breitfuesse am 07.02.2008 um 14:39 Uhr
Das Dachgeschoß unseres neu bezogenen Hauses ist sehr groß (ca. 50 qm), allerdings befinden sich nur auf der Eingangsseite 2 Steckdosen. Ich möchte nun auf einfache Weise eine Stromversorgung auf der gegenüberliegenden Seite ermöglichen. Gedacht habe ich an ein langes Kabel (ca. 20 m lang)entlang der Seitenwände mit ein bis zwei Steckerleisten. Daran sollen Fernseher, Licht oder Ähnliches angeschlossen werden. Muss ich hierbei etwas bestimmtes bei der Dimensionierung von Kabel und Leisten beachten? Oder gibt es eine bessere Lösung?

Die Zuleitung muss passen und dann einen kleinen Unterverteilungskasten mit Sicherungen einbauen und ab da verteilen. Würde mir aber einen Elektriker rufen, das ist nichts für Dich, wenn Du hier schon fragen musst. Würde ich auch nicht selber machen.

Nachsehen, über welche Sicherung der Dachboden angeschlossen ist: 10A, 16A?
ch würde (auch bei 10A-Absicherung) 2,5er-Kabel verlegen, die bleiben auch bei hoher Last kühler als 1,5er-Kabel, Brandsicherheit wäre mir auf dem Dachboden wichtig. Starres Kabel verwenden (NYM), keine Litze!
Steckdosen sind immer auf 16A ausgelegt, die Gesamtlast einer Steckdosenleiste darf diese Last ebenfalls nicht überschreiten.
breitfuesse am 7. Februar 2008 14:48 Vielen Dank für die tollen Tipps!
linuxopa am 7. Februar 2008 14:52 Gern geschehen :-)
nudldickedirn am 8. Februar 2008 15:25 die leitungen im dachboden brauchen nicht dicker sein als die leitungen, die die beiden steckdosen an der eingangsseite versorgen.
JoGerman am 8. Februar 2008 22:55 @nudldickedirn: Noch so ein Kommentar, der die Gefährlichkeit des elektr. Stroms unterschätzt! Ab 20 meter Leitungslänge muss der Querschnitt um eine Stufe erhöht werden, um dem Widerstand des Kabels entgegenzuwirken. Insbesondere bei höherem Stromfluß und mangelnder Kühlung ist dies notwendig.
nudldickedirn am 11. Februar 2008 11:31 das kann aber nur fuer die gesamte leitung gelten und nicht fuer die angestueckelten leitungen - an eine duenne zuleitung eine dickere -weiterleitung in serie zu installieren klingt nicht nach sicherheit, und ist auch nicht eines verantwortungsbewussten elektrikers wuerdig... da muss schon vorher kleiner abgesichert werden.

Wenn du nicht gerade einen 2kW Heizlüfter zusätzlich zu den anderen Geräten anschließen möchtest, dürfte ein 1,5mm² Verlängerungskabel locker ausreichen (Maximal 16 Ampere > 3700 Watt). Wichtig wegen des von @linuxopa: erwähnten Brandschutzes ist, daß du Markenkabel nimmst.
Hab gerade gesehen, daß es bei Conrad auch farbige Kabel in 10m und 25m gibt.
warum sollte man eine leitung, die schon abgesichert ist, nochmal absichern?
@nudldickedirn: Schon mal was von Selektivität gehört? Jede elektr. Zuleitung hat mehrere Sicherungen, deren Wert immer kleiner wird, je näher man dem Verbraucher kommt.
Gruß DER ELEKTRIKER
in diesem fallklingt es aber sehr nach einfamilienhaus und da ist es unueblich sicherungsserien zu installieren - ausser die strominfrastruktur ist eher gebastelt (mal schnell den strom fuer die dachbodensteckdosen wo abgezapft). in mietshaeusern kann man ja in jeder wohnung neu absichern - aber hier?