Frage von EDEBoy, 92

Strafzettel. Wann wiedersprechen?

Hallo,

Ich wurde vor einer weile mit dem Motorrad beim zu schnell fahren erwischt. Es gibt davon ein video dass der Polizist der ebenfalls auf dem Motorrad hinter mir her gefahren ist gemacht hat.

Habe jetzt einen Brief bekommen in dem steht  was mir zur Last gelegt wird. 59 kmh zu schnell außerhalb der Ortschaft. Anbei war ein Vordruck für den Widerspruch. Es steht aber noch kein Strafmaß darin.

Meine Frage jetzt: ich möchte gar nicht der tat an sich widersprechen....wäre dank Videos auch aussichtslos. Sondern ich brauche meinen Führerschein für die Arbeit und würde diesen gerne behalten;)

Muss ich jetzt schon auf dieses Schreiben reagieren oder erst auf das in dem das Strafmaß festgesetzt wird?

Expertenantwort
von 19Michael69, Community-Experte für Motorrad, 31

Hallo,

du hast entweder einen Anhörungsbogen oder einen Zeugenfragebogen bekommen, in dem du, wenn du ihn zurückschickst, mindestens Angaben zu deiner Person machen musst.

Du musst auch gar nichts zurückschicken. Dann wird daraufhin direkt der Bußgeldbescheid erlassen:

  • 280 Euro Bußgeld
  • 2 Punkte in Flensburg
  • 2 Monate Fahrverbot
  • zuzüglich Verwaltungsgebühren

Niemanden soll seine Existenz genommen werden. Es gibt die Möglichkeit, das Fahrverbot in eine höhere Strafe zu wandeln.

Aber wenn du den Führerschein nur für den Weg zur Arbeit, nicht aber zur Arbeit selbst brauchst, dein Nachbar nicht gerade Yeti heißt oder du 200 km bis zu nächsten bewohnten Siedlung hast, wird der Versuch der Umwandlung wenig von Erfolg gekrönt sein.

Solltest du es dennoch versuchen wollen, geht das sicher nur mit einem Anwalt. Alleine bist du chancenlos.

Das alles lohnt sich dann aber auch nur, wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast. Ansonsten kannst du täglich sogar mit dem Taxi an die Arbeit und zurück fahren. Das ist dann wahrscheinlich auch nicht teurer.

Wenn du dir innerhalb der letzten zwei Jahre kein Fahrverbot gegönnt hast, kannst du den Führerschein auch innerhalb eines Zeitraums von vier Monaten abgeben.

Dadurch könntest du es zumindest so planen, dass dich jemand an die Arbeit mitnimmt und / oder du so viel Urlaub wie möglich in der Zeit nimmst.

Viele Grüße

Michael

Kommentar von EDEBoy ,

Offenbar war meine Frage nicht deutlich genug ...

Ich wollte wissen: wenn ich einen Erlass des Fahrverbots anstreben würde, wann muss ich darum bitten? Jetzt auf dem anhörungsbogen? Oder erst wenn ich  den Brief bekomme in dem steht was ich überhaupt für eine Strafe bekomme?

Kommentar von 19Michael69 ,

Ich denke aber schon, dass meine Antwort ziemlich eindeutig war.

Soweit ich weiß erst nach Erhalt des Bußgeldbescheids.

Ohne Anwalt wirst du das Umgehen des Fahrverbots aber nicht hinbekommen und auch nur der Anwalt kann dir sagen, welche nun die richtige Vorgehensweise ist.

Viele Anwälte bieten eine kostenlose Erstauskunft an.

Das solltest du nutzen. Nimm dabei aber keinen von irgendwo aus dem Internet, sondern einen bei dir vor Ort.

Gruß Michael

Kommentar von EDEBoy ,

Ok danke soweit mal :)

Nur noch eine Frage...wie kommst du auf 2 Monate?

Meine Recherche im Internet hat ergeben:

41-60 kmh zu viel = 1 Monat
61-70 kmh zu viel = 2 Monate
Ab 71 kmh zu viel = 3 Monate

Da Stan lediglich ab 51 kmh erhöht sich die Geldstrafe aber es bleibt bei einem Monat ?!

Kommentar von 19Michael69 ,

Sorry, in habe die Strafen für die Überschreitung innerorts angegeben.

Für außerhalb geschlossener Ortschaften gilt:

  • 240 Euro Bußgeld
  • 2 Punkte in Flensburg
  • 1 Monat Fahrverbot
  • zuzüglich Verwaltungsgebühren

Dann solltest du wirklich überlegen, ob du das Fahrverbot nicht wirklich mit einem langen Urlaub überbrücken kannst.

Gruß Michael

Antwort
von archibaldesel, 20

Dir wird ein Widerspruch nichts nützen. Bei 59 km/h drüber ist der Führerschein ohne wenn und aber weg.

Antwort
von annokrat, 7

nur als ergänzung/korrektur: das fahrverbot beträgt lediglich 1 monat und du hast eine 4-monatsfrist ab rechtsgültigkeit um dieses fahrverbot anzutreten.

annokrat

Antwort
von fuji415, 14

Den Lappen bist Du den 1 Monat auf jede Fall los den mit den 59 ist kein Versehen mehr da steht die volle Absicht dahinter und damit kann auch alles verdoppelt werden und somit 2 Monate zu Fuss da spielt es auch keine Rolle das Du den Job verlierst den das bist Du selber Schuld da wird dir dein Chef auch nicht helfen wollen . 

Den Raser braucht keine Firma weder bei der Arbeit noch Privat  so was ist ein Kündigungsgrund das man dich dabei  erwischt hat um so schlimmer  .

Das geht auf 2 M. 1 Normal 480 Euro 240 normal und 4 Punkte 2 normal wegen der voller Absicht . 

Die 60 km/h merkt man das ist nicht so wie in 30er Zone und wen da 100 erlaubt war dann ist mit recht der Lappen weg den keiner erwartet da auf Landstraße ein mit Autobahn tempo Tiefflieger entgegen kommt  oder überholt  . 

Mit so was kann man kein Mitleid haben das ist man selber Schuld und kann nicht mit Nachsicht rechnen und als Videobeweis  dann wird die volle Absicht sichtbar vor dem Richter ganz schlechte Karten für irgendwas  .

Kommentar von EDEBoy ,

Das ist ja schön dass du da so gut Bescheid weißt was Absicht ist und was nicht. 1. will ich kein Mitleid! Ich will sachliche antworten! 2. merkt man dass du kein Motorrad Fahrer bist und wenn dann fährst du bestimmt immer nach Vorschrift?! (Ironie) 3. habe ich auf gerader Strecke einen Autokolonne überholt und für den der mal auf was schnellerem als einem Opel Corsa gesessen ist dürfte klar sein dass wenn ich an einem Motorrad mal kurz am Gashahn zieh bin ich sehr schnell bei 160 kmh!

Absicht ist da relativ. Ich kann auch Autos mit 5kmh mehr überholen und einen auf Rentner style machen aber da ist fraglich was von beidem gefährlicher ist...

Und nur als Tipp ich habe nicht gefragt wie ich am besten die Schuld von mir weisen kann sonder zu welchem Zeitpunkt ich meine Bitte um Aufhebung des Fahrverbots stellen muss.

Antwort
von PinguinPingi007, 54

Wenn du kein Widerspruch machst, dann kommt in paar Wochen später der Überweisungsvordruck.

Wie schnell durfte man fahren?

Kommentar von dermick74 ,

Wie schnell er fahren durfte ist hier völlig unwichtig......bei 59 KM/h gibt er den Lappen ab, ohne Kompromiss !

Wenn es sein erstes Vergehen war darf er sich den Zeitraum aussuchen ( 4 Monate Frist )

Kommt lediglich drauf an ob Probezeit oder nicht.......bis zu 2 Monate Führerschein weg !

Man sollte sich vorher überlegen ob man den Führerschein braucht.....

Kommentar von PinguinPingi007 ,

Hast recht. 

Ergänzung:

  • 2 Punkte in Flensburg
Kommentar von EDEBoy ,

Wie kommt ihr alle auf 2 Monate? Bußgeldkatalog sagt: 41-60 kmh = 1 Monat
61-71 = 2 Monate
71-     = 3 Monate

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