Frage von SuzuHinami, 81

Streunende Katze einfach aufnehmen?

Hey ;D,

vor 6 Jahren zog meine Großmutter zu uns ins Haus und brachte ihre damalige Hauskatze mit, in unserer Gegend durfte sie dann schließlich raus.

Nach zwei Jahren jedoch schien sie immer seltener zu uns zu kommen, meistens nachts selten am Tag...wir dachten uns nichts dabei da sie bei uns frass und sie sich unserer Meinung nach wie jede andere,Katze gerne draussen herum trieb.

Diese Abwesenheit verschlimmerte sich jedoch zunehmend und meine Großmutter sorgte sich ziemlich.

Heute haben wir herausgefunden das entfernte Nachbarn vor 6 Jahren eine "Streunende" Katze zugelaufen ist, die sie wohl nach einiger Zeit einfach bei sich zuhause aufnahmen, versorgten und je nach dem auch der Auslaß verwehrt wurde.

Natürlich schmerzte mich und meine Familie das sehr da wir unsere,Katze geliebt haben aber da es ihr dort seht gut zu gehen scheint unternehmen wir nicht mehr als womöglich den Besitzer zu ändern.

Was mich jedoch trotzdem ärgerte war die Tatsache das diese Leute unsere Katze einfach ohne jeden Zweifel adoptierten. Unsere Katze ist gechipt, also vermute ich das sie das beim Tierarzt nicht haben überprüfen lassen. Auch wurde nicht nach einem möglichen Besitzer gesucht der seine Katze womöglich vermisst. Das ärgert mich wirklich sehr.

Wie würdet ihr da handeln?

Lg Und vielen Dank ;3

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Bubles, 44

Ich würde sie devinitiv darauf ansprechen, weil man mit so einem Verhalten Leuten wirklich Kummer bereiten kann und man zumindest versuchen muss die eigentliche Familie ausfindig zu machen. Ob ihr die Katze zurück holt oder nicht ist eure Sache, sie würde es euch bestimmt nicht übel nehmen

Expertenantwort
von Negreira, Community-Experte für Katze, 26

Eine Diebstahlsanzeige dürfte nach dieser langen Zeit keine Aussicht auf Erfolg haben. Wenn die Nachbarn die Katze aufgenommen haben, dann ist das zwar nicht in Ordnung, aber sie hat es doch dort offensichtlich gut und soll dort auch bleiben. Bitte reißt sie nicht aus ihren neuen Zuhause, das sie offensichtlich akzeptiert hat. Gute Nachbarn (also solche, die die Tiere nicht verjagen oder vergiften) sind nicht immer die Regel.

Daß das Ganze nicht in Ordnung war, siehst Du völlig richtig. Man darf nicht einfach irgendwo ein Tier aufnehmen, ohne zumindest eine Fundanzeige zu machen. Vor 6 Jahren allerdings war auch das Chippen, gerade von Katzen, noch nicht so verbreitet. Niemand schaute automatisch nach Microchips, eher nach Tätowierungen, und auch so ein Microchip kann verloren gehen.

Und sie haben die Katze ja auch erst "nach einiger Zeit" aufgenommen, also nicht einfach von der Straße geklaubt. Ich würde zu den Leuten gehen, ihnen die Tatsachen schildern und mich vom Wohlergehen des Tieres überzeugen. Vielleicht sind sie ja auch am Hintergrund interessiert, ich habe die Erfahrung gemacht, daß gerade "Neubesitzer" immer gern wissen, woher ihr Tier kommt, wie alt es ist, und was es vorher erlebt haben könnte.

Den Streß, den Deine Oma hatte, kann niemand wieder gutmachen, aber Ihr könntet Euch neuen ersparen. LG

Antwort
von Kleckerfrau, 43

Die Katze da lassen, wo sie ist.

Habt ihr denn damals nicht nach ihr gesucht ? Dann hätten die jetzigen Besitzer ja sicher mitbekommen, das sie gesucht wird.

Und nicht jeder Tierarzt fragt danach wo die Katze herkommt und schaut nach einem Chip.

Kommentar von SuzuHinami ,

Hey ;D Ja wir haben gesucht aber leider erfolglos. Mir ging es nicht darum ob der Tierarut fragt, mir ginge es darum das man zuvor überprüft ob die Katze Besitzer hat. Lg

Antwort
von Denise1993i, 16

Das ist eine heikle Situation, einerseits liebt ihr eure Katze und andererseits hat es die Nachbarin ja womöglich nur gut gemeint. Ich würde meine Katze schweren Herzens wohl bei der Nachbarin lassen, da sich die Katze es so ausgesucht hat. Andererseits ist es natürlich eure Katze und wo käme man da hin wenn einfach alle Haustiere wieder von anderen Leuten aufgenommen werden. Die Katze wird auch immer wieder zu der Nachbarin zurück gehen, d.h. Um eure Katze zu behalten müsstet ihr sie im Haus lassen oder die Nachbarin dürfte sie nicht mehr pflegen. Beide Situationen sind unwahrscheinlich, also bleibt wohl nichts anderes übrig als euch zu freuen wenn EURE Katze euch mal besucht

Antwort
von WSchaefer, 40

ich kann mich da sehr gut in deine Lage versetzen. nur bevor man da rechtliche Wege geht, sollte man sich eine andere Möglichkeit über legen. Bei uns ist es so, das meine Exfrau eine kleine Perser-Zucht hat und einen normalen Hauskater, der auch Freigänger ist. Oft kommt er auch Tage lang nicht nach hause, doch wir wissen wo er steckt. Bei uns im Viertel gibt es einige alte Leute die sich immer sehr auf seinen Besuch freuen und ihn richtig verwöhnen. Natürlich liegt es im Wesen der Katzen das sie sich dort hin ziehen wo es ihnen am besten geht. Nur was macht eine Katze wenn sie überall gutes Futter und Streicheleinheiten bekommt und alles was sie mögen. Wir beobachten das alles mit sehr viel Interesse und so lange es den Kater dabei gut geht, sind wir auch zufrieden mit seiner Lebensweise. Nur einsperren würden wir ihn nie. Rede doch mal mit den Leuten, mit etwas Glück pendelt er dann auch zwischen Euch, nur erzwingen lässt sich das nicht. Aber man kann es versuchen und ihn mit viel Liebe dazu bringen.

Antwort
von melinaschneid, 30

Wie ihr handelt müsst ihr wissen. Im Grunde haben sich die Leute des Diebstahls strafbar gemacht. Man ist verpflichtet den Fund einer katze zu melden und nach den Besitzer zu suchen. Rein rechtlich ist eine katze eine sache.

Wenn es euch fehlt eine katze zu haben wäre es dann keine Option für euch eine aus dem tierheim zu adoptieren? Gerade für Freigänger ist es immer schwierig für tierheime einen platz zu finden.

Antwort
von MiraAnui, 15

Zuerstmal das Gespräch suchen.... Fundtiere zu behalten ist strafbar...

Und dann je nachdem wie das Gespräch verläuft weiter handeln ggf anwalt einschalten.

Antwort
von Deamonia, 17

Puuh, also ich könnte das nicht, meine Katze Dauerhaft da zu lassen, ich würde die Leute vermutlich anzeigen, kommt allerdings auch darauf an, wie die Leute so drauf sind. 

Allein das sie in 6 Jahren nicht ein mal beim Tierarzt waren, würde mich sehr sehr stutzig machen, denn ein streunendes Tier (egal wie gesund es wirkt) sollte immer dem TA vorgestellt werden, wenn man auch nur ein Fitzelchen Verantwortungsgefühl hat! 

Wenn sie die Katze teilweise einsperren, kann man ja garnicht wissen, wo sie am liebsten ist.

Ich würde dir raten MINDESTENS mit ihnen ausmachen, das die die Katze nicht mehr einsperren dürfen!

Außerdem: Was wenn die Katze mal krank wird? Woher weist du, ob die mit ihr zum Tierarzt gehen? Vielleicht lassen sie sie dann einfach nicht mehr rein, und dann müsst ihr euch wieder kümmern, und wenn sie dann gesund ist, wird sie wieder von den Leuten aufgenommen? 

Das einfach so weiterlaufen lassen würde ich auf keinen Fall, das muss irgendwie rechtlich abgeklärt werden! 

Kommentar von Nachteule15115 ,

Nicht jeder Tierarzt fragt sofort wo die Katze her ist und ob sie gechipt ist! 

Kommentar von Deamonia ,

Das habe ich auch nicht behauptet, aber für einen Menschen mit Verantwortung, sehe ich es 

A) als selbstverständlich an, ein Fundtier sofort dem Tierarzt vorzustellen, mit dem Hinweis es sei ein Fundtier! DANN würde der TA auf jeden Fall nach einem Chip suchen.

B) das Tier chippen zu lassen (Spätestens dann wäre der alte Chip aufgefallen) 

C) Es dem Tierheim zu melden, damit falls niemand die Katze vermisst, sie nach 6 Monaten wirklich MEINE ist, und nicht irgendwann der alte Besitzer ankommen kann. 

Wenn jemand einen dieser Punkte nicht erfüllt, hätte ich zu wenig Vertrauen in das Verantwortungsbewusstsein dieser Menschen, und würde mein Tier auf keinen Fall dort lassen! 

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