Stöchiometrische Aufgaben rechnen
Hallo! Es geht um Aufgaben der Art: Eine Verbindung enthät x Massenprozent C, y Massenprozent O, und z Massenprozent H. Dass das ganze nach Dreisatz mit Hilfe der Atomgewichte lösbar ist ist mir klar, nur brauche ich leider (Schule ist lange her) immer sehr lange zum Ausprobieren, wie es bei mehr als zwei Elementen pro Verbindung passt. Gibt es da ein bestimmtes Schema oder muss man halt probieren bis es passt?
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Deine Aufgabe ist nicht klar formuliert. Ich vermute, es soll die Summenformel einer möglichen Verbindung daraus abgeleitet werden.
Ist dabei garantiert, dass die Verbindung nur aus C, O und H besteht? Also ergänzen sich die Prozentwerte auf 100%?
Dafür gibt es Computerprogramme.
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Aus den Masseprozenten kommst Du mittels der Atommassen auf die prozentuale Verteilung der Atome (hast Du schon geschrieben). Dann nimmst Du Dir den Atomanteil mit dem geringsten Bestand und probierst, ob Du bei 1, 2, 3 etc. auf ganzzahlige Verhältnisse zu den anderen Atomen kommst. Damit kannst Du nur auf eine Summenformel kommen, schon so einfache Stoffe wie Propan-1-ol und Propan-2-ol kannst Du damit nicht unterscheiden.
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Sorry! Ja, es soll die Summenformel herauskommen und ja, es sind alle beteiligten Elemente als Massen-% gegeben, also zusammen 100%. Ich habe leider kein solches Programm, außerdem sollte es doch bei überschaubaren Verbindungen auch mit Zettel und Stift gehen, oder?
Händisch lässt sich das mit einem Gleichungssystem lösen. Das kann man dann mit einem wissenschaftlichen Taschenrechner auch lösen, denn ganz "zu Fuss" ist das schon einiger Rechenaufwand.
Probieren ist halt ein Risiko, das kann schnell zum Ziel führen, muss aber auch nicht, je nachdem, wie einfach die Verbindung tatsächlich ist.
Hast du etwa auch die Molmasse gegeben?
Nein, nur die Massen-%. Und es ist eine Aufgabe aus einem Erstsemesterskript, daher dachte ich, dass es nicht so schwer sein sollte. Aber vielleicht gilt das auch nur für die speziellen Beispiele (Ameisensäure bzw. C5H8O2).
Nun ja, mit wachsender Molmasse, oder wenn da auch noch N und S drin sein dürfen, gehen die Kombinationsmöglichkeiten rasch ins Uferlose, da hilft dann nur systematisches Lösen über Gleichungssystem. Und selbst das liefert nicht unbedingt eine eindeutige Lösung, da stets auch ein Vielfaches der errechneten Summenformel in Frage kommt, wofür wieder ganz unterschiedliche Molekülstrukturen und damit Stoffklassen möglich sind.
Wäre das so simpel, bräuchte man weder Massen- noch Infrarot- oder NMR-Spektren zur Strukturaufklärung.
ok, danke trotzdem!