matrix2k9 am 23.01.2009 um 11:33 Uhr
Hallo,
was meint ihr? Muss man ein Kind bestrafen oder nicht? Wie handhabt ihr das? Welche Strafen vergebt ihr? Stille Ecke? Spielzeugverbot? Fernsehverbot?

kinder brauchen regeln und grenzen... hausarrest oder pc bzw fernsehverbot zieht bei meinen

So. Das musste mal gesagt werden.

ohne strafen können keine grenzen gelernt werden, allerdings sollte man milde bestrafen, das hilft mehr als harte strafen. strafen sollen ja nicht dazu dienen, dass kinder das unerwünschte verhalten bloß nicht in gegenwart der eltern zeigen oder verheimlicht werden, es sollte vielmehr verinnerlicht werden, dass dieses verhalten nicht richtig war
seregwen am 23. Januar 2009 11:41 das fällt mir dazu auch noch ein: http://www.die-strafe.de/die-strafe_strafe-muss-sein.mp3 ;)
Maximus40 am 23. Januar 2009 11:45 Dann ist es keine Strafe, sondern Erziehung.
seregwen am 23. Januar 2009 11:49 natürlich, erziehungsinhalt soll ja nicht sinnloses bestrafen sein, sondern angemessene strafen. wobei ich es dennoch als strafe bezeichnen würde mit dem ziel der erziehung, manche nennen es vielleicht erziehungsmaßnahme o.ä., doch läuft es hier auf das gleiche hinaus (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Strafe)
Das was Du schreibst nenne ich "Lernen mit den Konsequenzen zu leben!"
Bestrafung ist für mich was anderes!!!

aber milde..wie pc oder fernsehverbot....
OSQuest am 23. Januar 2009 11:36 
natürlich in keinster weise durch körperliche gewalt, aber fernsehverbot, keine süßigkeiten o.ä. für dinge, die das kind nicht machen soll / darf, müssen schon sein.

Strafe bedeutet ja auf keinen Fall Schläge oder Schreien. Aber Fehlverhalten muss Konsequenzen haben.

Ich habe (noch) keine Kinder. Aber aus meiner eigenen Kindheit kann ich mich an überhaupt keine Strafen erinnern. Vermutlich reichten die Drohungen??? Oder ich war einfach zu brav.

Regeln müssen sein und Kosequenzen muß es haben, sollten die Regeln gebrochen werden.
Strafen sollten möglichst immer mit dem Verstoß in Zusammenhang stehen.

ach, ich hab Schwierigkeiten hier was zu tippen. PRINZIPIEN müssen sein, dann sind die Strafen eher eine Konsequenz des falschen Verhalten, als eine Strafe in sich.

Fernsehverbot. Absolut keine Gewalt und viel mit dem Kind reden und auf die Probleme eingehen.

Hausarrest, PC verbot mehr nicht und nur wenn es absolut nicht mehr geht und das kommt zum Glück so gut wie nie vor
Aber keine wo man sich selbst mitbestraft wie Stubenarrest und auch nur Strafen androhen die man konsequent durchhalten kann und bitte nicht zu streng!

Manchmal kommt man nicht drumrum. Kein Lob und keine Belohnung kann auch schon Strafe sein.

allerdings nicht zu hart. Also schlagen auf keinen Fall. Aber Kinder müssen lernen wo die Grenzen sind und das kann man ihnen nicht immer nur mit reden beibringen.

Natürlich muß das sein, sonst tanzt dir das Kind auf der Nase. Fernsehverbot ist hilfreich und die Übernachtungen bei Oma sind dann auch gestrichen.
leanderchen am 23. Januar 2009 11:39 Komisch: Ich habe es GEHASST, bei Oma und Opa übernachten zu müssen. Vermutlich waren die einfach zu streng auf ihre Weise.

Kommt aber auch immer drauf an ,weshalb ..deswegen auch unterschiedliche "Arten der Bestrafung" ,angepasst an das entsprechende Alter

läßt sich nicht vermeiden-und natürlich keine gewalt

Stille Ecke? War das nicht die stille Treppe?
Küchendienst kommt gut.
matrix2k9 am 23. Januar 2009 11:36 Wie man es auch nennt. g Jeder weiß was gemeint ist. :D
leanderchen am 23. Januar 2009 11:36 Küchendienst hatten wir sowieso immer eine Woche lang im Wechsel :-(
Mariposa68 am 23. Januar 2009 11:46 Dann eben was, was sie nicht gerne tun.
Maximus40 am 23. Januar 2009 11:46 Küchendienst wäre für mich ein Erziehungsmittel, wenn die Kinder stets Ihr Geschirr irgendwo rumstehen lassen.

Hier gabs auch mal eine Diskussion zu dem Thema:
http://www.kummer-sorgen-forum.de/kinder/2972-strafe-muss-sein-muss-strafe-sein....
aber doch kindgerecht

Fernsehverbot, Hausarrest, ist aber heute nicht mehr notwendig.

Die Kinder müssen lernen, dass das Nichtbefolgen von Regeln Konsequenzen nach sich ziehen kann. Je nachdem was die Kinder gemacht oder nicht gemacht haben, sehen auch die Strafen verschieden aus. Das können zusätzliche Aufgaben für die Schule sein, Verbot Gameboy oder WII zu spielen, Verbot raus zu gehen und im schlimmsten Falle auch mal früher zu Bett gehen.

ohne gehts nicht manchmal reicht schon die Androhung (Fernsehverbot oder Computerverbot)

Hallo,
Strafe im eigentliche Sinne nicht....Denkanstoss,das passt bei mir schon eher! Aber sicher müssen Kinder,genauso wie Erwachsene,lernen,wie man mit anderen umgeht...mit Menschen und Tieren und Dingen und Situationen...
LG Wolkenheim
matrix2k9 am 23. Januar 2009 11:39 Strafe ist ein ziemlich dehnbarer Begriff. g ;)
Wolkenheim am 23. Januar 2009 11:42 Auszug^^ Die Strafe ist ein aggressiver Akt gegenüber dem zu Strafenden, der als Folge eines normenverletzenden Verhaltens durch den zu Strafenden vollzogen wird und deshalb im Unterschied zu anderen Formen von Aggression als legitim angesehen wird
da stört mich halt das aggresiv
Maximus40 am 23. Januar 2009 11:45 Guter Beitrag Wolkenheim
Shira am 23. Januar 2009 11:41 Gute Antwort!

ein klärendes Gespräch sollte vorerst reichen,:-)
Shira am 23. Januar 2009 11:40 DH
Aber wenn man will dass sie einem nicht mit 12 auf der Nase rumtanzen, wäre es besser!
mikael am 23. Januar 2009 11:39 DH. Und wenn das Kind versaut ist und man weiß nicht weiter, kommt die super Nanny.:-)
RBMannheim am 23. Januar 2009 11:40 Nach dem Motto: Erst zieht man sie frech und dann werden sie auch noch groß!-

Weil Strafe nichts mit Erziehung zu tun hat.
.
Setze da lieber "Erziehungsmittel" ein.
matrix2k9 am 23. Januar 2009 11:35 Strafe ist ein Erziehungsmittel in meinen Augen. :)
kaesbrot am 23. Januar 2009 11:37 Und wie sehen die Erziehungsmittel aus?
tina99 am 23. Januar 2009 11:37 was sind denn erziehungsmittel so?
Maximus40 am 23. Januar 2009 11:40 Strafe ist für mich Willkür. Eine Maßnahme sollte im Zusammenhang stehen. Werden schulische Leistungen schlechter, weil das Kind zuviel am PC sitzt, dann muss das eingeschränkt bzw. unterbunden werden.
Werden heimlich Fernsehsendungen geguckt, wird das Fernsehprogramm eingeschränkt.
Shira am 23. Januar 2009 11:42 DH für deine Antwort, Maximus.

positives verstärken, negatives ignorieren, bzw. im direkten zusammenhang die konsequenzen tragen lassen.

Stille Ecke, ich lach mich weg...
Das ist doch nur was für die "Sssädricks" und "Dschackelines" dieser Welt, die man bei der Super-Nanny sieht.

Erzierische maßnamen sind viel besser ;)
matrix2k9 am 26. Januar 2009 11:17 Das ist damit gemeint. ;)
Ich hab zwar noch keine Kinder, aber ich äußere mich trotzdem mal.
Also ich würde meine Kinder nicht dafür bestrafen wenn sie ne schlechte Note schreiben würden. Klar würde ich sie auch nicht loben, ich würde ihnen sachlich deutlich machen, dass ich unzufrieden bin und dann mit ihnen an den Fehlern üben, damit es nächstes mal besser wird. Wenn die schlechte Note jetzt aber daraus resultiert das mein Kind nicht gelernt hat, weil es am Tag vor der Klausur noch aus war, bin ich schon für eine Strafe. Stubenarrest, Fernsehverbot oder Tschengeldentzug.
Wo es auf jedenfall Ärger geben würde, wäre wenn eine Verabredung nicht eingehalten wird. Wenn es heißt mein Kind soll um 22 Uhr zu Hause sein und es ist erst um 23 Uhr da und ohne sehr gute erkläre, kommen die oben genannten Konsequenzen zu trage.
Wer mich jetzt frag was mit Schlägen ist. Nun ja ich möchte, falls ich mal Kinder habe, zusehen das ich sie Gewaltfrei erziehe. Wobei ich natürlich nicht ausschließen kann, dass auch ich meinem Kind mal den Hintern versohle werden.
Wichtig ist jedenfalls Kinder brauchen zwar nicht unbedingt harte Strafen, aber dafür klare Regeln und Grenzen. Wer gegen eine verstößt muss die Konsequenzen tragen. Wobei man auch mnchmal ein wenig tolerant sein darf und stets auf das alter des Kindes achten sollte. Einen 6 Jährigen bestraft man nicht so wie einen 16 Jährigen.
ich kann hier keine von Deinen Antwortmöglichkeiten bejahen! Mein Sohn wird konsequent erzogen! Er soll lernen dass jedes Verhalten von ihm eine Reaktion erzielt! Entweder eien positive Reaktion oder eine negative Reaktion!!! So ist das Leben! Strafe nenn ich das nicht!!! Es sind Konsequenzen mit denen ein Mensch lernen muss zu leben!
Beginnt im Kleinkindalter: Das Kind schmeisst mit seinem Essen herum! "Hör auf mit Deinem essen zu schmeissen , sonst bist Du fertig und ich nehm Dir Deinen Teller weg!!!" So und das wird dann beim nächstem Mal in die Tat umgesetzt! So ist das Leben!
Später bei den Hausaufgaben: Das Kind will eine Serie schauen, am PC spielen? Okay, kein Problem aber nur wenn die Hausaufgaben gemacht sind!! Sind sie nicht gemacht so gibt es auch kein TV/PC! Erst die Arbeit dann das Vergnügen! So ist das Leben!
Betsraft wird mein Kind von mir nicht....wenn dann bestraft er sich selbst...denn er kennt die Konsequenzen...ich sage sie ihm immer auch rechtzeitig an! ;-) Dann ist es seine Enstcheidung was er macht...
Strafe muss absolut niemals sein. Ich bin entsetzt, daß diese Aussage von sovielen Menschen befürwortet wird.
Mit Bestrafung düpierst Du Dein Kind und zeigst ihm, daß Du bereit bist seinen Willen zu brechen und das Recht des Stärkeren durchzusetzen, obwohl Dein Kind nur seinen Bedürfnissen folgt und den Sinn der Beschränkung vielleicht gar nicht versteht. Ist es das, was Du Deinem Kind vorleben willst ?
Bestrafung hat auch schlicht nichts mit dem dringend notwendigen Setzen von Grenzen zu tun. Diese Grenzen setze ich, wenn möglich im Konsens mit meinem Kind. Ist der Sinn der Grenze für das Kind nicht ersichtlich, kannst Du versuchen, Handlungsalternativen aufzuzeigen. Mach das liebevoll und halte Dich selbst, wenn machbar auch an die Grenzen, die Du Deinem Kind setzt. Zeig Deinem Kind, daß Du verstehst, das es wütend ist. Es hat das Recht, seine Gefühle auszudrücken. Die Bewältigung von Frustrationen ist eine wichtige Fähigkeit.
Die Bestrafung ist ein völlig antiquiertes Mittel, dem der Gedanke der "Erziehung" zugrunde liegt. Hierbei nimmt man an, daß Kinder nur dann fähige Mitglieder der Gesellschaft werden, wenn man sie formt. Demgegenüber steht die Aussage "Beziehung statt Erziehung". In dieser Sichtweise ist das Kind von sich aus motiviert, das Verhalten seiner älteren Bezugspersonen nachzuahmen. Formungsversuche durch Strafe stören diese natürliche Motivation.
Eins der allerbesten Bücher, um den Kosmos "Kindheit" zu verstehen: Jean Liedloff - Auf der Suche nach dem verlorenen Glück
http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&tag=firefox-de-21&index=blended&link_...
sender am 24. Januar 2009 13:06 Es gibt auch andere gute Bücher. Aber was nutzt es, wenn ich hier dafür werben würde? - Wer es lesen sollte, liest es ja doch nicht. :-(

Ich kann das Wort "Strafe" nicht leiden und auch nicht mehr hören. Die betroffenen Kinder begehen doch keine Verbrechen! Doch es gibt Ursache und Wirkung und es gibt Konsequenzen. Vergessen wir aber bei alle dem nicht, daß oft Bequemlichkeit,Unwissenheit und Unfähigkeit der Erwachsenen viele Kinder erst so handeln lassen , daß wir Erwachsenen meinen, sie strafen zu müssen.- Denn auch da gibt es Ursache und Wirkung. Ein Kind das eine altersgemäß passende und seiner Natur entsprechende und es fesselnde und dabei noch seine Entwicklung fördernde Beschäftigung hat, wird keine "Faxen" machen. Doch auch hier gibt es Ausnahmen von der Regel und manchmal geht es ohne Strfe nicht.