Frage von Chaang, 38

Stromspannung Steckdosenleiste?

Kommen bei einer Steckdosenleiste an jeder Dose auch 230V raus oder vlt. sogar etwas weniger? Und wie viele Steckdosenleisten kann ich theoretisch hintereinander anschließen, ohne irgendeinen Verlust an Energie zu haben?

Expertenantwort
von Peppie85, Community-Experte für Strom, 14

etwas weniger ja, aber nicht viel weniger. in abhänigkeit davon, wie viel dran hängt an so einer Leiste, kann hier schon etwas spannung verloren gehen...

sagen wir mal, mit steckverbindungen hat die gesamte Leiste einen Übergangswiderstand von 0,1 Ohm.

dann wären das wenn sagen wir 10 Ampere fließen, ein Spannungsverlust von 1 Volt. bei 230 volt fällt das erst mal nicht weiter auf.

wenn nun aber etliche der Leisten hintereinander gesteckt werden, dann summiert sich das. sagen wir es sind 23 Leisten hintereinander gesteckt. dann sind wir hier schon bei 23 Volt. also 10% der Nennspannung. DAS ist eindeutig zu viel.

dazu kommt noch ein anderes Problem und zwar die Sicherung. wenn der schleifenwiderstand, also der Widerstand von der Sicherung über die verkabelung bis zurück zum Neutralleiter zu groß ist, dann löst die Sicherung im Ernstfall nicht (rechtzeitig) aus. das kann dann zur folge haben, dass das Gehäuse eines defekten Gerätes unter gefährlich hoher spannung steht und oder die verkabelung lustig vor sich hin schmort...

lg, Anna

Antwort
von DerKorus, 24

Du hast mer einen geringen Verlust, ach direkt ab Steckdose vom Kabel in der Wand. Und genau 230V hast du selten, manchmal etwas mehr manchmal etwas weniger, je nachdem wie weit entfernt von der Trafostation du wohnst.

Antwort
von wollyuno, 13

230 volt ist die normspannung,die kann etwas höher aber auch niedriger sein schon vom netz her.normal hast an jeder steckdose dieselbe spannung,die aber niedriger wird um so länger das kabel ist.theoretisch kannst unendlich viele steckdosenleisten aneinander stecken,ist nicht anders wie bei einem sehr langen kabel.nur in der praxis solltest es nicht machen,vor allem wenn größere verbraucher eingesteckt sind.da kann es leicht zu schmorschäden kommen

Antwort
von done2014, 11

Vom hintereinanderschalten mehrerer Steckdosenleisten würde ich abraten, da die Querschnitte nicht für solch hohe Ströme ausgelegt sind und durch die Übergangswiderstände v.a. die Schutzfunktion des RCD (FI) eingeschränkt ist. Dies kann sehr gefährliche Folgen haben.

Kommentar von germi031982 ,

Der RCD wird schon funktionieren da der nur kleine Ströme braucht um auszulösen. Aber der Leitungsschutz kann eventuell nicht auslösen da hier weitaus höhere Ströme erforderlich sind. Der GAU wäre hier ein Kurzschluss L gegen N (bei L gegen PE würde der RCD abschalten da Fehlerstrom), da schaltet der RCD nicht ab weil der Strom den hier eigentlich korrekten Weg nimmt (über L rein, über N zurück). Bei einem "modernen" Leitungsschutzschalter mit der Charakteristik B wird der magnetische Kurzschlussauslöser beim drei bis fünffachen des Nennstromes abschalten. Modern in Anführungszeichen, die Charakteristik B wird seit 1990 verbaut ist also auch schon etwas älter. Das heißt bei einem Leitungsschutzschalter mit 16A Nennstrom löst der Kurzschlussauslöser zwischen 48 und 80A aus. Man geht aus Sicherheitsgründen immer vom oberen Wert aus und setzt den als Mindestwert für den Kurzschlußstrom an den man aus der gemessenen Schleifenimpedanz errechnen kann.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schleifenimpedanz

Antwort
von HarryHirsch4711, 11

Die 230V ist die Sollspannung, die uns vom EVU zur Verfügung stellt. Laut TABs sind +/- 10% zulässig. Also haben wir nicht 230V, sondern zwischen 207V und 253V.

Nehmen wir mal an das EVU liefert 230V. Nun schaltest Du den Durchlauferhitzer an und dann sinkt die Spannung am Hausanschluß durch die Verluste...

Kommentar von germi031982 ,

Die Netzspannung liegt bei 230V +/- 10% das ist richtig. Aber ansonsten haben die 10% nichts zu sagen. Laut TAB darf der Spannungsabfall zwischen Hausanschlusskasten und Zähler maximal 0,5% betragen. Was danach ist wird von der DIN 18015 Teil 1 vorgeschrieben bei der es um elektrische Anlagen in Wohngebäuden geht. Nach dieser Norm darf der Spannungsabfall zwischen Zähler und Steckdosen, bzw. Geräteanschlussklemmen, bei maximal 3% liegen. Das heißt es geht rein um den Verlust der durch die dazwischenliegenden Leitungen entsteht.

Antwort
von Shalidor, 1

Es kommen keine 230V raus. Es liegen 230V an. Und die Spannung ändert sich ständig. Die Spannung kann auch mal höher oder niedriger sein. Und du müsstet schon einige Hundert solcher Steckerleisten hintereinander abstecken um einen Verlust bei der Spannung zu haben. Einige... Allerdings ist es nicht ratsam, mehrere Leisten hintereinander zu klemmen, weil besonders die günstigeren nicht darauf ausgelegt sind. Da können dann das Kabel oder die Kontakte darunter leiden.

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