Das hab ich jetzt schon mehrfach gehört, aber stimmt das auch? Wer bewertet denn so was? Oder sind das immer nur die persönlichen Erfahrungen? Wir haben mit denen immer nur Ärger. Wirklich sehr unschön, aber leider nicht zu ändern. Wer kann einem bei dem Umgang mit der ARGE denn mal weiter helfen und Tipps geben?
Die Arge in Dortmund ist nicht schlechter als sonstwo auch,
"SCHLECHT" macht sie nur der Umstand dass man auch dort nicht alles nachgeworfen bekommt was man für nötig erachtet.

Ich habe noch nie was gutes von den ARGEN gehört. Am besten, immer einen Beistand mitnehmen, darauf hast du ein Anrecht.Und immer klagen, wenn es geht.
Klar, immer gleich auf Konfrontation gehen, Widersprüche hageln lassen und Klagen, Klagen, Klagen,
anstatt konstruktiv zusammenzuarbeiten ?!
Lorry am 21. April 2009 22:46 IMMER ÄRGER MIT DER ARGE? Tipps für Erwerbslose Es gibt viele Beispiele wie die ARGE das Leben von Erwerblosen versucht schwe- rer zu machen. Hierfür benutzt die ARGE sowohl legale als auch illegale Metho- den. Seit Hartz 4 brauchen Erwerbslose nicht nur Rechtskenntnisse, sondern sie müssen sich auch im direkten Umgang mit ARGE MitarbeiterInnen durchsetzen können. Die ARGE ist somit zu einem wichtigen Kampfplatz geworden, den Er- werbslose nicht ohne gute Vorbereitung betreten sollten. Als Warnung gilt: ALLEIN MACHEN SIE DICH EIN! Nehmen Sie also bei jedem ARGE-Besuch „mutige und schlaue“ FreundInnen mit, die Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche unterstützen u. Ihnen als Beistand u. Zeugen behilflich sein können. Sie können auch im Wartezimmer der ARGE mit anderen Erwerbslosen vereinbaren, dass Sie sich gegenseitig begleiten. Die ARGE darf Ihnen die Mitnahme einer Begleitung nicht verweigern. (§13 Abs.1 u.4 SGB X) Damit Sie bei Ihrem ARGE-Besuch zukünftig erfolgreicher sind, haben wir ein paar Tipps und Informationen für Sie zusammengestellt. Wenn Sie einen Antrag oder Brief abgeben: Verlangen Sie eine schriftliche Bes- tätigung Ihrer Antragsabgabe. (Kopieren Sie vorher Ihren Antrag u. lassen Sie sich auf der Kopie den Empfang bestätigen) Falls Sie keine Empfangsbestätigung erhal- ten: Notieren Sie sich Datum, Zimmer Nr. u. Namen des Sachbearbeiters sowie den Namen Ihres Zeugen/Begleiters. Aus Erfahrung wissen wir, dass zahlreiche Anträge u. Briefe in der ARGE verloren gehen. Wenn Ihnen kein Geld überwiesen wurde, Sie aber im Besitz eines Bewilli- gungsbescheids sind: Bringen Sie Ihren Bescheid u. Ihre letzten Kontoauszüge (Konto hat kein Guthaben) mit u. verlangen Sie eine Bar-Auszahlung. Wenn Sie sofort Geld brauchen, aber einen Antrag erst noch stellen müssen: Weisen Sie über Ihre Kontoauszüge Ihre Not nach (Konto hat kein Guthaben) u. beharren Sie auf einer sofortigen Auszahlung. Die ARGE muss helfen! Unmittel- bare Not erfordert unmittelbare Hilfe! Über die Höhe der Barzahlung müssen Sie sich allerdings streiten. (§42 Abs.1 SGB I) Wenn Ihnen eine Bargeld-Auszahlung verweigert wird, weil das angeblich nicht möglich ist oder weil Ihre Akte nicht zu finden ist: Die ARGE besitzt für Bargeld-Auszahlungen einen Geldautomaten. Wenn der Geldautomat defekt oder leer ist: Die ARGE kann auch Schecks ausstellen. Bargeld-Auszahlung oder Ausstellung eines Schecks sind immer möglich u. der Sachbearbeiter kann darüber entscheiden! Der Verlust Ihrer Akte ist nicht Ihre Schuld u. Sie dürfen nicht für die Fehler der ARGE leiden. Außerdem kann die ARGE auch „unter Vorbehalt“ auszahlen. Wenn die ARGE Ihnen statt Bargeld nur einen Gutschein geben will: Ver- langen Sie eine Barzahlung, denn Sie haben ein Recht darauf. Mit Gutscheinen können Sie nur in bestimmten Geschäften einkaufen u. Ihre Auswahl an Le- bensmittel wird damit eingeschränkt. Ein Einkauf in ausländischen Lebensmit- telläden, Apotheken u. Reformhäusern z.B. ist nicht möglich. Mit Gutscheinen bezahlen zu müssen ist diskriminierend u. entmündigend. Verlassen Sie die ARGE nicht ohne Geld oder Scheck! Sagen Sie, dass Sie nicht eher gehen kön- nen, bis Ihnen geholfen worden ist. Sie sind in Not. Wenn Sie unter 25 Jahre alt sind und nicht mehr mit Ihren Eltern zusam- menleben wollen: Wer sich mit seinen Eltern nicht mehr versteht oder wenn die elterliche Wohnung zu klein ist, kann nicht gezwungen werden im Eltern- haus zu wohnen. Unter 25 Jährige sind besonderem Druck durch die ARGE ausgesetzt. Beratung aufsuchen! Wenn die Annahme Ihres Antrags verweigert wird, weil Sie unter 25 Jahre alt und Ihnen gesagt wird, dass Sie zu Ihren Eltern gehen sollen: Die ARGE ist gesetzlich gezwungen Ihren Antrag anzunehmen, zu bearbeiten u. muss Ih- nen schriftlich einen Bescheid zustellen, gegen den Sie ggf. gerichtlich vorge- hen können. Siehe auch vorherige u. folgende Informationen. Falls Ihnen das Recht auf Begleitung, Barauszahlung oder Antragsabgabe verweigert wird: Verlangen Sie eine schriftliche Erklärung. Wenn diese ver- weigert wird, fertigen Sie ein kurzes Protokoll an. Notieren Sie Datum, Zim- mer-Nr., Namen des Sachbearbeiters sowie. Namen u. Adresse eines Bei- stands/Zeugen. Es ist kein Fehler, wenn der Sachbearbeiter mitbekommt, dass ein solches Protokoll geschrieben wird. Beschweren Sie sich beim Teamleiter! Wenn die ARGE Ihnen droht den Sicherheitsdienst oder die Polizei zu be- nachrichtigen, falls Sie jetzt nicht gehen: Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Der Sicherheitsdienst u. die Polizei wird Sie nur nochmals auffordern 1 Page 2 2 das Haus zu verlassen. Erklären Sie anderen Arbeitslosen Ihre Situation u. bitten Sie um Unterstützung. Notieren Sie die Namen u. Adressen von Zeugen. Wenn die Polizei kommt: Erklären Sie der Polizei Ihre Situation u. verlangen Sie, dass Ihnen geholfen wird. Verlangen Sie die Personalienfeststellung des Sachbear- beiters, da Sie eine Anzeige erwägen. Sie können als Straftat z.B. „unterlassene Hilfeleistung“ angeben. Notieren Sie sich die Namen der Polizisten, weil Sie Ihnen u.U. als Zeugen dienen können. Wenn Sie eine Einladung von der DiMa (Disability Management) erhalten und Ihnen mitgeteilt wird, dass nicht mehr Ihr bisheriger Sachbearbeiter für Sie zuständig ist: Die DiMa ist eine Sonderstelle für kranke u. behinderte Er- werbslose u. für Erwerbslose mit „Störungen in der Sozialkompetenz, Schulden, Sprachdefiziten, Suchtproblematik oder problematischem sozialen Umfeld“. (Zi- tiert nach DiMa). Eine „Betreuung“ durch die DiMa sollte aus unserer Sicht frei- willig sein. Verlangen Sie von der ARGE einen Bescheid über Ihre Zuweisung zur DiMa, damit Sie u.U. Widerspruch einlegen können. Jede Entscheidung der ARGE muss hinreichend begründet u. nachvollziehbar sein. Beratung aufsuchen! Wenn die ARGE Sie zum Arbeitsdiagnostischen Fachdienst-JobProfil schickt „JobProfil wendet sich an Menschen mit seelischen Problemen und/oder psychi- schen Erkrankungen“ (Zitat JobProfil) u. will durch Einzelgespräche sowie Eignungs- u. Persönlichkeitstest Ihre Arbeitsfähigkeit erproben. Beratung aufsu- chen u. sich über mögliche negative Konsequenzen erkundigen. Wenn Sie krank sind und die ARGE von Ihnen die Aufhebung der ärztlichen Schweigepflicht oder eine amtsärztlichen Untersuchung verlangt: Kämpfen Sie um Ihre persönlichen Daten. Je mehr Daten u. Informationen die ARGE über Sie hat, desto erpressbarer u. manipulierbarer sind Sie. Grundsätzlich gilt: Jede Ent- scheidung der ARGE muss hinreichend begründet u. nachvollziehbar sein. Bera- tung aufsuchen! Wenn plötzlich Sozialschnüffler der ARGE (Außen- oder Bedarfsfeststel- lungsdienst) in Ihre Wohnung wollen: Ohne vorherige schriftliche Ankündigung u. Terminabsprache mit Ihnen müssen Sie keinen in Ihre Wohnung lassen. Eine Geldzahlung darf nicht vom vorherigen Hausbesuch abhängig gemacht werden. Verlangen Sie außerdem eine schriftliche Begründung für den Hausbesuch. Wenn Sozialschnüffler sich bei Ihnen schriftlich ankündigen: Suchen Sie eine Beratungsstelle auf und legen Sie Widerspruch ein. Nicht jeder Hausbe- such ist rechtmäßig. Bereiten Sie den Sozialschnüfflern mit Freunden zusam- men einen spannenden Empfang. Machen Sie dokumentarische Fotos und no- tieren Sie sich die Namen der Sozialschnüffler. Informieren Sie uns vor anste- henden Hausbesuchen. Wir unterstützen Sie gerne. Wenn Ihnen von ARGE MitarbeiterInnen (Profiling), bei der Jobbörse oder in der „Integrationsmaßnahme“ persönliche Fragen gestellt werden, die Ihnen unangenehm, zu intim oder sinnlos erscheinen: Achtung! Die ARGE will ALLES über Sie wissen u. kann alles gegen Sie verwenden. Aber auch wenn Sie alle Fragen beantworten, Sie bekommen trotzdem nicht schneller eine Arbeit. Lassen Sie sich trotz freundlicher Fragen nicht einlullen. Bleiben Sie misstrauisch und distanziert. Sagen Sie, dass Ihnen die Fragen unangenehm sind u. dass sie keinen Zusammenhang zu Ihrer Arbeitssuche erkennen können. Oder sagen Sie, dass Sie darüber nachdenken wollen u. jetzt überfordert sind. Wenn Ihnen das Arbeitslosengeld gekürzt oder gestrichen wurde: Legen Sie Widerspruch ein. Vor jeder Kürzung muss die ARGE Sie anhören. (§24 SGB X) Informieren Sie sich selbst oder suchen Sie eine Beratung auf. Wenn Sie Kontakt zu anderen widerspenstigen Menschen suchen und sich wehren wollen: Wir veranstalten regelmäßig die Aktion „Zahltag“ bei der wir am ersten Werktag des Monats gemeinsam zu einer der ARGEn in Köln gehen. Wir versammeln uns im Eingangsbereich der ARGE u. bringen Essen, Trinken u. Musik mit. Falls jemand sein Geld nicht bekommen oder andere Probleme hat, begleiten wir uns gegenseitig zum Sachbearbeiter. Auf diese Weise haben wir trotz Polizeiaufgebot u. Drohungen mit Rausschmiss schon einige Erfolge erzielen können. Schreiben Sie an: aktionscamp@yahoo.de Wenn Sie Ärger mit der ARGE haben: Montags 15:00-17:00 Steprathstr.11 in Köln-Kalk (U-Bahn Station Kalk Kapelle)
Keine Ahnung was in anderen ARGEN so abgeht, aber das was Du da beschreibst können allenfalls Einzelfälle sein, wo die Fronten zwischen ARGE Mitarbeiter und Arbeitslosem sich derart verhärtet haben, dass nichts mehr geht.
Wie schon gesagt, sind alle nur Menschen und es sind weder alle Mitarbeiter der ARGE, noch alle Kunden gleich.
Bin seit 1991 in Sozialamt bzw. ARGE tätig und habe solche Extremfälle in der Praxis nicht bzw. ansatzweise kaum erlebt.
Na da oute ich mich doch mal.
Also ich arbeite in einer ARGE (nicht in Dortmund) und soweit mir bekannt ist, ist unser Ruf OK.
Sicher sind nicht immer alle Kunden zufrieden, aber wir haben ein eingespieltes Team und liegen mit unseren Bearbeitungszeiten immer in Topzeiten. Auch die Vermittlungsquote ist noch im Rahmen, trotzdem die Kunden immer schwieriger zu vermitteln sind.
Keine Ahnung wie es woanders läuft, kann nur für uns sprechen.
Lorry am 21. April 2009 22:50 Ich bin froh, dass es immer mehr Menschen gibt die sich gegen Eure, oft sogar menschenverachtenden, Praktiken wehren.
Wenn man schon leider arbeitslos ist, dann sollte man seine Energien meiner Meinung nach lieber auf die Arbeitssuche bzw. auf die Lösung des Problems "Arbeitslosigkeit" lenken.
Sicher soll jeder bekommen, was ihm zusteht und begründete Kritik einbringen.
Aber wer nur rumstresst, schafft sich weder in der ARGE, noch bei einem potentiellen Arbeitgeber Freunde.
meinst net dass gut oder schlecht doch immer bissl von den menschen auch abhängt die da so arbeiten?
und wie es in den Wald hineinruft, so kommts dann auch wieder hinaus...
Auch wenn mans nicht für möglich hält, die Menschen die in der ARGE arbeiten, sind tatsächlich auch nur Menschen.
Sicher.
Alberts und Friedrichs gibt es überall.
Geh mich etz erschießen, ist an der Zeit.
denk an den armen kater, ich kann den net in der wohnung halten.
sag net immer son scheiß