Frage von hunger01, 200

Strafbefehlsverfahren / Erklärung des Beschuldigten - einverstanden/nicht einverstanden?

Hallo liebe Leute,

ich bin Anfang Dezember 2015 in eine Alkohol/Drogenkontrolle geraten. Es folgte die komplette Palette an Tests, bis hin zum Bluttest. Nachdem diese alle abgeschlossen waren bekam ich meine Papiere, das heißt Pass und Führerschein wieder zurück und konnte die Wache verlassen. Jetzt, nach drei Wochen bekam ich Post von der Polizei.

Sachverhalt: Gemäß der hier vorliegenden Aktenlage benutzten sie ein Fahrzeug im Strassenverkehr, obwohl Sie infolge Cannabis-Konsums nicht dazu in der Lage waren, dies sicher zu führen. (ich habe wohlgemerkt meinen Führerschein am gleichen Tag wiederbekommen)

Vorgeworfen wird mir:

  1. Trunkenheit im Verkehr - § 316 StGB
  2. Ordnungswidrigkeiten FeV, 24a StVG

Dazu gibt es ein weiters Schriftstück: Hinweise zum Strafbefehlsverfahren / Erklärung des Beschuldigten? .

Erklärung des Beschuldigten:

2.1 Wird das Verfahren NICHT eingestellt, so bin ich mit der Anwendung des Strafverfahrens durch die Staatsanwaltschaft und das Gericht.

einverstanden / nicht einverstanden.

Was soll ich Eurer Meinung nach ankreuzen?

Vielen Dank

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo hunger01,

Schau mal bitte hier:
Recht Gesetz

Antwort
von kruszi, 144

Dir wird hier die Möglichkeit eines Strafbefehlsverfahrens, auch Mandatsverfahren genannt, angeboten. Bejahst du das, dann akzeptierst du die dir vorgeworfene Ordnungswidrigkeit. Das bringt dir den Vorteil, dass du kein Gerichtsverfahren bekommst (-> Kosten / Zeit) in dem du das ganze mit einem Richter ausdiskutieren musst. Wenn du das verneinst, bekommst du automatisch ein sog. "ordentliches Gerichtsverfahren" mit Verhandlung, Richter, etc.

Der Hinweis gilt nur dem, dass - auch wenn du das jetzt akzeptierst - es dir nicht garantiert wird, dass du kein Gerichtsverfahren bekommst. Dein Fall wird (egal wie du dich jetzt entscheidest) der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Wenn du dem Strafbefehlsverfahren zustimmst, kann der Staatsanwalt das Verfahren einstellen und du bezahlst nur deine Strafe und hast kein Gerichtsverfahren. Mit können meine ich, dass das der normale Weg sein wird. Wenn du allerdings schon öfters mit Drogen / Alkohol im Straßenverkehr aufgefallen bist, dann kann der Staatsanwalt auch sagen, dass er das Verfahren nicht einstellen möchte. Dann geht es für dich vor den Richter in einem Gerichtsverfahren. Wie gesagt, wenn du zustimmst, kann das Verfahren entfallen. Das ist warscheinlich wenn du bis jetzt unauffällig warst (Alkohol / Drogen). Eine Garantie gibt es nicht. Das hängt vom Staatsanwalt ab.

Wenn du dem Strafbefehlsverfahren nicht zustimmst, kommt es automatisch zum Gerichtsverfahren.

Du solltest dir dennoch Rat von einem Rechtsanwalt einholen.

Kommentar von hunger01 ,

Danke für Deine Antwort. Akzeptieren = einverstanden, ist das richtig?

Antwort
von Turbomann, 110

Warum holst  du dir nicht einen rechtlich fundierten Rat von einem Anwalt?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten