Frage von tomeinfach, 40

Strafanzeige am Hals, bis zu Gericht kommen lassen, Wie sind die Schritte?

Ich habe eine Vorladung bei der Polizei erhalten als beschuldigter, Warenwert ca 700€, ich habe nun ein Anwalt eingeschaltet und er verlangt 350€ für akteneinsicht, bisher weiß ich nicht was drinne steht. Er verlangt 1100 das er die Akten einsieht und eine Strategie entwickelt. Das ist mir zu teuer. Was passiert als nächstes? Ich denke der fall geht weiter an den Staatsanwalt. 1. Muss der Kläger gerichtskosten bezahlen, um den Fall vor Gericht zu bekommen? 2. Was wird der Staatsanwalt machen wenn die Beweise sehr schwammig sind, bzw kaum tragbar sind. 3. Nehmen wir an ich bin schuldig, wie hoch sind die Kosten und wird bei mir etwas ins führungszeugnis reingeschrieben?

Antwort
von Artus01, 27

Für denjenigen der die anzeige gemacht hat kostet das nichts.

Wenn die Beweise nicht ausreichen stellt der Staatsanwalt das Verfahren ein.

Was herauskommt wenn Du schuldig bist kann man nicht sagen, es kommt z. B. darauf an ob Du schon einschlägige Vorstefen hast. Die Kosten mußt du tragen wenn Du verurteilt wirst. Ob die Sachen im Führungszeugnis steht kommt auf die Höhe der Strafe an. Bis drei Monate Freiheittstrafe oder bis 90 Tagessätze Ersatzfreiheitsstrafe stehen nicht im Führungszeugnis.

Antwort
von skyfly71, 22

Da hast Du Dich richtig entschieden, den Anwalt wieder abzubestellen. Denn meistens kostet er deutlich mehr, als er nützen kann (wobei 350,- für Akteneinsicht und Erstgespräch schon recht teuer ist).

Was die Beweislage angeht, irrt man als rechtsunkundiger Laie meistens so in einigen Punkten. Man erwartet meist 100%-Beweise, die überhaupt nicht erforderlich sind.

Eine Geldstrafe von 2-3 Netto-Montagseinkommen wäre hier bei einem nicht vorbestraften Menschen zu erwarten. Einen Eintrag im Führungszeugnis würde es wahrscheinlich nicht geben, ganz ausschließen kann das aber seriöserweise niemand. Schon gar nicht, wenn man den konkreten Sachverhalt nicht kennt.

Die reinen Kosten für das Verfahren sind hingegen überschaubar - die liegen im Regelfall zwischen 45 und 120,- Euros.

Antwort
von holgerholger, 23

Du müsstest doch am besten wissen, ob Du jemand betrogen hast. Oder, falls Du mit dem Begriff Schwierigkeiten hast: über den Tisch gezogen, bestellt und nicht gezahlt, verkauft, kassiert und nicht geliefert.....

Antwort
von Yodafone, 24

angenommen,du würdest keine Sachen klauen...

dann würdest du unterm Strich billiger weg kommen und hättest weniger Ärger und keinen Eintrag im FZ und müsstest keine hypothetischen Fragen stellen....

manchmal zahlt sich denken aus ;-)

Antwort
von Kirschkerze, 33

1. Nein (zumindest nicht im Vorfeld. Maximal dann wenn eindeutig festgestellt wird dass der Kläger dich mit ABSICHT zu Unrecht angezeigt hat)

2. Kann man nicht vorhersehen

3. Kann man auch noch nicht sagen.Aber eine Verurteilung führt definitiv zu einem Eintrag ins Führungszeugnis.

Kommentar von skyfly71 ,

Aber eine Verurteilung führt definitiv zu einem Eintrag ins Führungszeugnis.

Das ist definitiv Unsinn^^

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