Frage von DoktorFeelgood, 128

(Strassenordnung) wer ist schuld?

Folgende Problematik: Ich als Radfahrer fahre ohne Licht(Nachts). Ein Autofahrer fährt mich von einer Seitenstraße an. Wer hat das Gesetz verletzt? Ich habe in der Fahrschule gelernt, dass man rechts und links schauen muss, bevor man in eine Straße einbiegt. Man fährt das schwerere "Gerät" und ist damit verpflichtet auf "schwächere" Verkehrsteilnehmer besonder acht zu geben. Es wird nirgendswo erwähnt, dass eine Beleuchtung ausschlaggebend für das Vergehen ist.

Antwort
von claushilbig, 8
  • Wenn Du ohne funktionsfähige Beleuchtung unterwegs bist, machst Du Dich (übrigens auch am Tage!) des Führens eines nicht verkehrstüchtigen Fahrzeugs schuldig. Was genau vorgeschrieben ist, kannst Du im §67 der Straßenverkehrszulassungsordnung nachlesen (z. B. unter http://www.gesetze-im-internet.de/stvzo\_2012/\_\_67.html), das jetzt hier alles hin zu schreiben, braucht zu viel Platz - ausgedruckt ist das 'ne ganze DIN A4-Seite.
  • Wenn Du im Dunkeln ohne Licht unterwegs bist, verstößt Du gegen die Straßenverkehrsordnung, konkret §17(1): "Während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen."
  • In der StVO steht zwar irgendwo und mehrfach "Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen" - aber Rücksicht auf Radfahrer wird nirgendwo ausdrücklich erwähnt. Die "Regel", als Stärkerer auf Schwächere Rücksicht zu nehmen, ist zwar moralisch korrekt, aber steht so nirgendwo in der StVO. Im Gegenteil, §1 StVO fordert von jedem Verkehrsteilnehmer "ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht", also auch von Radfahrer gegenüber Autofahrern. Wenn Du im Dunkeln ohne Licht unterwegs bist, kannst Du zwar das Auto problemlos erkennen, der Autofahrer Dich aber nur schlecht, je nach Lichtverhältnissen wahrscheinlich sogar quasi gar nicht, zumindest ist eine Einschätzung der Geschwindigkeit erheblich erschwert. Der Autofahrer kann also gar nicht die geforderte Rücksicht auf Dich nehmen, weil Du ihm das unmöglich machst. (Nach Deiner Argumentation: in der Situation bist gewissermaßen Du der "Stärkere"!)

Damit haben wir schon mal mindestens 3 Verstöße von Dir gegen die Verkehrsregeln, während ich beim Autofahrer allenfalls einen Verstoß (mangelnde Aufmerksamkeit) sehe ...

Jetzt rate mal, wer im Falle eines Unfalls vor Gericht zumindest eine erhebliche Teilschuld bekommen würde ...




Antwort
von clemensw, 17

Auch wenn ich an Hand deiner Kommentare schließe, daß Du diese Antwort nicht hören willst:

Ein Fahrradfahrer mit mangelhafter Beleuchtung muß im Falle eines Unfalles damit rechnen, eine nicht unwesentliche Teilschuld zugesprochen zu bekommen.

Als Beispiel:

Ein bei Dunkelheit ohne Licht fahrender vorfahrtberechtigter Radfahrer erhielt vom wartepflichtigen Autofahrer nur 30 Prozent Schadensersatz, weil er laut Gericht einen erfolgten Zusammenstoß durch seine fehlende Fahrradbeleuchtung – und schwarze Kleidung – „überwiegend selbst verschuldet" hatte. Schmerzensgeld für den Radfahrer, der Prellungen und eine Kopfplatzwunde erlitt, sei wegen seines erheblichen Mitverschuldens nur in Höhe von 500 Euro gerechtfertigt (LG Coburg).

Quelle: http://www.adfc.de/technik/fahrradteile-und-zubehoer/beleuchtung/licht-ist-pflic...

Antwort
von Rollerfreake, 30

Das man auf "schwächere" Verkehrsteilnehmer mehr achten sollte ist rein moralisch, steht aber nicht im Gesetz. Als Verkehrsteilnehmer muss man sich an die Verkehrsregeln halten, unabhängig davon welches Fahrzeug man fährt. Ein Fahrrad ist ein Verkehrsmittel, somit muss man bei Dunkelheit, Dämmerung, Regen und wenn es die Sichtverhältnisse aus anderen Gründen erfordern mit einem zugelassenen und funktionsfähigen Licht fahren. Wenn du ohne Licht gefahren bist, bekommst du auf jeden Fall eine Mitschuld an Unfall, da man als Verkehrsteilnehmer verpflichtet ist bei entsprechenden Sichtverhältnissen mit Nicht zu fahren. Ihr habt beide gegen die Straßenverkehrsordnung verstossen, der Autofahrer hat einen Abbiegeverstoß begangen und du bist ohne Licht gefahren, in der Regel bekommt dann jeder 50 Prozent Schuld an Unfall.

Antwort
von kaineanuhng, 69

Du hast eine Mitschuld, da dein Fahrrad nicht Fahrtauglich war. Du hattest kein Licht und konntest somit nicht gesehen werden. Nur weil Radfahrer Verkehrschwächer ist, dürfen sie sich nicht alles erlauben.

Kommentar von DoktorFeelgood ,

Trotzdem ist es nicht so stockfinster, dass man nicht seine eigene Hand vor den Augen erkennt. Ich fahre selbst Auto. Die Straßen sind wohlergehend beleuchtet und ich sehe immer alles. Es liegt wahrscheinlich an der Wahrnehmbehinderung vieler Verkehrsteilnehmer als an einem Licht. Sorry, manche fahren wie Zombies.

Kommentar von vierfarbeimer ,

Wahrnehmbehinderung vieler Verkehrsteilnehmer

Es liegt an der Selbstwahrnehmungsbehinderung eines einzigen Verkehrsteilnehmers - und der bist du.



Antwort
von NameInUse, 75

Wenn Du ohne Licht gefahren bist Du, der Autofahrer hat keine Chance Dich zu sehen, da unbeleuchtet. Die Beleuchtung an Deinem Fahrrad ist entgegen Deiner Meinung im Gesetz geregelt

Kommentar von DoktorFeelgood ,

und wer mir nachweisen, dass das licht NICHT funktioniert hat? nach dem unfall ist der dynmo einfach kaputt? 

Kommentar von NameInUse ,

Funktioniert das Licht nicht ordnungsgemäß muss das Rad geschoben werden

Kommentar von Georg63 ,

Vielleicht muss DIR dann gar keiner mehr was nachweisen - nur der Arzt den Totenschein ausstellen.

Antwort
von catweasel66, 45

wenn man dich nicht sieht, kann man dich auch nicht wahrnehmen und auf dich rücksicht nehmen. autofahrer haben kein radar im auto .

ich hätte dich genauso auf die hörner genommen und umgeraucht.

ohne licht bei den verhältnissen....bitte laß dir einen organspendeausweis ausstellen.

Kommentar von DoktorFeelgood ,

und lass du dir neue augen einpflanzen, du blindschleiche

Kommentar von catweasel66 ,

mach dir um meine augen keine sorgen, die funktionieren hervorragend. allerdings solltest du dein verhalten im straßenverkehr auf den prüfstand stellen, sonst wirst du nicht alt oder landest im rollstuhl.das will bestimmt niemand.

Kommentar von DoktorFeelgood ,

danke für dein mitgefühl aber du hast nicht mal verstanden worum es geht... überlege dir vorher um welche thematik es sich handelt und wie spezifisch das ist... wenn du das begreifst, kannst du schreiben... aber in diesem fall, bist du fehl am platz... schönes leben noch

Kommentar von catweasel66 ,

ich gebs auf....dir auch ein langes leben............

Kommentar von clemensw ,

Ein frommer Wunsch, der aber bei seiner Einstellung zur Beleuchtung am Fahrrad eher vergebens ist...

Kommentar von catweasel66 ,

hast ja recht ,allerdings will ers einfach nicht einsehen ,daß er sich in lebensgefahr begibt wenn er ohne licht rumgondelt.

ich raffs nicht ,fährt selber auto und dann solche kommentare. wenn ich im kühlergrill hänge weil ich nicht gesehen werde ,stellt sich für mich nicht mehr die frage ob der ander mehr schuld hat wie ich.

Antwort
von Georg63, 37

Mach weiter so! Die Schuld bekommt am Ende leider der Autofahrer an deinem Tod.

Antwort
von Peter501, 38

Ihr werdet vermutlich beide Schuld kriegen.

Kommentar von Georg63 ,

Nein - der Autofahrer bekommt die Schuld, der Radfahrer den Grabstein mit der Aufschrift: "Ich war im Recht."

Kommentar von vierfarbeimer ,

Muhahahaha!

"In diesem Land hat keiner ein Recht darauf 'Recht zu haben'!" (Nuhr 2015 - Der Jahresrückblick) 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten