Frage von ziFreeZe, 93

Stimmt ihr mir zu (Theorie)?

Hallo,


in letzter Zeit habe ich viel nachgedacht und wollte euch etwas Fragen! Könntet ihr es vlt für wahrscheinlich halten das man eine sekunde vor dem Tod in ein "schock" gerät und dann in seinen Gedanken hängenbleibt, dass für immer? Ich glaube schon, will aber trotzdem eure meinung hören.


MfG.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Schmeilie, 12

Du hast ja in einem Kommentar noch dazu gefügt, dass man das Bewusstsein für Zeit verliert und demnach in seinen Gedanken festhängt; dazu fällt mir ein Zitat ein, was ich sogar hier auf Gutefrage.net gelesen habe: Zeit ist auch nur eine Erfindung der Menschheit. 

Stimmt. Wir zählen sie, wir haben ihr den Namen gegeben, was wenn es sie gar nicht gibt? So gesehen, kann es also durchaus sein, meiner Meinung nach, dass man vor dem Tod diese "Erfindung" vergisst, beziehungsweise einfach überhaupt nicht mehr dran denkt.

Soweit finde ich die Theorie logisch, aber den Teil, dass man dann für immer an diesen Gedanken hängenbleibt, glaube ich nicht. 

Ich glaube, dass man in dem spezifischen Moment direkt vor dem Sterben eventuell an den Gedanken mehr oder weniger "hängenbleibt", bzw dass man sich ganz darauf konzentriert und in eine Art inneren Frieden mit den Gedanken kommt.

Aber im Moment des Sterbens lässt man glaube ich alle Gedanken einfach los und schließt mit dem Leben ab, insofern man auf natürliche Weise stirbt. Sollte man bei einem Unfall sterben, hat man für den Moment des "inneren Friedens mit den Gedanken" und den Moment des "Abschließens mit dem Leben" glaube ich keine Zeit. 

Bei Suizid ist das glaube ich nochmal eine dritte Sache. Dort findet man, meiner Vermutung nach, nicht wirklich den "Frieden mit den Gedanken", also diesen ersten Schritt schafft man glaube ich nicht komplett (kommt aber auch auf Person und Umstände an), den zweiten Schritt, das moralische Abschließen mit dem Leben, schafft man schon eher (da ist es auch nochmal eine Frage wie friedlich das ganze abläuft), aber ich glaube, dass dieser Schritt nicht der letzte ist, sondern dass man etwas vor dem Selbstmord mit dem Leben abschließt, und sich dann erst aufmacht um sich umzubringen. Und ich glaube nachdem dieser Vorgang des "Abschließens" abgeschlossen ist, ist es umso schwerer einem Suizid-Gefährdeten noch zu helfen. Das ist aber auch nur eine Theorie.

Es heißt ja auch, das Leute die im Koma lagen und fast gestorben wären, sich von oben gesehen haben, als würden sie über sich selbst schweben. Die hängen in diesem Moment, glaube ich, auch nicht in ihren Gedanken fest.

Wie auch immer, um es zusammenzufassen, ich glaube nicht dass man in seinen Gedanken hängenbleibt (schon gar nicht für immer), aber das man die Zeit vergisst halte ich noch für logisch.

Interessante Frage :)

Antwort
von Andrastor, 30

Nein, das passiert nicht.

Es entstehen zwar während des Sterbens diverse teilweise verrückte Erlebnisse durch die hohen Hormonausschüttungen und die Sensorische Deprivation, aber das was du beschreibst, trifft absolut nicht ein.

Warum?

Weil bereits vor dem entgültigen Tod des Körpers, das Bewusstsein endet. Ein Bewusstsein ist nur in den ersten Minuten (je nach Dauer des Sterbrvorgangs unterschiedlich) vorhanden, doch sobald das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, tritt der Mensch in einen Zustand der Bewusstlosigkeit ein und damit sind auch alle Gedanken zu Ende.

Kommentar von ziFreeZe ,

Eigentlich meinte ich es so, dass wir kurz vor dem Tod die Zeit nichtmehr wahrnehmen und wir somit in unseren Gedanken "hängenbleiben". Das nimmt dann aber auch nur derjenige kurz vor dem Tod wahr, sonst keiner.

Kommentar von Andrastor ,

Es kommt gelegentlich zu einer Art zeitverschobener Wahrnehmung, aber das bedeutet nicht dass Tote für immer, auch nicht gefühlt für immer ihren Gedanken nachhängen würden.

Antwort
von Sulka27158, 45

Ich finde die Theorie sehr interessant!
Es kann ja niemand Beweise was wirklich geschieht, deswegen halte ich es schon für möglich~

Antwort
von realsausi2, 10

Das Gehirn, in dem sich der Gedanke manifestiert hat, löst sich nach dem Tod komplett auf. Da bleibt nichts mehr übrig, was Denken könnte. Also auch kein hängen gebliebener Gedanke.

Antwort
von Pixel201, 46

Und du meinst, wir sind dann für alle Ewigkeit in unseren Gedanken gefangen und selbst wenn wir begraben werden bekommen wir das mit? Wie nehmen wir das denn war?

Kommentar von ziFreeZe ,

Nein so meinte ich das nicht, ich meine es so das man garnichtsmehr um sich herum mitbekommt, dass man einen Traum hat der ewig anhält und denn man kontrollieren kann. Wenn man schläft ist es ja so dass man die Zeit auch vergisst und es sich wie eine minute anfühlt. Vlt passiert es so andersherum beim Tod?

Kommentar von Pixel201 ,

Ich könnte mir vorstellen, dass so etwas möglich ist. Dann nehmen wir diesen Traum als Realität wahr. Da wir ja keinen physischen Körper mehr haben der sich in der Realität befindet, wird dann dieser Traum, der kein Traum mehr ist zur Realität. (Wenn du es so meinst) Also leben wir einfach weiter. Aber schon komisch sich vorzustellen, dass man in einem leblosen Körper in Gedanken feststeckt. Unser Gehirn sollte eigentlich tot sein. Es wäre ja aber auch möglich, dass sich unsere Gedanken an einen anderen Ort begeben.

Kommentar von Schmeilie ,

Oh Gott, jetzt musste ich mir gerade vorstellen, dass ich eigentlich schon tot bin und nur in meinen Gedanken festhänge. 

So wie dieser Zustand des Träumens, wo man sich bewusst ist, dass man träumt (wie heißt das noch gleich? REP Phase, oder so...)

Das könnte man ja auch auf den Tod übertragen. Ich denke mir, während ich das hier lese; Hey, vielleicht bin ich ja schon tot und hänge nur in einem "Todes-Traum" fest. Dann wäre das ja die bewusste Phase im Tod, in der ich mir des Denkens und des Todes bewusst bin...

GRUSELIG

Antwort
von Still, 27

Die Leute mit einer Nahtoderfahrung berichten nichts, was deine Theorie bestätigen würde. Alle anderen haben die Erkenntnis mit ins Grab genommen.

Kommentar von ziFreeZe ,

Die meisten sagen ja sie sehen ein weißes Licht wegen Gott usw. vlt lag es daran weil sie es sich erhofften diese Sache zu sehen? D.h das es vlt. auch nur eine art Traum war...

Kommentar von tobistayl1000 ,

Ich würde das auch so behaupten.
Eine "nahtoterfahrung" so glaub ich lässt dein gehirn noch weiter arbeiten so entstehen träume und wünsche die dir so sogerieren das du eventuell mit dem gott in verbingung gerätst. Ich würde auch behaupten das wenn man paar sekunden oder gar minuten hirntot wäre, das man nicht mehr so sein wird wie vorher da es sehr heftige schäden im gehirn gibt. Habe auch immer gelesen das das Herz nicht mehr schlug aber das gehirn noch weiter "gearbeitet" hat. Und solange das ist kann man denken-Träumen.

Antwort
von Kiboman, 34

warum keine 1/10 sekunde?

1 sekunde ist ziemlich lang.

und wenn dein gehirn von maden zerfressen ist hast du immernoch diesen gedanken?

Kommentar von ziFreeZe ,

Das mit der 1 sekunde war nur grob geschätzt.

Ich meine es so das man alles um sich herum vergisst und dann einfach in der Zeit hängen bleibt und sich nichts mehr um sich herum tuht. D.h man hat nur einen Traum der nichtmehr mit der Zeit im Leben zusammenhält.

Kommentar von Kiboman ,

mir ist klar was du meinst,

deine theorie halte ich für nicht realistisch.

aber du kannst gerne daran glauben,

immer noch besser als gott der im jenseits auf einen wartet.

Antwort
von PrimeExpert, 48

Wieso sollte das sein?

Meinst du das so, als würde sich unsere Gehirn aufhängen und immer den gleichen Gedanken abspielen? Das halte ich für sehr unwarscheinlich. Rein biologisch ist das eigentlich ein Ding der unmöglichkeit.

Kommentar von ziFreeZe ,

So war das nicht gemeint.

Ich meine es so das man sowas wie ein Luziden Traum hat, der für immer bleibt.

Kommentar von PrimeExpert ,

Achso. Nein das glaube ich auch nicht.

Wie gesagt, man ist Gehirntod und somit können wir auch nichts mehr Wahrnehmen. Ich hoffe doch, das etwas nach dem Tod kommt aber glauben tu ich es nicht. Ist zwar für mich beängstigend aber ich kann mir das einfach nicht vorstellen.

Kommentar von Kiboman ,

er meinte ja auch nicht über den tod hinaus.

sondern die virtuelle zeitspanne wird "unendlich" lang,

so wie im traum die reale zeit langsamer vergeht,

würde bei seiner these der hirntod nie eintreten.

Kommentar von realsausi2 ,

Das würde aber immer ein funktionierendes Gehirn mit intakten Stoffwechselvorgängen brauchen.

Für den von Dir beschriebenen Effekt müsste das Gehirn noch viel intensiver arbeiten, als im "Normalzustand". Tatsächlich läßt die Tätigkeit aber immer mehr nach, bis sie völlig zum Stillstand kommt.

Einem solchen Wahrnehmungsturbo steht der Verfall des Gehirns eindeutig entgegen.

Antwort
von Tusserella, 27

Nein, das glaub ich nicht.

Biologisch unmöglich..

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community