Frage von Butterblumenfan, 61

Strahlwechsel bei Hafi, Fetzen entfernen?

ham grad strahlwechsel, soll ich die Fetzen abmachen und wie? rissige hufe selber feilen?` mfg die hafi-dame

Antwort
von WinniePou23, 45

Huhu,

bestelle schnellstmöglich euren Hufbearbeiter zu euch oder denke über einen Wechsel des Bearbeiters nach, wenn es noch nicht länger als sechs Wochen her ist, dass er da war.

Fetzen am Strahl und Risse im Huf deuten in fast allen Fällen auf eine schlechte oder gar fehlende Bearbeitung der Hufe hin. Das ist für das ganze Pferd extrem ungesund. Ein Pferd mit schlechten Hufen kann nie sein volles Bewegungspotential gesund und sinnvoll nutzen und wird deutlich anfälliger für Rücken-, Sehnen- oder Gelenksprobleme.

Liebe Grüße

Antwort
von FelixFoxx, 61

Wie wäre es mit regelmäßiger Hufbearbeitung durch einen Fachmann? Dann gibt es auch keinen rissigen Strahl...

Kommentar von Butterblumenfan ,

was meinst du wozu ich hier fragen stelle wenn ich jemanden hätte der das macht? :)

Kommentar von FelixFoxx ,

Na, dann wird es aber allerhöchste Zeit, sich darum zu kümmern!!! Bei unseren kommt der Hufschmied alle 6 Wochen. Gute Hufschmiede kannst Du bei anderen Pferdebesitzern erfragen.

Kommentar von Baroque ,

Wenn Du niemanden findest, dann mach selbst die Ausbildung zur Huforthopädin. Etwa 3 Monate nach Ausbildungsbeginn wirst vorsichtig anfangen können zu bearbeiten ... dann hat Dein Pferd wenigstens nur noch vorübergehend solche Probleme.

Antwort
von Michel2015, 18

Klaro, das ist Kosmetik, schneide sie ab. Und mit der Feile (Hufraspel) sollte eigentlich jeder umgehen können.

Antwort
von Aristella, 43

Öhm, ich bin zwar selber ein Hufi, aber was bitte ist Strahlwechsel?

Kommentar von Butterblumenfan ,

Alles am Körper erneuert sich irgendwann. Fell, Haut Haare und auch der Strahl. Der löst sich erst ab wenn ein neuer funktionstüchtiger untendrunter ist, aber das kannst du alles wunderbar dort nachlesen. Und was soll ein Hufi sein?

http://www.barhufteam.ch/strahlwechsel_beim_pferd.html

MFG-Die hafi-dame

Kommentar von FelixFoxx ,

Der Strahl wächst ständig, erst wenn er extrem zu lange nicht bearbeitet wird, löst er sich in Fusseln ab, dann wird es mehr als Zeit, ihn vernünftig zu bearbeiten. Ich möchte lieber nicht wissen, wie die Hufe Deines Haflingers aussehen...Aristella ist übrigens Fachfrau für Hufbearbeitung, die hat das gelernt...

Kommentar von Aristella ,

aaaaah, daher weht der Wind.

Der "Strahlwechsel", der hier beschrieben ist, ist eine zu stark druckbelastete Strahllederhaut, die sich zu helfen versucht. Der Strahl wächst ja kontinuierlich und wird, wenn der Untergrund entsprechend ist, ja durchaus abgerieben. In Menschenhand ist leider so gut wie nie der richtige Untergrund dafür vorhanden, weswegen der Strahl zurückgeschnitten werden muss. Tut man das nicht, wird der Strahl zu hoch und trägt vollflächig und immer die gleiche Belastung wie die Wände, die 1. ganz anders an den inneren Strukturen verankert sind als der Strahl (die Wände sind sozusagen drangeklettet, der Strahl nicht), und 2. aus sehr viel festerem und belastbarerem Material bestehen.

Ja, der Strahl soll mittragen, aber nicht um jeden Preis und schon gar nicht vollflächig in der Last - sonst verhält er sich bald wie ein ausgelatschter Turnschuh und verliert seine Dämpfungsfähigkeit.

Der Strahlwechsel, wie das genau eine einzige im Internet auffindbare Seite nennt (das allein sollte einem schon zu denken geben - wenn man zu einem so strittigen Thema wie Hufbearbeitung nur eine einzige Seite findet, die eine Meinung vertritt, sind sich ausnahmsweise vielleicht alle anderen einig und denken nicht so...), ist eine kurzfristige Verhornungsstörung. Die Strahllederhaut hat über längere Zeit zu viel Druck abbekommen und stellt für ein paar Tage die Hornproduktion ein, gerade so lange, bis durch den fehlenden Nachschub der Druck wieder ein wenig abnimmt. Dann sind die Zellen nicht mehr kontinuierlich miteinander verbunden, sondern es bildet sich die gräuliche Schicht, die man da auf der Website sieht. Dort können wunderbar Bakterien einwandern und den Strahl infizieren, wenn man den Fetzen nicht rechtzeitig abzieht (was die Leute da getan haben, und zwar in einem recht frühen Stadium des "Strahlwechsels" - wäre der tatsächlich nur mehr an einem Fetzen gehangen, sähe man keine saubere graue Nothornschicht, sondern schwarzen Gammel).

Warum also nicht gleich verhindern, dass die Lederhaut in so große Not kommt, dass es dazu kommen muss? Das beinhaltet einfach nur das regelmäßige Kürzen, auch von tragfähigen Strählen, wieder auf knapp unter Tragrandniveau. Innerhalb von 2, 3 Tagen trägt der Strahl auch auf Beton wieder mit (in weichen Böden, wo unsere Viecher ja die meiste Zeit verbringen, trägt sogar ein verkümmerter Strahl mit) und wird bis zur nächsten Bearbeitung dennoch nicht so hoch, dass die Lederhaut in Panik gerät.

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