Frage von LittleMissLaura, 172

Stromanbieter akzeptiert keine Ratenzahlung und setzt einen Anwalt darauf an (Zusatzgebühren) - dürfen die das?

Hallo allerseits, weder unser Stromanbieter noch der Gasanbieter akzeptieren Ratenzahlung (vor einem Jahr via Check24 zu diesen Anbietern gewechselt). Die Stromrechnung beträgt 517€ und das können sich ein Azubi und eine Ausbildungssuchende nicht auf einen Schlag leisten. Trotz Ablehnung der Ratenzahlung haben wir ca. 50€ überwiesen und angemerkt, dass wir das nicht anders können. Heute erwartete uns eine Rechnung von einem Anwalt den die beauftragt haben. Höhe: 645€. Wir sind doch zahlungswillig nur leider nicht auf einen Schlag fähig, dürfen die das überhaupt? Das ist doch Abzocke wenn die wissen, dass wir das bezahlen und trotzdem noch Gebühren drauf hauen. Was kann man da machen?

Antwort
von Genesis82, 78

Ihr habt euren Verbrauch falsch eingeschätzt und daraus hat sich die hohe Nachzahlung ergeben. In eurem Vertrag steht mit Sicherheit auch drin, dass einmal jährlich abgerechnet wird und eine Nachzahlung innerhalb von X Tagen zu leisten ist. Wenn ihr nicht zahlt, dann kann der Versorger selbstverständlich einen Anwalt beauftragen und diese Kosten gehen zu euren Lasten. Versucht das Geld aufzubringen, denn sonst wird über kurz oder lang womöglich noch ein Mahnbescheid samt folgendem Vollstreckungsbescheid folgen - und es wird immer teurer für euch.

Mein Rat für die Zukunft: Kontrolliert regelmäßig im Jahr euren Verbrauch, indem ihr z.B. 1x im Monat die Zählerstände notiert. Und sobald ihr eine Abweichung des geschätzten Verbrauchs nach oben feststellt, ruft ihr beim Versorger an und lasst den monatlichen Abschlag erhöhen. Dann treffen euch die Kosten nicht per Nachzahlung auf einen Schlag.

Antwort
von Rockuser, 70

Du musst das auf einmal zahlen. Kein Mensch hat ein Recht auf Ratenzahlung bei Schulden.

Antwort
von InsuranceDaniel, 100

Also mal vorweg, vertraglich festgelegte Prämien / Zahlungen können natürlich eingeklagt / mit einem Gerichtsvollzug eingefordert werden. 

Was sind denn nun die 645 EUR? Ist das die Stromrechnung von 517 EUR + x oder etwas anderes?

Ratenzahlungen müssen nicht angeboten werden, ein Check der Verbraucherinfos vorab ist da natürlich hilfreich. Zwecks Eures geringen Budgets würd ich trotzdem versuchen, mit denen in Verhandlung zu treten.

In Anlehnung an diesen Artikel:

http://www.123recht.net/Stromnachzahlung-Ratenzahlung-verweigert-\_\_f485788.htm...

Antwort
von petrapetra64, 25

Der Stromanbieter kann Ratenzahlungen akzeptieren, aber niemand ist dazu verpflichtet, das zu tun. Die haben aber ihre Leistung erbracht und die haben daher das Recht auf sofortige begleichung der offenen Beträge. Ob ihr das nun zahlen könnt oder nicht, darauf müssen die keine Rücksicht nehmen. Man darf halt nichts kaufen und keine Verträge schliessen, wenn man weiss, dass man es nicht zahlen kann. Bei den monatlichen Raten sollte man das berücksichtigen und diese lieber etwas höher ansetzen, wenn man sich die Nachzahlung nicht leisten kann.

Die dadurch extra entstehenden Gebühren sind halt dann zu zahlen.Und ja, die dürfen das, das Geld ist jetzt fällig, keiner muss Raten akzeptieren.

Antwort
von Bitterkraut, 75

Klar dürfen die das. Warum sollten die das nicht dürfen? Du hast ja den Strom auch nicht auf Raten bekommen. Offenbar waren euere monatlichen Abschläge zu niedrig berechnet.

Und nein, das ist keine Abzocke, sondern normales Geschäftsgebaren. Niemand muß Ratenzahlung akzeptieren, es sei denn, die ist Vertragsbestandteil.

Kommentar von Bitterkraut ,

Kann es sein, daß der Abschlag für eine Person berechnet war, jetzt aber 2 Personen in der Wohnung gelebt haben? Aus deinem Profil hab ich ersehen, daß du erst in jüngerer Zeit zu deinem Freund gezogen bist. Das würde au jeden Fall die Höhe der Nachzahlug erklären.

Antwort
von Zumverzweifeln, 117

Nichts. Der Anbieter muss sich nicht auf Ratenzahlungen einlassen. Versucht, euch das Geld in der Familie zu leihen - sonst wird es noch mehr!

Antwort
von grubenschmalz, 102

Natürlich muss man sich nicht auf Raten einlassen. Ihr müsst zahlen.

Antwort
von Ifm001, 30

Dafür dass Du nicht wissen willst, ob die Ratenzahlung akzeptieren müssen, hast Du die Frage reichlich verquer gestellt.

Die eigentlich wichtigen Informationen hast Du dabei in deinem umfangreichen Text nicht untergebracht ...

- wie ist der (vermeindlich) geschuldete Betrag zustande gekommen (Vorauszahlung, Nachzahlung Differenz zur Abschlagszahlung, ...)?

- was steht in den Vertragsunterlagen (samt Anhängen wie die AGB) zu den Zahlungsmethoden?

Antwort
von XC600, 52

wieviel Abschlag zahlt ihr denn jeden Monat ? ich kann mir nicht vorstellen wie man für 2 Personen auf so eine hohe Nachzahlung kommt ........ das wären ja 47 Euro für jeden Monat nachzuzahlen , das ist eigentlich so hoch wie ein normaler monatlicher Abschlag und ihr habt das noch obendrauf verbraucht ................ was habt ihr für Stromfresser in der Wohnung ?

Kommentar von Bitterkraut ,

Warmwasser mit Strom z.b. kann leicht so ne Nachzahlung verursachen, wenn der Abschlag zu niedirg ist. Dafür sind dann die Kosten für Heizung niedriger.

Antwort
von ninamann1, 88

Es gibt kein Gesetz , das Ratenzahlung akzeptiert werden muss.

Wenn die sich nicht drauf einlassen, kann ich es sogar nachvollziehen.

Du hast ja vorher den monatlichen Abschlag auch nicht bezahlt . Da vertrauen sie Dir jetzt nicht mehr 

Kommentar von Bitterkraut ,

Woher weißt du denn, daß sie den Abschlag nicht bezahlt haben?

Kommentar von ninamann1 ,

Sonst wäre die Rechnung ja nicht auf 517 Euro aufgelaufen

Kommentar von Bitterkraut ,

Sorry, das ist Unsinn. Eine unsinnnige Unterstellung. Hätten sie den abschlag ein Jahr lang nicht bezahlt, hätten sie schon lange keinen Strom mehr. Du glaubst doch nicht, daß du Strom und Gas für 2 Personen für weniger als 600 Euro im Jahr kriegst?

Der Abschlag kann zu niedirg sein, schlecht berechnet. der wird sich jetzt ohnehin erhöhen.

Kommentar von ninamann1 ,

Ok, falls es sich um eine Nachzahlung handelt , kann ich das Versagen der Ratenzahlung nicht nachvollziehen . Dazumal ich davon ausgehe , das der Vertrag seitens des Stomliefeanten gekündigt ist

Kommentar von Bitterkraut ,

Warum sollte der Vetrag gekündigt sein?

Kommentar von ninamann1 ,

Weil Stromanbieter recht gerne wegen Zahlungsverzug kündigen

Kommentar von Bitterkraut ,

Eher nicht, solange der laufende Abschlag bedient wird. und mit der Ratenzahlung hätte och auch eine Kündigung nix zu tun. Im Gegenteil, wenn man den Kunden ohnehin losgeworden ist, muß man ja nicht mehr kulant sein.

Antwort
von alarm67, 93

Rechtlich hast Du keinen Anspruch auf eine Ratenzahlung! Reine Kulanz!

Wieso habt ihr die letzten 12 Monate keine Rücklagen gebildet? Z.B. jeden Monat 50 € beiseite gelegt?

Wenn ihr euch das nicht leisten könnt, lebt ihr über eure Verhältnisse, hättet euch keine oder vielleicht eine kleinere Wohnung nehmen dürfen!!!

Antwort
von maxim65, 105

Das Problem ist doch eher das ihr einen Vertrag abgeschlossen habt den ihr nicht bezahlen könnt. Das die Versorger ihr Geld haben wollen ist doch klar. Ihr könnt versuchen euch mit dem Anwalt zu einigen ob da was geht. Wenn ihr vernünftig damit umgeht und darlegen könnt wir ihr das Problem lösen wollt und bis wann gibt es vielleicht einen Weg. Schätzungsweise werdet ihr am Ende jedoch ohne Gas und Energie dastehen da ihr die laufenden Kosten wahrscheinlich auch nicht bedienen könnt.

Antwort
von LittleMissLaura, 65

Zu den Kommentaren: Die Frage war nicht ob ich ein Recht auf Ratenzahlung habe, eher ob die beliebig Summen auf die Rechnung draufhauen können und ob man da was regeln kann damit künftig nicht mehr drauf kommt.

Nein unsere Wohnung ist nicht zu groß (2 1/2 Zimmer 2 Personen), wir haben auch immer alles bezahlt und ich hab den Vertrag nicht gemacht, sondern mein Freund und der wisste davon nichts dass es keine Ratenzahlung gibt und er liest immer genau. 

Kommentar von Bitterkraut ,

Die Zahlungsbdingungen für Nachzahlungen stehen nicht im Vertrag.

Die Nachzahlung ist immer sofort fällig, das ist normal. Schließlich hat der Anbieter seine Leistung ja erbracht. Klar ist das fies, daß jetzt auch noch der Anwalt, der das Geld für den Anbieter (welcher ist das denn?) eintreibt, Geld will, aber der will halt auch nicht umsonst arbeiten. Und sicher könnte der Anbieter auch preiswertere Mahnverfahren betreiben, tut er aber nicht.

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