Frage von billardprooo, 99

Stirbt die Menschheit irgendwann aus?

In Folge seines Wesens oder gar einer Naturkatastrophe. Man sagt häufig: "Nichts hält ewig" oder "Alles hat ein Ende". Denkt ihr , das spätestens der Mensch durch die veränderte Sonneneinstrahlung in ein paar Milliarden bedingt durch die Entwicklung der Sonne wohlmöglich interplanetar nicht klar kommt oder es nicht mal bis dahin schafft? Es ist alles so sinnlos, wenn man sich vor Augen führt, dass die Evolution für so lange Zeit umsonst wäre.

Antwort
von Kuro48, 19

Schauen wir alles unter der Prämisse der Sinnlosigkeit an, wäre die reine Existenz schon sinnlos, denn wir können nichts tun von dem wir ausgehen können, dass es auch noch in Millionen von Jahren einen Wert hat oder hatte. Was wir tun und lassen beeinflusst einen Zeitrahmen von etwa 100 Jahren bei einer durchschnittlichen Lebenserwartungen. Machen wir eine bahnbrechende Erfindung etc. auch länger, aber auch solche Dinge werden einmal nur noch eine Randnotiz der Geschichte sein. Interessiert es in 1000 oder 10000 Jahren noch wer die Glühbirne erfand oder was der Mauerfall war? Wir wissen es nicht, denn andere Ereignisse werden in die Geschichtsbücher eingehen und altes als Grundwissen verdrängen. Werden wir gar ausgelöscht, so wird wohl niemanden mehr irgendetwas davon interessieren oder gar die Chance haben sich zu interessieren.

Wir können Augenblicke verändern und auch wenn es zeitlich gesehen winzige Momente sind, ist es etwas das passiert und erlebt wurde. Die Zeit ist nur ein Faktor zur Messung. Betrachte einmal ein Ereignis im Weltall. Die Sonne wird für uns in einer Ewigkeit entfernt die Erde vernichten. Sollte allerdings ein Gammablitz unsere Erde treffen sind es Sekunden oder höchstens Minuten (mit seltenen Ausnahmen mehr) die zum Massensterben auf der Erde führen werden. Du siehst also, die Bedeutung von Taten wird nicht nur in Zeit gemessen, denn ein Ereignis kann Milliarden Jahre brauchen oder nur Sekunden um eine ähnliche Wirkung zu erzielen.

Die Frage sollte grade für uns nicht unbedingt lauten "Mit was werde ich für alle Ewigkeiten unvergessen" sondern "Was ist in diesem Moment für mich und andere das Richtige". Du formst dein Leben nicht um etwas ewiges zu hinterlassen, zumindest nicht im direkten Sinn. Du hinterlässt eine Fußspur in der Zeit, aber diese verbleibt auch eben dort.

Davon ab wirst du bei der Ewigkeit eh nicht drum herum kommen auch ohne unsere Auslöschung mehr zu bedenken. Was ist der Mensch noch ein Mensch? Wir trennen jetzt schon in Evolutionsstufen, was ist mit der Zukunft? Was ist der Mensch nicht mehr Mensch? Wenn er drei statt zwei Augen bekommen hat, wenn sich sein komplettes Skelett verändert hat? Wenn er andere Denkmuster entwickelt? Mensch definiert nur eine Spezies klassisch der Homo sapiens. Was ist wenn wir diese Ebene verlassen?

Das ist im Grunde eine Lebenseinstellung. Der größte Teil von uns wird nichts schaffen, was uns auch nur für 500 Jahre unvergessen macht. Setzen wir Kinder in die Welt, so werden diese noch über ein paar Generationen wissen wer wir waren, aber was ist dann? Am Ende bleibt nur seinen Leben einen Sin zu geben in dem man seine Zeit nach besten Gewissen für sich einen Wert gibt. Die Zeit ist ein egoistisches Gut, eine Zeit die wir nicht mit unseren Idealen füllen konnten, verliert seinen Wert.

Kommentar von billardprooo ,

Gute Antwort erstmal. Gerade diese Sinnlosigkeit des Lebens hinsichtlich des aspekts einer immer endenden nicht unvergessenen geschichte scheint nun  etwas zu sein, was man akzeptieren sollte, um wirklich zu leben. Klingt seltsam und ist es auch. Denn Sinnlosigkeit demotiviert und treibt einen nicht wirklich an. Aber es geht häufig nicht um Sinn oder Unsinn, sondern, dass das Leben lebenswert sein sollte, um zu leben.

Antwort
von Ifosil, 32

Millionen Spezies vor uns sind ausgestorben, ausnahmslos. Es ist schwer sich vorzustellen, dass wir eine Ausnahme sein sollten. Doch man muss auch beachten, dass wir die erste Spezies mit solchen Möglichkeiten sind.

Antwort
von piumina, 22

Wenn man sich anssieht, was die Menschen mit der Natur macht, z.B. Überfischung, Regenwälder abholzen, ganze Tierarten ausrotten, Monokulturen usw., außerdem die vielen Kriege, dann stehen die Chancen, dass es bald keine Menschen mehr gibt, eigentlich sehr gut.  :-(

Antwort
von dfllothar, 12

Ich würde ganz einfach sagen In Folge seines Wesens.

Wenn man die täglichen Ereignisse in den Nachrichten verfolgt und sieht, wie sich durch Meinungsunterschiede Menschen gegenseitig umbringen und dagegen noch kein Kraut gewachsen ist. Wenn´s so weiter geht und keine höhere Macht dem Einhalt gebietet, dann ist irgendwann das Ende vorauszusehen.

Vielleicht schafft das eine gewaltige Naturkatastrophe, daß die Menschen sich ändern und dadurch ein paar wenige übrig bleiben, deren Geisteszustand geheilt ist.

Antwort
von JTKirk2000, 10

Irgendwann stirbt die Menschheit sicherlich aus. Ich würde zwar nicht festmachen, woran das liegen würde oder wie lange es dauert, aber irgendwann ist es sehr wahrscheinlich. Ich würde mit ein paar Millionen Jahren rechnen, die es dauert, bis es die Menschheit nicht mehr gibt, vielleicht auch, wenn es hoch kommt ein paar hundert Millionen Jahre. Sollte es jedoch unvorhersehbare negative Einflüsse geben, kann es mit dem Ende der Menschheit recht schnell kommen. 

Zur Zeit des kalten Krieges zum Beispiel wäre ich mit den Millionen von Jahren nicht so optimistisch gewesen. Gen Ende des kalten Krieges sah es ja schon optimistischer aus, aber als der noch ziemlich heiß war, war die Gefahr eines Atomkrieges sehr naheliegend und daher auch die Gefahr der Selbstvernichtung.

Antwort
von felixuser, 22

Gab es nicht grade ein Statement, von diesen Stephen Hawking, "Die Menschheit solle sich eine anderes zuhause suchen, da in 100 Jahren die Lebensbedingungen auf diesen Planeten nicht mehr gegeben seinen". 

So in etwa zumindest.

Was von dem anderen Zuhause zu halten ist sei dahingestellt, aber wenn der Mensch, nicht heute statt morgen, zur Besinnung kommt, gebe ich dieser Rasse vermutlich nicht mal mehr diese 100 Jahre.

Die Ursachen sind vielfältig, jedoch sehr offensichtlich, werden aber stätig verdrängt.

Antwort
von Ireeb, 33

Ganz einfach: Nach den Gesetzen der Physik verteilt sich die Energie im ganzen Universum. Das bedeutet praktisch, dass das ganze Universum abkühlt, sodass kein Lebewesen mehr existieren kann. Dagegen kann man auch mit Science-Fiction Technologie nichts machen. Das Universum wird einen Kältetod sterben, und niemand kann dies verhindern.  Genauer gesagt ist das ein Folge der Entropie.

Kommentar von billardprooo ,

Mag sein, jedoch kommt diese Energie ja auch irgendwo her, wobei weder Energie geschaffen noch vernichtet werden kann. Und aus dem nichts wurde also etwas?

Kommentar von Ireeb ,

Sollten wir rausfinden, dass doch Energie geschaffen werden kann, sieht es anders aus. Wo die Energie um uns herkommt, das geht dann doch eher Richtung Philosophie/Religion. Zumindest müssen wir davon ausgehen, dass wir mit der Energie, die wir aktuell haben, leben müssen. Und die ist eben irgendwann zu sehr verteilt, um Leben möglich zu machen.

Kommentar von konzato1 ,

Im Universum ist es jetzt schon eisig kalt. So kalt, dass man etwas mehr braucht als nen dicken Pelzmantel.

Die geringe Temperaturstrahlung macht da überhaupt nichts aus, ob sie nun da ist oder nicht.

Falls die Menschheit es schaffen sollte, die 5 Mrd Jahre bis zum Ende unserer Sonne zu überleben, dann hat sie bis dahin garantiert Technologien entwickelt, um aus leichten Atomkernen durch Fusion schwere Kerne unter Energiegewinnung herzustellen. Bei Kohlenstoff zum Beispiel funktioniert das - Kohlenstoffbrennen. Das wäre eine praktisch unerschöpflche Quelle.

Kommentar von felixuser ,

Momentan sieht alles danach aus das, dass Gehirn des Menschen wohl das größte Hindernis, einer längeren Überlebensphase auf diesen Planeten darstellt.  

Oder zum besseren Verständnis,  bisher immer noch, sind die meisten Lebewesen auf diesen Planeten ausgestorben, weil sie ihren Lebensraum selbst zerstört haben, also wo liegt der vorteil eines großen Gehirns?

Kommentar von Ireeb ,

Was, wenn irgendwann alle Atome fusioniert wurden?

Antwort
von konzato1, 34

Die Evolution des Menschen hat schon lange aufgehört. Es gibt ja auch keine Auslese mehr.

Die Menschheit wird lange vor dem Ende der Sonne ausgestorben sein, weil sie sich gegenseitig vernichten. Bedingt burch Überbevölkerung werden sich die Menschen bezeiten gegenseitig umbringen.

Ich persönlich gebe der menschlichen Zivilisation noch 200 Jahre etwa.

Kommentar von billardprooo ,

Gemeint war der evolutionsprozess vom urmenschen zum heutigen Menschen. Und nur allein wegen Überbevölkerung sterben nicht gleich alle.

Kommentar von konzato1 ,

Nein, wir sterben nicht wegen der Überbevölkerung direkt aus, sondern weil sich zu viele Menschen gegenseitig umbringen werden. Google mal nach dem Bevölkerungswachstum in Afrika und stelle dir vor, dass "nur" eine Milliarde Afrikaner dann nach Europa fliehen.

Ach ja und die Theorie mit den anderen Planeten: Wir leben Raketentechnisch in der Steinzeit. Es har sich praktisch nichts getan, sein der V2 im zweiten Weltkrieg. Die gleichen bzw. ähnlichen Brennstoffe wie vor über 70 Jahren. Um auf andere Planeten zu kommen, braucht man ganz andere Antriebstechniken, aber selbst da sind wir in Deutschland gerade dabei, die Atomtechnik, die einzige saubere und unerschöpfliche Energiequelle, abzuschaffen und wieder mit Gas, Kohle und ÖL Energie zu erzeugen.

Kommentar von billardprooo ,

Regenerative Energieträger als auch Kernfusion sehe ich als zukunftsweisend. Und zu beiden Energiegewinnungsarten gibt es schon mehr oder weniger fortgeschrittene Technik. Und irgendwann kommt auch der Geburtenraten regelnde Wohlstand, zumindestens in einigen staaten

Kommentar von felixuser ,

Egal wie sehr man es sich auch anders wünschen möchte, der Lebensraum Erde ist, vorausgesetzt er überlebt es, der Lebensraum auf den der Mensch die nächsten rund 1000 Jahre angewiesen sein wird. 

Und selbst wenn in 1000 Jahren die Technik existieren sollte, auf andere Planeten auszuwandern, wäre es dann kein Mensch mehr.

Die Biologischen Veränderungen wären  so Gravierend, das erstmal rein Optisch, und nach einigen Generationen vermutlich keinerlei Fortpflanzung untereinander, mehr Stattfinden könnte.

Antwort
von Capricornus0201, 8

Stephen Hawking, der bekannte Astrphysiker der hier schon erwähnt wurde gibt dem Homo sapiens noch 100 Jahre. Ich bin da pessimistischer.

Das Problem werden Überbevölkerung, Ressourcenverknappung und damit einhergehende Mangelversorgung sein, zumal die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen aufgrund des Klima-GAU´s immer weiter schrumpfen.

Somit werden wieder vermehrt Seuchen auftreten, Hunger- und Rohstoffkriege werden über diesen Planeten toben und sämtliche sozialen Strukturen werden innerhalb der nächsten 50 Jahre zusammenbrechen.

Ansonsten wird unsere Sonne dem Leben hier den Garaus machen.L.G.

Antwort
von aloisff, 26

Auf jeden Fall stehen die Chancen schlecht. Im allgemeinen kennen die Menschen ja das Problem aber es gibt trotzdem sinnlose Kriege Erwachsener darum, wer den besseren imaginären Freund hat. Viele beurteilen einen Menschen nach dem wo er geboren ist und wo er leben will und so weiter und so fort...

...diese eigentlich kleingeistigen Probleme und  die moralisch durchaus verständlichen Ängste gegen Forschung und Technik müssen erst überwunden werden bevor man sich ernsthaft mit der Lösung des Problems beschäftigt....

Insgesamt schätze ich, dass es eine Chance von unter 1% gibt, dass wir den Weltuntergang überleben aber es gibt  eine Chance. ..

Kommentar von felixuser ,

Selbst ein Krieg mit Atomwaffen (ca 99%) oder Chemisch (97%) geführten Kampfmittel würde nur 99% bzw. 97% der Menschlichen Weltbevölkerung auslöschen. 

Sorry das ist definitiv nicht geeignet, um die Rasse Mensch zu eliminieren.^^ 

Kommentar von konzato1 ,

Die "Rasse Mensch" wird bestimmt auch nach einem Atomschlag noch paar Jahrhunderte weiter leben können.

Aber "die Menschheit" so wie wir sie jetzt kennen, gibt es dann nicht mehr.

Antwort
von nerd42, 20

Ab einer Million Jahre oder so greift die Evolution, das heisst Menschen sehen bis dann völlig anders aus und es könnte auch sein dass irgendwelche andere Tiere immer gescheiter werden und eine intelligente Spezies wie der Mensch werden. (Wie wahrscheinlich das genau ist, weiss man nicht).

In Anbetracht der Tatsache es im 20. Jahrhundert schon irgendwie 5 mal fast zum Atomkrieg kam, das Klima gerade definitiv ausgerenkt wurde, Trump usw. usf. halte ich es für unwahrscheinlich, dass wir es so weit schaffen.

Kann man aber nicht im voraus wissen weil wir keine Alien-Kulturen zum studieren haben und man menschliche Kultur nicht mit Computerprogrammen simulieren kann.

Schau mal hier:
http://waitbutwhy.com/2014/05/fermi-paradox.html

Kommentar von billardprooo ,

Wenn der Mensch sich selbst vernichtet, dann ist er wohl noch nicht konstruktiv intelligent genug. Dann wird es wahrscheinlich eine andere spezie sein, die es länger schafft vielleicht sogar ewig schafft zu existieren. Ach, hätte ich doch gern eine zeitmaschine und könnte es selbst herausfinden. :)

Kommentar von felixuser ,

Würde man der Natur einen Verstand geben, würde sie nach heutigen stand der Biologischen Entwicklung, zu den Entschluss kommen, das ein großes Gehirn eine Evolutionäre Sackgasse darstellt.

Kommentar von nerd42 ,

So ein Quatsch, die Menschen waren so sehr KEINE evolutionäre Sackgasse dass sie die Evolution grossteils besiegt haben.

Antwort
von RunnerHH, 13

Natürlich. Es gibt zu viele Gründe dafür.

Antwort
von Devrim34, 18

Alles hat irgendwann ein Ende. Das ist der Lauf der Dinge.

Was lebt, dass wird irgendwann sterben. Mit uns ist es nicht anders.

Auch dieser Planet wird irgendwann enden.

Kommentar von billardprooo ,

Vielleicht wird der Mensch ja auch auf anderen Planeten Leben können und einen Weg finden.

Kommentar von nerd42 ,

Kann schon sein, aber die 5 Milliarden Jahre bis die Sonne explodiert ist eine so unvollstellbar lange Zeit dass es das kleinste Problem ist :=)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten