Frage von Bergwaechter,

Stollen backen

Hallo, mit was gelingt ein Stollen besser? Mit Zugabe von Butter oder Butterschmalz? Vielen Dank für eine hilfreiche Auskunft.

Hilfreichste Antwort von Pummelweib,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Man kann beides nehmen, das ist Geschmackssache:

VIELSEITIG UND DENNOCH TRADITIONELL

Stollen gibt es in zahlreichen Varianten - als Mandelstollen, Quarkstollen, Butterstollen oder als traditioneller Christstollen. Alle Stollen haben einen relativ schweren Teig mit viel Butter oder Butterschmalz. Die Zubereitung ist sehr zeitintensiv: Nachdem aus Milch, Mehl, Hefe, Butter und getrockneten sowie kandierten Früchten ein Vorteig geknetet wurde, sollten Sie diesen mindestens zwei Stunden gehen lassen. Schön saftig wird der Stollen, wenn er direkt aus dem Ofen mit Butter oder Butterschmalz bestrichen wird: dadurch schließen sich die Poren. Ein echter Stollen wird zu guter letzt noch mit weißem Puderzucker verschönert.

Gutes Gelingen :-)

Quelle: http://www.essen-und-trinken.de/stollen/infos-zu-stollen-1008622.html

Kommentar von Pummelweib,

...ich finde gut, wenn man beides nimmt, hier gleich ein Rezept:

Dresdner Christstollen

Zutaten für einen Stollen:

Für den Teig:

500g Rosinen, 50ml Rum, 540g Mehl, 100ml Milch, 2 Würfel Hefe (84g), 90g Zucker, 250g Butter,

85g Butterschmalz, 30g Marzipanrohmasse, Jodsalz, 50g Zitronat, 50g Orangeat, 120g gehackte

Mandeln, 1/2 Teelöffel gemahlene Muskatblüte, abgeriebene Schale einer 1/2 unbehandelten Zi-

trone, 1/2 Teelöffel Bittermandelaroma, 1 Teelöffel Vanillearoma

außerdem:

Backpapier, Mehl für die Arbeitsfläche, 50g Butterschmalz, 100g Zucker, 125g Puderzucker

(das ist für obenauf nach dem Backen)

Zubereitung:

Rosinen heiß waschen, abtropfen lassen, in einer Schüssel mit dem Rum begießen und über Nacht ziehen lassen. Mehl in eine große Schüssel sieben. In die Mitte eine Mulde drücken. Milch lauwarm erhitzen.

Hefe in die Mulde bröckeln, mit Milch (ich nehme sogar etwa 150ml Milch), einer Prise Zucker und etwas Mehl vom Rand verrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Den Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort etwa 20 Minuten ruhen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist. Butter, Butterschmalz und Marzipanrohmasse (auf die Marzipanrohmasse verzichte ich) mit dem restlichen Zucker und einer Prise Salz in die Schüssel geben. Alles mit dem Knethaken des Handrührgerätes verrühren, bis der Teig Blasen wirft und sich vom Schüsselrand löst. Rosinen mit der Einweichflüssigkeit, Zitronat, Orangeat, Mandeln, Muskatblüte (Muskatblüte lasse ich persönlich auch weg), geriebener Zitronenschale und Aromen in den Teig einarbeiten.

Den Teig zugedeckt etwa 1 Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen. Backofen auf 220°C vorheizen. Den Teig nochmals durchkneten. Einen Laib von etwa 40 Zentimeter Länge daraus formen. Etwas flach drücken, oder mit dem Teigroller ein wenig flach rollen. Eine Längsseite zur Mitte klappen (Ich klappe den Teig nicht, sondern ritze ihn in der Mitte der Länge nach tief ein. Beim Backen reißt das dann etwas auf, und der Stollen läßt sich später sehr gut bestreichen und bepudern.). Nun den Stollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.(Bei mir erfolgt das diagonal auf dem Blech, da mein Herd eher quadratisch ist. Man muß manchmal erfinderisch sein.) Auf der unteren Schiene (oder auch zweiten Schiene von unten, je nach Backleistung des Herdes) etwa 25 Minuten backen. Die Temperatur auf 200°C (Umluft 180°C)reduzieren, den Stollen weitere 25 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!). Auf dem Blech auskühlen lassen.

Butterschmalz (siehe bei "außerdem") schmelzen (hier nehme ich wiederum 50g Butter anstatt Butterschmalz) und den Stollen damit bestreichen.(Auch bestreiche ich noch den Stollen mit dem Saft einer halben großen oder einer kleinen Zitrone.) Zucker darauf streuen (anstatt 100g Zucker nehme ich hierzu 1 Päckchen Vanillinzucker) und Puderzucker darübersieben.

Tip:

Wenn der Stollen in einer gut schließenden Blechdose gelagert wird, bleibt er lange frisch. Auch hier übernahm ich aber die Art und Weise der Lagerung, wie sie meine Mutter machte. Der Stollen kommt in eine Stollentüte (längliche Folientüte, die aber für Lebensmittel geeignet sein muß), diese wird gut verschlossen und kann dann an einem nicht zu warmen Ort (möglichst kühl) gelagert werden. Meine Schwiegermutter nahm Alufolie zum Verpacken. Ein langes Stück von der Folienrolle abwickeln, den Stollen darin einschlagen und die Ränder gut andrücken, daß sich das Aroma gut entfalten kann. Auch sollte man vor dem Anschneiden des Stollens mindestens 1Woche geduldig seinen Appetit im Zaum halten, da alles erst gut durchziehen muß. Wichtig ist auch, immer den Stollenrest gut zu verpacken, ansonsten trocknet er aus.

Günstig ist auch, wenn man eine Stollenbackform hat. Manchmal läuft der Teig nämlich etwas breit (bei zu viel Fettigkeiten zum Beispiel). Eine solche Form, die nur drumherum gelegt wird, verhindert das.

Gutes Gelingen :-)

Quelle: http://www.primacom.net/carmensworld/dresdner.htm

Kommentar von Pummelweib,

...hier noch eins mit Butterschmalz, falls dir das lieber ist: http://www.helpster.de/stollen-backen-ein-rezept-mit-butterschmalz_126710 ...gutes Gelingen :-)

Kommentar von Pummelweib,

Danke fürs Sternchen freu :-)

Antwort von Kreidler51,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Nehme Butterschmalz das wird beim Backen nicht so braun.

Kommentar von Bergwaechter,

Hallo Kreidler51, vielen Dank für Deinen Tipp. Werde ihm befolgen.

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