Frage von Nofiller112, 18

Streit mit der Thuega Energie wegen nicht berücksichtigter Zahlungen / Streitwert 3000€?

Hallo liebe Leute,

ich und ein guter Freund haben ein großes Problem. Wir hatten eine zeitlang zusammen in einem Haus zur Miete gewohnt. 200 qm, Classic Gas Tarif. Waren aber beide so gut wie nie zu Hause, kaum geheizt.

Jetzt kommen wir zum Problem. Am Anfang wurde die Anmeldung verpennt, gab Missverständnis dass das unsere Vermieterin gemacht hätte. Also wurde alles nachträglich irgendwann angemeldet und auch auch Nachzahlungen geleistet.

Irgendwann bin ich ausgezogen und von der Thuega kam eine Nachzahlung über einen Zeitraum wo ich noch drin gelebt hatte. Diese wurde anstandslos bezahlt und auf geteilt.

Ende letzten Jahres ist dann auch mein Mitbewohner aus dem Haus ausgezogen. Und dann kam auf einmal die dicke Rechnung. Nachzahlungen von über 3000,- €. Wir widersprochen, es ging hin und her. Inkasso wurde eingeschaltet. Wir waren direkt vor Ort bei der Thuega, aber selbst der Mitarbeiter ist nicht so ganz durchgestiegen. Er meinte er hält erstmal das Inkassobüro auf und sie schicken nochmal einen detaillierte Auflistung.

Diese kam vom Inkassobüro mit den Unterlagen. Mein Mitbewohner hat dann eine Ratenzahlungsvereinbarung dorthin geschickt.

Ich bin jetzt aber nochmal die Unterlagen durchgegangen. Es werden definitiv die Zahlungen die wir geleistet hatten nicht aufgeführt. Nur die Abschlagszahlungen und einmal ne andere Zahlung.

  1. gibt es eine Möglichkeit nochmal von der Ratenzahlungsvereinbarung zurückzutreten
  2. Was meint ihr zu dem Fall? Die Thuega sagt die Zahlungen sind berücksichtigt, tauchen aber nirgends auf.

Was für Möglichkeiten haben wir?

Vielen Dank im Voraus!!

Antwort
von mepeisen, 2

gibt es eine Möglichkeit nochmal von der Ratenzahlungsvereinbarung zurückzutreten

Klar. Sie wurde ja gewiss nicht vor einem Notar geschlossen oder?

Was meint ihr zu dem Fall? Die Thuega sagt die Zahlungen sind berücksichtigt, tauchen aber nirgends auf.

Keine Ahnung. Ohne die Zahlen bis ins Detail zu prüfen, kann dir das niemand sagen, was davon zu halten ist.

Wenn die Zahlungen nicht auftauchen und ihr euch sicher seid, dass ihr im Recht seid, würde ich folgendes ans Inkasso schicken: "Wertes Inkasso. Wir haben nochmals die Unterlagen geprüft. Wir haben festgestellt, dass Zahlungen in Höhe von XX€, vom XX.XX, XX.XX. (usw.) nicht verrechnet wurden. Sie werden unverzüglich aufgefordert, uns eine korrigierte Abrechnung vorzulegen, bei der diese Zahlungen berücksichtigt sind. Aufgrund der Falsch-Abrechnung treten wir von jeglicher abgeschlossener Vereinbarung bzw. Schuldanerkenntnisse zurück. Wir stellen in Aussicht bei Weigerung sowohl einen Anwalt hinzu zu ziehen (negative Feststellungsklage) als auch eine Anzeige wegen Verdachts der Unterschlagung und der Nötigung zu erstatten."

Da sind genug Schlagwörter, dass die den Fall dann ernst nehmen sollten.

Die Verbrauchszahlen bzw. Zählerstände stimmen aber und sind plausibel?

Antwort
von fjf100,

1. Die verbrauchte Energie müsst ihr auf jeden Fall bezahlen.

2. Aus den Mietvertrag geht hervor,wer da gewohnt hat.

3. Bei Ein -u.Auszug müssen die Zähler abgelesen werden,damit man weiss,wer was bezahlen muss.

4. Wenn Geld überwiesen wurde ,über eine Bank,dann müsste dies ja nachprüfbar sein (Kontoauszüge)

Grundsätzlich bewahre ich meine Kontoauszüge chronologisch auf.

5. Zahlungsvereinbahrungen müssen schriftlich vorliegen.

Wenn nichts schriftlich vorliegt und man kann nicht zahlen,dann muss man ein P-Konto (Pfändungsschutzkonto) einrichten,damit nicht das Geld für das Existensminimum vom Konto abgezogen wird.

Im äußersten Fall muss dann eine "Privatinsolvenz"durchgezogen werden.

Unpfändbar für einen Alleinstehenden sind ca, 1600 Euro auf den Konto

und ein Monatseinkommen von ca, 1020 Euro.

TIPP : Du kannst dir auch einen "Beratungsschein" für einen Rechtsanwalt beim Amtsgericht besorgen.

Du gehst mit den Personalausweis und deinen Unterlagen zum Amtsgericht und fragst nach einen Beratungsschein für einen Rechtsanwalt.

Dies ist kostenlos und der Rechtsanwalt kostet dann höchsten 10 Euro.

Der Rechtsanwalt bekommt sein Geld vom Land

Dies ist das "Armenrecht". Man kann dir trotz Schulden das Existenzminimum nicht nehmen.

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