkosten und Steuern.

Kommentar von wollyuno ,

ich meine noch die zeit so um 1980,da haben alle was verdient der netzausbau ging zu lasten des netzbetreibers und war mit der grundgebühr abgedeckt und strom war günstig.was dann kam sieht man doch und kann wirklich mitreden.war seit 1973 bei einem netzbetreiber beschäftigt bis zum ruhestand.die hatten vorher schon ein netz das funktioniert hat und erst die liberalisierung hat die kostenumlegung auf den kleinen mann möglich gemacht

Antwort
von GuenterLeipzig, 4

Der Netzbetreiber ist das Bindeglied zwischen Erzeuger und Endkunde.

Die Bilanz im Netz muss stimmig sein, da insbesondere bei Elektroenergie Angebot und Nachfrage stets im Gleichgewicht liegen muss, um die Netzfrequenz im Verbundsystem stabil zu halten.

Technisch versorgt der Netzbetreiber den Endkunden.

Kaufmännisch bekommt der Endkunde vom Lieferanten die Rechnung.

Günter

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