Stirbt der Einzelhandel aus bzw. in Zeiten des Internets wo jeder seine Sachen Online bestellt ist das doch eine berechtigte Frage oder nicht?

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9 Antworten

Ich denke auch oft darüber nach, denn es wäre schade wenn der Einzelhandel ausstirbt. Ich arbeite selber in einem Laden, ist manchmal sehr frustrierend denn oft erkundigen sich die "Kunden" bis ins Detail über einen Artikel und bestellen ihn dann doch im Netz. Ganz dreiste Typen stehen dann wieder bei mir und wollen die Sachen die sie online gekauft haben bei mir reklamieren oder den Garantiefall geltend machen. Auch der Einzelhandel kann gute Preise machen und wo bleibt die Kommunikation unter den Menschen, gibt es doch nichts Schöneres als ein nettes Kundengespräch.

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Der Einzelhandel muss halt mal ein bisschen kundenfreundlicher werden.

Die zahlungskräftigen Geschäftsleute arbeiten tagsüber. Heisst die Öffnungszeiten müssen so sein, dass die zahlungskräftige Kundschaft auch nach der Arbeit noch zuvorkommend bedient wird. Die Geschäfte müssen so gestaltet sein, dass Shopping Spass macht.

In winzigen dunklen Umkleidekabinen Sachen anprobieren ist kein Spass. Auch wenn Oberteile bereits vom letzten Probierer mit Make up verschmiert sind animiert das nicht zum Kauf.

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Natürlich sind viele Bereiche des Einzelhandels durch Onlinehandel bedroht. Beispielsweise der US-Krake Ammazohn versucht, in alle möglichen Bereiche vorzudringen, wobei die Ammazohn-Methoden mehr als fragwürdig sind: man sehe sich mal Erfahrungsberichte von Händlern oder Herstellern an, die sich mit dem Kraken eingelassen haben.

Am Beispiel "Buchhandel", in welchem sich der Krake zuerst breitgemacht hat, kan man jedoch sehen, daß der Einzelhandel angefangen hat, sich zu wehren. Dank der Buchpreisbindung darf Ammazohn die Bücher nicht billiger verkaufen als ein ortsansässiger Buchhändler. So gut wie jede Buchhandlung, ob inhabergeführt oder Kette, bietet heute gleichfalls online-Bestellung oder, noch bequemer, telefonische Bestellungen an, Beratung inklusive. Die Preise sind gleich wie beim Kraken, also gibt es hier schon einmal keine Notwendigkeit mehr, beim Kraken zu kaufen (ich informiere mich über Bücher, die haben möchte, auf den Ammazohn-Seiten und kaufen dann beim örtlichen Buchhändler).

Existenzgefährdenter Einzelhandel -ich meine den inhabergeführten Einzelhandel, nicht die Filialisten- ist allerdings alles, was mit Elektronik, Kommunikation, Unterhaltung zu tun hat. Immer mehr Käufer kaufen sich beispielsweise ihren Fernsehapparat online oder bei Filialisten wie Blödmarkt, Saturn usw. - Das hängt auch mit dem Preisverfall der Elektronik zusammen. Das Zeug ist so billg geworden, daß es keine Anschaffungen mehr fürs Leben oder zumindest für einige Jahre sind, sondern mehr und mehr als "Ex-und-hopp"-Güter betrachtet wird. Ganz abgesehen davon, daß ein moderner Flachbildchirm kaum noch repariert werden kann, wenn er aussteigt. Das nächste Modell wartet bereits in den Regalen bei Saturn, also weg mit dem alten Teil.

Bekleidung, Schuhe usw. sind bereits eine Domäne des Online-Markts und der Filialisten. Ich höre zwar immer wieder, daß viele Käufer nach enttäuschenden Obline-Käufen ihre Ware wieder im Geschäft kaufen, aber das sind dann fast ausschließlich Filialisten wie Deichmann, H & M, Primark usw. - Hier bleiben dem echten inhabergeführten Einzelhandel nur noch Nischen wie z.B. Hochzeitskleidung oder halt Ware in besserer Qualität als vom Onlinehöker oder Filialisten.

Was sicherlich nicht durch das Klicken durch Bldschirmseiten zu ersetzen seiin wird, sind Waren, die der Kunde wirklich sehen und vor dem Kauf anfassen möchte und zu denen eine Beratung durch den Fachverkäufer unerläßlich ist.

Wer kauft sich schon eine Einbauküche online, oder einen Teppichboden? Sicherlich gibt es auch Online-Lemminge, die sich einreden, daß der niedrige Preis der Online-Hökers den Ausschlag gibt, aber das sind dann auch die Käufer, die sich monate- und jahrelang mit dem Onlinehöker herumstreiten, weil dieses nicht paßt und jenes nicht funktioniert.

Ein Beitrag zum Thema wurde zu Brillen geschrieben. Auch so ein Fall von Online-Lemmingen, die glauben, man könne alles am Bildschirm kaufen. Was sicherlich nicht für Sehhilfen zutrifft, bei denen die falsche Auswahl mangels Fachberatung durch einen Optiker zu nachhaltigen Schäden führt. Aber wahrscheinlich sagen sich diese Lemminge "Was solls - ein Auge riskier ich"....

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Ist E-Commerce nicht auch Einzelhandel?  Ich glaube nicht, dass ich meine Lebensmittel demnächst online bestelle. Andere werden das auch nicht tun. Der stationäre Einzelhandel wird zurück gehen, aber weiter existieren.

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Aussterben wird der Einzelhandel sicherlich nicht. Den Bereich Lebensmittel wird es zum Beispiel immer im Einzelhandel geben. Genauso wird es immer Optiker geben, weil Brillen individuell angepasst werden müssen. Genauso wird es Apotheken und Sanitätsfachgeschäfte immer geben, da viele ältere Menschen nicht im Internet bestellen. Ähnlich wie beim Optiker sieht es auch beim Hörgeräteakustiker aus.

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Sicherlich ist diese Frage berechtigt.
Und ja es ist möglich das der Einzelhandel in den nächsten Jahrzehnten enorm zurück geht.
Das liegt vorallem an Händlern wie Amazon z.B.
Amazon ist ja mittlerweile auch im Einzelhandel und möchte damit auch nach Europa kommen.

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der Einzelhandel ist natürlich stark bedroht, man sieht es an den Innenstädten, es gibt immer mehr Leerstände, wo früher Einzelhandelsgeschäfte waren.  Der Online-Handel wird immer mehr zunehmen

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Aussterben auf jeden Fall nicht.

Denn es gibt Dinge die kannst du nicht per Internet bestellen, auch wenn das die Internetanbieter behaupten.

Z. B. eine Brille. Wer passt dir die Brille an, wer stellt das Gestell ein?

Wer ermittelt den genauen Sehpunkt in der Brille?

Das Internet bestimmt nicht.

Ich z. B. kann keine Kleidung und Schuhe im Net bestellen. Ich muss alles vor Ort anprobieren.

Und mir ist das auch viel zuviel Aufwand den bestellten Kram wieder zurück zu schicken und andere Größen zu bestellen.

Zurückgehen wird der Umsatz im Einzelhandel sicherlich.

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