Frage von Pfaelzer2016, 63

Streit mit Krankenkasse! Höchtsbeitrag festgesetzt nach Selbständigkeit 2010. wer kann mir helfen?

Hallo! Ich hoffe mir kann geholfen werden: Es geht um folgenden Fall: Nach meiner Ausbildung wurde ich nach 2 Jahren betriebsbedingt aufgrund Geschäftsauflösung gekündigt. Ich war bei einer Kreditvermittlung als Bürokaufmann eingestellt. Mein damaliges Arbeitslosengeld lag bei 750.-. Nach mehreren Gesprächen mit der Arbeitsagentur habe ich zusammen mit meinem Steuerberater und der damaligen Mitarbeiterin der Arbeitsagentur eine Selbständigkeit ab 01.01.2010 geplant und habe 12 Monate lang quasi als Existenzgründer monatlich mein Arbeitslosengeld erhalten UND 200.-€ für meine Krankenversicherung. Hier war ich über die AOK zum geringsten Satz versichert, da bei dieser Selbständigkeit erst nach cirka 12 Monaten Aufbau mit einigermaßen Gewinn zu rechnen war. Nach 11 Monaten habe ich das Gewerbe allerdings abgemeldet, da ich ab 01.11.2010 eine neue Stelle im Angestelltenverhältnis angetreten habe. In der Selbstständigkeit hatte ich bis auf mein "Arbeitslosengeld" keinerlei Einnahmen. Ich habe beim Finanzamt im Vorfeld etwas ausgefüllt. Das ich nicht versteuert werde, da die wahrscheinlichen Einnahmen unter dem Satz liegen. Ich habe noch nie Steuerlich was abgegeben , weder Jahresausgleich, noch irgendwas anderes. Nach 5 Jahren ,also Mitte 2015 rief mich eine Dame der AOK an, damals wäre ich so festgesetzt worden und ich sollte doch bitte Unterlagen der Steuererklärung von 2010 nachreichen. Diese habe ich nie gemacht gehabt ! Ich habe meine damaligen Giroauszügen(die immer zwischen 1000.- plus und -200€ gelegen haben ) dort hingesendet und auch dazu geschrieben, das ich keinerlei Einkünfte hatte. Dann bekam ich eine Festsetzung, wurde im höchsten Beitragssatz eingestuft und nun fordert die AOK knapp 4.000.-€ für den Zeitraum 01.01.-1.11.2010. Das schreiben war von Oktober 2015. Dies habe ich fristgerecht widersprochen mit den erneuten Unterlagen und der Info, das der damals bezahlte Beitrag in Ordnung gewesen sein muss. Letzte Woche bekam ich nun eine Ruhensmahnung, in der der Betrag gefordert wird und mir wurde geschrieben, das ich in der Zeit anscheinend nicht versichert wäre ?!?!? Was evtl ein Problem ist, da mein Sohn, der bei meiner Ex Freundin lebt, über mich versichert ist. Leider verfüge ich weder über die Mittel dies zu zahlen, noch habe ich doch überhaupt keine Einnahmen gehabt. Ich bitte um Hilfe, was ich genau machen muss, wie man dieses Problem lösen kann. Nächste Schritte,... Vielen Dank im Voraus.

Antwort
von Kunterbunt23, 40

Aufgrund Deiner damaligen Einkommensschätzung wurde Dir ein Beitrag unter Vorbehalt berechnet, der nun endgültig festgesetzt worden ist. Da nur amtliche Einkommensnachweise anerkannt werden dürfen und Du nichts derartiges eingereicht hast, muss die KK tatsächlich von der Beitragsbemessungsgrenze ausgehen und den Höchstbeitrag festsetzen.

Wenn die Frist noch nicht abgelaufen ist, kannst Du die amtlichen Nachweise noch einreichen. Anerkannt werden: der Steuebescheid und der Nichtveranlagungsbescheid.

Antwort
von Pfaelzer2016, 34

Nichtveranlagungsbescheid, woher bekomme ich den ?
Und mit dem Steuerbescheid würde noch gehen 6 Jahre später ?

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