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Stoische Ruhe

gefragt von kara1kara1 am 30.11.2007 um 10:38 Uhr

Woher genau kommt dieser Ausdruck?


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Reply


Indy72
beantwortet von Indy72 am 30. November 2007 10:41
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Kommentar von D5e2b26c84d5b6e2ba03e80b0e6c8220smalllittletiger am 30. November 2007 10:43

DH! Wollt ich auch grad posten :-)


anonym
beantwortet von pjakobs am 30. November 2007 10:42
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manche Fragen sind wirklich gut, denn sie erweitern mein Wissen ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Stoisch

Stoisch geht also auf eine griechische Philosophieschule zurück, die in der Essenz wohl lehrte, sich mit seinem Platz im Universum abzufinden.

Das erklärt die stoische Ruhe: es ist wie's ist, ich werde es nicht ändern können.

Schöne Frage, danke

pj


Rubber Duck
beantwortet von Rubber Duck am 30. November 2007 10:43
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Und damit Du nicht alles durchlesen musst: Apathie bedeutete für die Stoiker "Freiheit von Leidenschaft". Kernsatz: „Arbeite! Aber nicht wie ein Unglücklicher oder wie einer, der bewundert oder bemitleidet werden will. Arbeite oder ruhe, wie es das beste für die Gemeinschaft ist.“ Sollte sich manch einer heutzutage mal durch den Kopf gehen lassen...

Kommentar von 1c020611e3b753925ffc8af8745c0556smallvampire am 30. November 2007 11:48

Ist doch so, die einen arbeiten, die anderen ruhen.

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallRubber Duck am 30. November 2007 13:49

Uh, klingt nach Neid...


anonym
beantwortet von Albrecht am 30. November 2007 14:32
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Das Adjektiv "stoisch" ist in diesem Ausdruck eine Ableitung von einem Eigennamen, der losgelöst von seinem ursprünglichen Zusammenhang eine allgemeinere Bedeutung erhält.

Stoa ist der Name einer der 4 großen Philosophenschulen (Denkrichtungen) in Athen in der hellenistischen Zeit. Die Bezeichnung ist aus dem griechischen Wort für Säulenhalle abgeleitet, weil der Begründer Zenon um 300 v. Chr. in einer solchen zu lehren begann. Die Vertreter und Anhänger dieser Philosophie heißen Stoiker, das Eigenschaftswort dazu ist stoisch.

Ein zentrale Lehre in der stoischen Ethik war das Anstreben von "Apatheia" (nicht einfach mit "Apathie" als Mattheit, Stumpfsinn und Gleichgültigkeit gleichzusetzen). Dies bedeutet wörtlich einen Zustand der Erleidenslosigkeit. Dieser wird durch Leidenschaftslosigkeit erreicht, eine seelische Verfassung, die gegen das Erleiden einer Gemütsbewegung unempfänglich macht. Der ideale Mensch, der stoische Weise, ist frei von den Leidenschaften (Affekten) Lust und Schmerz. Diese beruhen auf irrigen Meinungen und er verweigert solchen von außen an ihn herantretenden Vorstellungen seine bewußte Zustimmung. Damit wird nicht das Gefühlsleben schlechthin verworfen, sondern nur unangemessene Emotionen. Allerdings hielten die Stoiker die meisten Gefühle tatsächlich für Abirrungen, so galt Furcht insgesamt als unvernünftig. Auch andere philosophische Richtungen vertraten Selbstbeherrschung als anzustrebende Haltung, die Stoiker aber besonders weitgehend und als wesentliche Grundlage des guten Handelns und des Glücks. Lucius Annaeus Seneca schrieb eine Abhandlung De tranquillitate animi ("Über die Seelenruhe").

Zur Bezeichnung eines hohen Grads innerer Ruhe ist der Eigenname einer Philosophie herangezogen worden, für die so etwas bekanntermaßen sehr kennzeichnend war. Die stoische Ruhe steht für Gemütsruhe, Unerschütterlichkeit und Gelassenheit. Sie bezeichnet jetzt das Verhalten allgemein, auch wenn es nicht mit einer Übernahme der Philosophie der Stoa verbunden ist.




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