Frage von digitalray, 75

Strafzettel sinnvoll?

Ich hab gerade einen Strafzettel bekommen wegen nicht ordnungsgemäßen Parkens entgegen der Fahrtrichtung. Jetzt ist es so, die Straße ist einspurig und nur auf einer Seite kann man parken. Ich komme eben immer von einer Richtung und stelle mich dann links vor den Laster,weil ich später in die selbe Richtung weiterfahre. Das ist für mich in einer einspurigen Straße also die Fahrtrichtung und nicht die entgegengesetzte. Ich parke hinter meinem Haus genau so seit 20 Jahren. Es ist für den Verkehr exakt das selbe ob ich nun so oder so herum stehe, ob ich rechts am Rand stehe und geradeaus weiterfahre oder ob ich von der anderen Seite komme, dann links stehe und geradeaus weiterfahre in einer einspurigen Straße oder liege ich da falsch? Ich möchte nur den Sinn verstehen hinter dem Strafzettel, dann wäre ich auch bereit die 15 Euro zu zahlen und in Zukunft anders herum zu parken, mir erschließt sich der Sinn und die Bezeichnung entgegengesetzte Fahrtrichtung in einer einspurigen Straße mit durchgehend einseitiger Parkmöglichkeit aber nicht. Wie seht ihr das?

Antwort
von Flichfim, 1

Der Strafzettel ist berechtigt. Du kannst schnell auswandern und erst zurückkommen wenn die Tat verjährt ist, dann musst du ihn nicht zahlen.

Antwort
von amdros, 36

Überzeug dich, was die StVO dazu sagt...

http://www.strassenverkehrsamt.de/artikel/beim-parken-gegen-die-fahrtrichtung-dr...

Da erübrigt sich jede Diskussion, ob es sinnvoll ist oder nicht!

Kommentar von digitalray ,

In einer einspurigen Straße mit einseitiger Parkbucht gibt es keine Verkehrsrichtung und auch keine entgegengesetzte, darum geht es mir.

Kommentar von amdros ,

Wenn du von der Richtigkeit deiner Meinung überzeugt bist, dann wehre dich dagegen. Bezweifele, ob du dagegen ankommst?

Kommentar von digitalray ,

Der justiziar vom ADAC meint dazu ebenfalls dass dadurch Verkehrsbehindernde Fahrmaneuver verhindert werden sollen, genau deswegen parke ich ja so, damit ich direkt weiterfahren kann und den Verkehr nicht durch wenden in der einspurigen Straße behindere, dazu mit Ami Karre. "Generell stelle das Parken in falscher Richtung kein Verkehrshindernis dar. Allerdings sollten durch dieses Verbot verkehrsbehindernde Rangiermanöver vermieden werden, erklärt der ACE-Justiziar weiter"

Kommentar von amdros ,

Ich wollte dich doch nicht belehren, war von mir nur eine Feststellung und wenn du den Justitiar im Rücken hast bzw. er diese Meinung vertritt vermute ich, daß die StVO doch den längeren Arm hat und dagegen wirst du nicht ankommen..schone deine Geldbörse..

Kommentar von digitalray ,

nö davon bin ich auch nicht ausgegangenm ich habe lediglich gesehen dass du die Situation mit der "Fahrtrichtung" in der StVO nicht beachtet hattest. Im LK Recht hab ich damals eigtl genau gelernt wie man Gesetze, Verordnungen etc. juristisch richtig interpretiert und liest, dazu gehören genaue Begriffsvorgaben. In dem Fall geht es um das Wesen der "Fahrtrichtung", da dieser Begriff genutzt wird. Eine eindeutige Fahrtrichtung existiert auf einer einspurigen Straße definitv nicht, und man kann den Begriff somit auch nicht situationsbezogen so herum oder andersherum auslegen, damit er zu anderen Gegebenheiten passt, so wie der Beamte das gesehen hat. Ich bin davon ausgegangen, dass du dich damit rechtlich gut auskennst, da du geantwortet hast und die StVO angegeben hattest, daher die Nachfrage. Übrigens hat nicht die StVO den "längeren Arm". Um den geht es hier auch gar nicht, mir geht es nicht um die 15 Euro sonden um den Zweck und Sinn, dieser wird von einem Gericht geklärt bei nicht eindeutigen und falsch angewandten Paragraphen. Allerdings haben Gerichte weit besseres zu tun als sich mit Strafzetteln mit einem Wert von 15 Euro zu befassen, daher werden diese entweder fallen gelassen oder mit einem Bearbeitungsentgeld erneut zugestellt. Dagegen kann man aber Einspruch einlegen, erst dann muss sich wirklich damit auseinandergesetzt werden und erst dann wird es wegen solchen Werten in Fällen die nicht eindeutig sind dann wenn es keine Präzedenzfälle sind meist fallengelassen, so habe ich es bisher erlebt und auch mitbekommen. Ich stelle ja hier keine Frage um Antworten von Leuten zu bekommen die es selber nicht genau wissen und nur die StVO zitieren. Die kenne ich ja selbst bzw kann es dort nachschlagen. Ich hatte mir von dieser Seite genaues Wissen von Leuten die damit zu tun haben / hatten erwartet.

Mir geht es wie gesagt darum, den Fall eindeutig zu klären, ein für alle mal, da es eher so aussieht als dass ein einzelner Beamte den Fall eben falsch sieht. In 20 Jahren ist so was noch nie vorgekommen.

Kommentar von digitalray ,

nebenbei: das mit dem Parken in Fahrtrichtung gilt z.b. in verkehrsberuhigten Zonen (Zone 30, Spielstr.) überhaupt nicht. Was mich eher zu der Annahme bringt, die eben auch der Jurist des ADAC vertritt: Die Verordnung dient dem Zweck der Verkehrsbehinderung, die hier nicht vorliegt wenn ich in "Fahrtrichtung" parke und ausparke in einer einspurigen Straße.

Mir geht es nicht darum persönlich Recht zu "haben", sondern Recht zu bekommen und zwar geltendes Recht und keine Willkür von Beamten.

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